‼️ Merz-Klon Klingbeil arbeitet mit seiner menschenverachtenden, neoliberalen Agenda unbeirrt am Tod der SPD 💀 Gestern erzählte er im #heutejournal, er wolle das Ehegatten-Splitting abschaffen, damit Millionen Frauen arbeiten gehen. Der hat noch nix davon gehört, dass wegen KI bald kaum noch Arbeitskräfte gebraucht werden - oder? 🤦🏼‍♀️
@MargaXeyat Die Abschaffung des Ehegatten-Splittings wird ja geschickt als feministische Errungenschaft verkauft, nach dem Motto "Das Splitting hat nur alte Rollenmodelle zementiert, jetzt haben endlich Frauen genauso viel Motivation zur Lohnarbeit wie Männer. Hurra Gleichstellung!".
Dass es tatsächlich vor allem darum geht, mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt zu drängen, wird dabei unterschlagen.
Und der neue, staats- und Kapitalismus-tragende, Feminismus nimmt solche Botschaften begeistert auf.

@ankoeln @MargaXeyat Das Ehegatten-Splitting ist eine unsinnige Subventionierung der Einverdiener-Ehe und gehört abgeschafft, deshalb fordern Feminist:innen das seit langem und zu Recht. Dass das jetzt aus den falschen Gründen geschieht, macht es nicht plötzlich zu was Sinnvollem. Die Zusammenveranlagung, die dem Splitting zugrunde liegt, haben übrigens die Nazis eingeführt.

#ehegattensplitting #feminismus

@kanuka Natürlich gibt es berechtigte Kritik am Ehegatten-Splitting in seiner jetzigen Form, der auch nachgegangen werden sollte.
Sollten linke Forderungen allerdings nicht eher darauf abzielen, die Abhängigkeit von Menschen von Lohnarbeit insgesamt zu reduzieren, statt es als Fortschritt zu sehen, wenn Frauen zu (mehr) Lohnarbeit motiviert bzw (je nach individueller Situation) gedrängt werden?
Dann sind sie weniger Abhängig vom Partner, dafür mehr von der Wirtschaft. Hurra?
@MargaXeyat
@ankoeln @MargaXeyat Naja ... Ehemänner hat frau in der Regel nur einen, Jobs gibt´s dann doch ein paar mehr. Und warum sollte die Allgemeinheit mit ihren Jobs und ihren Steuern finanzieren, dass ein paar Frauen nicht erwerbsarbeiten müssen? Last not least haben eben die wenigsten Frauen einen Mann, der ihnen zu Hause den Rücken freihält - insofern bedeuten nicht erwerbsarbeitende Ehefrauen einen klaren Vorteil für deren Ehemänner. Von daher: definitiv weg mit dem Splitting.

@kanuka @ankoeln Ach, weißt du, die Allgemeinheit finanziert so viel Dreck, wie z.B. die Steuergeldverschwendung von Spahn, Scheuer und Konsorten, die Cum-ex-Verbrecher, die "Steuervermeidung" der Großkonzerne u.v.a.m. Im Zweifelsfall würde ich erst mal da rangehen, weil ich beim Treten nur eine Richtung kenne, nämlich nach oben.

@ankoeln

@MargaXeyat @ankoeln Naja, vom Ehegattensplitting profitieren nun auch eher nicht die Paare, wo beide gleich wenig verdienen - sondern die, bei denen es sich die eine leisten kann, zu Hause zu bleiben, weil der andere genug verdient. Du kannst gerne nach oben treten, dafür hast du meine Sympathie. Aber das erwachsene Menschen in der Regel selbst ihren Lebensunterhalt sichern sollten, unabhängig vom Geschlecht, halte ich schon für basal.
@kanuka @ankoeln Deinem letzten Satz stimme ich ohne Wenn und Aber zu, so habe ich es auch immer gehalten. Es bereitet mir nur grundsätzlich Bauchschmerzen, wenn der Staat in private Strukturen eingreift. Zur Umverteilung wird es nicht kommen, das dürfte uns doch klar sein.
Wenn es den Staat nach der Suche nach Einsparpotenzial gelüstet, dann sollte man auch zuerst die Mütterrente abschaffen, von der hauptsächlich die profitieren, die sie nicht nötig haben.
Und die anderen CSU-Steuergeschenke.
@MargaXeyat @ankoeln Stimme dir im zweiten Absatz völlig zu. Aber inwiefern greift der Staat jetzt in private Strukturen ein, wenn er verheiratete und unverheiratete Paare steuerlich gleichstellt? Und was ist da das Problem? Ich bin ja auch sehr dafür, dass der Staat qua Vermögens- und Erbschaftssteuer in private Strukturen eingreift - dafür isser da, finde ich.
@kanuka @ankoeln Bei der Vermögens- und Erbschaftssteuer wäre ich natürlich dabei - aus Gründen der Gerechtigkeit.

