Ja, ich denke wir als Gesellschaft haben bei den #BauernProteste versagt.

Bis auf im Promillebereich ist weder die Exekutive eingeschritten, noch hat die Judikative oder das Korrektiv der Presse diese Tage der Totalblokaden von Infrastruktur durch #Rechtsaußen in Form von (teils vermeintlichen) Bauern aufgearbeitet. Die Legislative hat das scheinbar auch verschlafen. Und die Bürgerïnnen haben (hier in Sachsen, so mein Eindruck) das Ganze mit Murren hingenommen und sich gefügt… Was kann man als einzelne/r schon gegen diese Männer mit ihren schweren Maschinen und Autos bewirken?

Ich habe damals Eilige Arzneimittel gefahren, es war gespenstisch wie ich mitten in Sachsen durch Kontrollposten von sogenannten Bauern (teils mit Reichsflaggen und eindeutigen Spruchbannern) um Passage ihrer Sperre erbitten musste. Es war gespenstisch komplett allein auf einer Autobahn zu sein. Es war gespenstisch, wie #Rechtsaußen sich dafür stolz auf die Brust haute. Und es war gespenstisch, dass zu viele Menschen in Sachsen (so mein Eindruck) dies alles als okay befürworteten oder hinnahmen.

Ich muss gestehen, im Rückblick macht es mir Angst, wie einfach es denen gelungen ist, das Land lahm zu legen.

@exiltoaster Bei Arte gibt es eine zweiteilige Doku über rechtsterror in der EU. Fand ich sehr interessant, aber mir ist da ein Satz hart aufgestoßen, sinngemäß, das man (polizei, verwaltung, politik) das Problem sehr ernst nähme.
Musste da auch an die Bauernproteste und den NSU denken. Habe ehrlich gesagt nämlich genau dieses Gefühl nicht, wenn überhaupt wacht man langsam auf.
https://www.arte.tv/de/videos/115485-000-A/unterschaetzt-die-rechte-terrorgefahr-1-2/?utm_source=android&utm_medium=share&utm_campaign=115485-000-A
Unterschätzt - Die rechte Terrorgefahr (1/2) - Die ganze Doku | ARTE

Der Rechtsterrorismus breitet sich in Europa aus. In Deutschland und Frankreich wurden mehrere Anschläge durch radikalisierte Einzeltäter verübt, die vom "Rassenkrieg" und vom Kampf gegen den "Großen Austausch" träumen. Rechtsextreme Gewalt ist zwar nicht neu, aber beunruhigend ist die Tatsache, dass die Täterprofile aus immer unterschiedlicheren Bevölkerungsgruppen stammen.

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