Ich glaube, das ist ein neuer Rekord in #AIslop:

Von sieben Quellen in einem studentischen Bericht sind sechs fragwürdig, haben falsche Autor*innen, etwas andere Titel, falsche Jahresangaben oder sind einfach komplett erfunden.

Abschlussarbeiten und Projekte an Universitäten zu betreuen, heißt aktuell leider, alle Zitate und jede Literaturreferenz ständig und immer in Frage zu stellen.

@MMagdowski Ich frage im Kolloquium bei solchen Fällen gerne nach dem Stand der Wissenschaft und was sie wo gefunden haben. Dann reduziert sich meist die Bewertung deutlich.
Wir haben inzwischen die PO so geändert, dass die LLM-Nutzung explizit erklärt werden muss. Ist das in so einem Fall nicht erfolgt, wäre das ein Täuschungsversuch.

@bordfunk

Das ist aus meiner Sicht auch ohne Erklärung zur LLM-Nutzung ein eindeutiger Täuschungsversuche bzw. ein Fall von wissenschaftlichem Fehlverhalten und ein Verstoß gegen die akademische Integrität.

In einem solchen Fall machen wir auch gar keine Verteidigung. Was soll dort sinnvolles passieren?

@MMagdowski

Es ist eben nicht immer eindeutig, manchmal sind nur sehr wenige Quellen zu beanstanden. Wo zieht man da die Grenze? Kaputte Quellenangaben gab es auch schon ohne KI.
Daher dient das Kolloquium dazu festzustellen, wie viel von der Arbeit eine eigenständige Leistung ist und das dann entsprechend zu bewerten (oder abzuwerten). So machen wir das zumindest momentan bei Bachelorarbeiten.

@bordfunk

Naja, der vorliegende Fall mit 6 fragwürdigen von 7 Quellen ist aus meiner Sicht schon sehr eindeutig durchgefallen.

Ich habe aber auch gerade einen Fall, wo nur eine Quelle von 21 Referenzen etwas "fishy" ist (Titel nicht korrekt, Journal falsch und erfunden, Jahr stimmt nicht).
Was macht man dann? Trotzdem durchfallen lassen? Bis zur Bestehensgrenze abwerten? Den Titel einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu erfinden ist aber trotzdem kein Versehen und kein Kavaliersdelikt.

@bordfunk

Hier ist das besprochene Beispiel einer halluzinierten Literaturquelle:

[5] B. Taylor, P. Eastwood, and B. L. Jones, “Low-cost embedded systems for control and automation education,” European Journal of Control and Automation Education, 2015. [Online]. Available: https://www.scilab.org/https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1474667015341021

korrekter Link: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1474667015341021

Titel falsch, Jahr falsch, Zeitschritenname falsch und erfunden

Ein Fall zum Durchfallen oder ein Beispiel zum Bestehen?