"Milliardenverlust bei der Bahn"

Da bleibt nur die alte Frage, wie viel Gewinn die deutschen Autobahnen eigentlich so abwerfen?

@vonfriedland Die Frage muss eigentlich lauten: "Warum wurden die Autobahnen nicht privatisiert?"

Die Antwort ist so einfach wie logisch. Als "Autoland" können wir es uns nicht leisten, dass die Autobahnen verrotten. Ausserdem müssen die Leute ja irgendwie von A nach B kommen, wenn die Bahn ganz kaputt ist.

Um mal konkrete Zahlen zu nennen, die Autobahn GmbH als bundeseigenes Unternehmen ist nicht auf Gewinnerwirtschaftung ausgelegt und hatte 2023 (neuere Zahlen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden) einen Gesamtumsatz von 1.94 Milliarden Euro. Derzeit gehen die Analysten davon aus, dass ca. 600 Millionen pro Jahr fehlen um die Autobahnen zu betreiben, was vom Staat bezuschusst wird.
Was ich total spannend finde, so richtig scheinen die nicht zu wollen, dass man sich die Zahlen anschaut. Es ist schwer ranzukommen und sie sind verteilt, teils uralt und sehr viel "Schätzung". Würde ich als Unternehmer solche Zahlen beim Finanzamt abliefern, hätte ich am nächsten Tag eine Buchprüfung...

@littlealex @vonfriedland schon vergessen? Zur hochzeit der marktjubelei wurden teile privatisiert... Lief nicht so gut.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a1-was-hinter-der-klage-privater-betreiber-steckt-a-1164251.html

Südlich von karlsruhe ist IIRC auch ein stück der a5 privat. Das lief wie immer, am anfang einmal lange alles dicht und renoviert in einem ruck, egal was komme und ab jetzt wird auf verschleis gefahren. Wollen wir ne wette abschließen? 😉 dass dieser Infrastrukturkram privat besser läuft halt ich auch für ne mär die die lobby sehr erfolgreich verbreitet.

Streit um A1: Das öffentlich-private Autobahn-Desaster

Die Erneuerung der A1 zwischen Hamburg und Bremen galt als Vorzeigeprojekt für privaten Autobahnbau. Jetzt das dicke Ende: Dem Betreiber droht angeblich die Pleite, der Staat soll draufzahlen. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

DER SPIEGEL