@kanuka Dass in den meisten Single-Income-Ehen der Mann derjenige mit dem Einkommen ist, liegt doch auch (ist primär?) daran, dass Jobs, in denen mehr Frauen arbeiten, oft schlecht bezahlt sind.
Wenn mehr Frauen in den Arbeitsmarkt hinein motiviert werden, erlaubt das doch den "Arbeitgebern", diese noch stärker auszubeuten, weil mehr von ihnen um einen Job konkurrieren.

Vom ersatzlosen Wegfall des Splittings profitieren genau wie viele Frauen finanziell?
@MargaXeyat

@ankoeln @kanuka Guter Punkt. Zumal es ja immer weniger Jobs in der Zukunft gibt!
@MargaXeyat @ankoeln Dass es in Zukunft eher weniger Jobs geben wird, halte ich für ein Gerücht. Noch ist ja völlig unklar, woher die ganze Energie für KI und Rechenzentren kommen soll. Ich vermute eher, dass der Automatisierungsgrad in Zukunft wieder rückläufig sein dürfte, wenn wir uns in der Produktion aufs Wesentliche konzentrieren müssen und z.B. Nahrungsmittel selbst anbauen müssen.
@kanuka Da sind wir uns sicher alle einig, aber das "selbst" ist hier das Schlüsselwort.
Dann bauen wir Lebensmittel für und selbst an, nicht dafür, dass jemand anderes damit Profit macht und uns etwas Lohn dafür zahlt.
Dann gibt es auch kein Ehegatten-Splitting mehr.
@kanuka @MargaXeyat @ankoeln Robert Jungk, ein amerikanischer Zukunfts- und Gesellschaftsforscher sagte schon 1983, es wird einen ,,rückwärtsgewandten Fortschritt,, geben. 🤔👍 Sein Werk ,,Der Jahrtausendmensch,, ist sehr lesenswert. 👍
@angel @kanuka @ankoeln Das klingt wirklich interessant 🧐
@MargaXeyat @kanuka @ankoeln Ich lese im Moment unzählige Bücher von Zukunfts- und Gesellschaftsforschern und -kritikern. Und ich muss sagen: Trifft auch nur 1% der Prognosen zu, wird es noch recht paradiesisch auf der Welt. 😌👍
@angel In dessen Utopien gehen die Frauen der Zukunft vermutlich nicht in Lohnarbeit für den Agrarkonzern aus Feld, oder? @MargaXeyat @kanuka
@ankoeln @angel @MargaXeyat Mann wie Frau kann auch Lohnarbeit für ne Genossenschaft leisten, das muss kein Agrarkonzern sein.
@kanuka Wieso muss die Landwirtschaft denn überhaupt kommerziell betrieben werden? Was ist mit Subsistenzwirtschaft?
@angel @MargaXeyat
@ankoeln @MargaXeyat @kanuka Eine Utopie ist es nur dann, wenn niemand etwas verwirklicht. Männer werden wohl endlich mal arbeiten müssen um zu überleben. 🤷‍♀️

@angel Eine Utopie ist es, solange sie _noch nicht_ verwirklicht ist.
"Eine Utopie ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Lebensform oder Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist."

Und ja: In der Verwirklichung der Utopie würden alle Geschlechter gemeinsam ihre eigene Nahrung produzieren. Ohne dass Geld im Spiel ist.

@MargaXeyat @kanuka

@angel Generell sollte mal eine Lanze für Utopien gebrochen werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird "utopisch" ja eher für "wäre schön, aber geht nicht" verwendet, dabei sollen Utopien ja gerade aufzeigen, was gehen _kann_, wenn wir nur wollen.
Es braucht viel mehr Utopien, statt des ständigen Abwehrkampfes gegen Veränderung!
@MargaXeyat @kanuka

@ankoeln @MargaXeyat @kanuka Es ist kein ,,Kampf,, gegen Veränderung, sondern eine Kackangst vor der Veränderung des Status Quo.

Wer Macht hat, zerstört und vernichtet alles, was den Status der Macht gefährdet. ☝😃

@kanuka @MargaXeyat @ankoeln Wurzelgemüse? Was glaubst du kann diese gegenwärtige Generation mit diesem Wort anfangen?!
@kanuka @MargaXeyat @ankoeln 👍 Das wäre gut, allein wegen des Energie- und va Wasserverbrauchs.
Aber auch in dem Bereich gibt es viele Interessen und Lobbyismus, die versuchen werden, das zu verhindern.
@ankoeln @MargaXeyat Ist ja klar, dass das eingesparte Geld umverteilt werden müsste, z.B. in Form eines Familienzuschlags. Was bei den gut bezahlten Jobs Henne und was Ei ist, finde ich schwer zu sagen. Dass Männer, weil sie sich immer noch mehr als Familienernährer sehen, bei der Berufswahl eher draufgucken, was dabei finanziell rumkommt, würde ich ihnen jetzt eher nicht zum Vorwurf machen wollen.