Danke, liebe OsnabrückHalle, und danke, liebe @Lagerhalle_Osnabrueck (<-- bitte folgen)!

Gleich geht's weiter mit Bielefeld!

@sarahbosetti

...so let us grill the democracy killers...

@Lagerhalle_Osnabrueck

@sarahbosetti @Lagerhalle_Osnabrueck

Danke für das tolle Buch das ich gerade jeden Abend lese.

@sarahbosetti
Danke für den unterhaltsamen, ernsten und wirklich guten Auftritt in #osnabrück

@sarahbosetti @Lagerhalle_Osnabrueck

"Make America great again" kommt doch von Trump oder?

Allein deshalb würde ich es niemals abgewandelt verwenden, er schwingt da immer mit. Kann sich brüsten, man hätte seinen Slogan geklaut usw

Selber eigene Slogan pushen finde ich viel besser.

"Remigriert euch ins Knie!" fand ich klasse. Oder: "Ich bin so wütend, ich hab sogar ein Schild!"

@finally @sarahbosetti @Lagerhalle_Osnabrueck
Ich nutze Back to Democracy, was natürlich bedeutet, dass gelost werden muss, denn wie Aristoteles, Montesquieu, Rousseau und viele andere schon sagten, ist das Los demokratisch und die Wahl aristokratisch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlaristokratie
Wahlaristokratie – Wikipedia

@AC2N @finally @sarahbosetti Interessant, den Begriff "Wahl-Aristokratie" kannte ich gar nicht.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob es aktuell hilfreich ist zu sagen "ihr ward ja eh nie eine richtige Demokratie".
@aragon_42 @finally @sarahbosetti
Müsste es nicht "wir" sein?
https://link.springer.com/article/10.1007/s41358-017-0097-9
Deine Frage hängt sicherlich damit zusammen, wo man Problem und Ursache sieht und für wie gravierend man das Problem hält.
Gut, die AfD ist sicherlich mehr als unangenehm. Aber selbst wenn sich ihr Einfluss zurückdrängen ließe, wären damit die Schwächen unserer Wahldemokratie beseitigt? Und warum ist es überhaupt so gekommen mit der AfD?
„Dem Deutschen Volke“? Die ungleiche Responsivität des Bundestags - Zeitschrift für Politikwissenschaft

Democratic systems face a steady tension between formal political equality and actual inequalities of their citizens. If disadvantaged groups cannot hope that their interests will have an equal chance to prevail against those of more privileged groups in society, a key principle of democracy is violated. New studies on political responsiveness analyze whether or not decisions confirm to the citizens’ will and if so, whose preferences prevails. A number of studies focusing on the United States have found a pattern of selective responsiveness, in which the interests of the poor and median income groups are mostly ignored. In this article, we ask whether similar patterns are discernible in Germany. We analyze an original dataset of 252 detailed survey questions posed between 1998 and 2013. The questions deal with specific political decisions debated at the time and cover a broad range of politically relevant topics. Our results show a notable association between political decisions and the opinions of the rich, but none or even a negative association for the poor. Representational inequality in Germany thus resembles the findings for the US case, despite its very different institutional setting. Against this background, we conclude by discussing potential mechanisms of unequal responsiveness.

SpringerLink

@AC2N Wenn ich die beiden Texte, welche Du verlinkt hast, richtig verstehe (nur quergelesen), dann vertrittst Du die Auffassung das:
- untere Einkommensschichten in unserem System zu wenig an der Entscheidungsfindung beteiligt sind.
- und deshalb eine Partei welche behauptet diese Gruppen zu berücksichtigen so viel Zuspruch erfährt.

Korrekt?

@aragon_42 Das hast Du jetzt gesagt. 😉
Jein, doch, fast.
Was uns hilft ist Präsenz, direktes Gespräch, Annehmen des Gegenüber.
Was wir haben ist Repräsentanz (mit offensichtlichen Schwächen) und Parteien (Lagerbildung).
@aragon_42 Die Frage ob Präsenz oder Repräsentanz lässt sich bis zu Platon zurückverfolgen. Ungefähr bei Minute 11:40 sagt Scobel das in diesem (jüngsten) Gespräch und sagt explizit, dass die Antwort von Plato "sofort was antidemokratisches" hat.
https://youtu.be/cvZW3TD2jNE?si=WXymQ5sDn88kuVJx
Warum Tech-Eliten so denken und was das für dich bedeutet – scobel im Gespräch: Anna-Verena Nosthoff

YouTube
@aragon_42 Die Lösung unserer Probleme finden wir offenbar nicht durch die Wahl "guter" Führungspersonen, egal, ob sie Maja Göpel, Florence Gaub oder @sarahbosetti heißen.
Warum muss Collien Fernandez das Thema Gewalt gegen Frauen ansprechen, wo so viele andere Frauen genauso oder sogar schlimmere Erfahrungen machen mussten?
Weil dieses Thema in unserem politischen System nicht angemessen adressiert werden kann.

@AC2N Stattdessen wählen wir die Eloquenten, Reichen, Schönen, Machtgierigen. Oder kurz, die welche den Job wirklich haben wollen.

Würde ein Losverfahren mit freiwilliger Teilnahme wirklich dazu führen daß überwiegend andere ausgelost werden?

@aragon_42 Bürgerräte funktionieren, oder nicht?
@aragon_42 Und man kann Anreize zur Teilnahme setzen.

@AC2N Das sind jetzt viele Ebenen und ich würde gerne nochmal auf Wahl- vs. Los-System zurückkommen.

Ich erkenne an, das ein Los-System verhindern würde das einige Gesellschaftliche Gruppen unterrepräsentiert sind, jedenfalls sofern alle (volljährigen?) Mitglieder aller Gruppen gleicher Art teilnehmen müssen.

Folgende Bedenken habe ich jedoch:
- Jede Gruppe könnte schon jetzt Personen aus Ihren Reihen Wählen, mit dem Umweg über eine Partei. Ein erheblicher Prozentsatz tut das aber nicht.

@aragon_42 Das ist richtig. Nur gibt es in der Gesellschaft mehr Differenzierung und Untergruppen, als in Parlamenten.
Das liegt an zwei Filtermechanismen:
A) Um in der Politik bis auf Landes- oder sogar Bundesebene zu kommen musst Du viel Zeit und Geld da reinstecken. Wie sieht das für Schichtarbeitende oder sogar Obdachlose aus?
B) Innerhalb der Parteien wird auf Delegiertenparteitagen festgelegt, wer auf die Wahllisten kommt.
Letzten Endes bleiben die Profis dadurch unter sich.
@AC2N Bei Präsenz vs. Repräsentanz stimme ich Dir zu
Ich glaube jedoch das es nicht reicht wenn diese Begegnung in einem Parlament stattfindet. Eher im Sportverein oder Jogakurs.