Frage an die deutschsprachige, neurodivergente, queere Community:

Eine liebe Freundin von mir möchte sich gerne einen Mastodon Account zu legen und ich würde ihr gerne eine passende Instanz empfehlen. Sie ist selbst neurodivergent, trans, queer und Millenial.

Sie ist sehr vulnerabel, sensibel und erkundet gerade ihr ADHS. Eine kleine, kuschelige, deutschsprachige Community wäre besser als eine große "nur die Harten komm in Garten" Instanz, wo man für ein falsches Wort geteert, gefedert und geblockt wird.

Welche Instanz soll ich ihr empfehlen?

Gerne boosten, damit die richtigen Menschen das hier lesen. Danke. 💜

#ADHS #trans #queer #neurodivergent

@KaCi auf Mastodon.social gibts relativ viele arschlöcher, heißt es. Könnte aber auch ein guter Grund sein, sich als als nichtarschloch genau da anzusiedeln, um verhältnisse zu ändern. 😸 ansonsten völlig egal. Der Anspruch, Dass meine Instanz zu meiner Lieblingsfarbe passen muss, scheint relativ neu zu sein und mir ist nicht ganz klar, was das bringen Soll. Ist doch nur ne Scheiß serveradresse. (?!) 🤷‍♂️
@danimo
Du hast den Post nicht gelesen, oder?
@KaCi
@Chaotica @KaCi doch durchaus. Ich stelle generell
Das Konzept „passende Instanz“ infrage. Kommt mir vor, wie „passende Postleitzahl“ bissi schräg und nur bedingt im Einklang mit der Realität, wie ich sie in diesem Kontext wahrnehme.

@danimo
Einer Person, die als vulnerabel beschrieben wird und gerade erst an Anfang zu empfehlen, sich auf einer großen Instanz nieder zu lassen um „dort die Verhältnisse zu ändern“ finde ich extrem unpassend.

Das sollen doch bitte stabile Leute tun, die schon ein bisschen Erfahrung haben.
@KaCi

@Chaotica @KaCi dir ist aber schon klar, dass die leute, denen du hier begegnest, nichts mit deiner Instanz, sondern mit deiner Filterblase zu tun haben, oder? Mit den Leuten, denen du folgst und die dir folgen und deren filterblasen. Daraus ergeben sich positive oder nicht so positive Kontakte. Nicht durch deine Instanz.
@danimo
Das stimmt so pauschal einfach nicht. Natürlich bin ich ab einem bestimmten Punkt selbst für meine Timeline verantwortlich. Aber gerade für nicht technikaffine, neurodivergente Anfänger kann Mastodon überwältigend wirken und da ist die Option sich erstmal nur die Posts von der eigenen Instanz an zu schauen hilfreich. Selbst nach mehreren Jahren Erfahrung, Listen und gefolgten Hashtags ziehe ich es an einigen Tagen vor primär die Posts meiner Instanz zu lesen. Gibt mir angenehme WG-Küchen Vibes.
@Chaotica
@KaCi @Chaotica fast - du wählst deine Quellen aus. Das machst du. Ganz alleine. Nicht deine Instanz. Deine Instanz bestimmt nicht, was du siehst und wen. Deine Instanz hat nichts damit zu tun, es sei denn, du wählst sie dafür aus.
Somit ist deine Instanz erstmal völlig wumpe in dieser Sache.
@danimo
"..., es sei denn, du wählst sie dafür aus."
Und genau das werde ich meiner Freundin für den Anfang vorschlagen.
@Chaotica
@KaCi @Chaotica ok, aber warum? Die Entscheidung, sich nur bestimmte Instanzen anzusehen, ist ja nicht daran gebunden, sich dort auch anzumelden. Damit stellst du Abhängigkeiten dar, die de facto nicht vorhanden sind.
@danimo
Was soll denn diese Diskussion hier überhaupt? Es geht um anfängerfreundliche Usability und nicht um die unendlichen Möglichkeiten des Fediverse. Und wenn ich im Browser auf das Icon für meinen Server klicke, ist das eine sehr einfache Möglichkeit genau davon nicht überfordert zu werden. Da kann man dann entspannt anfangen. Dann folgt man Leuten, deren Posts dort besonders gefallen bzw. die ein angenehmes Profil haben und bestimmten Hashtags und erstellt so die eigene Timeline.
@Chaotica
@KaCi @Chaotica die Diskussion sollte die Relevanz der eigenen Domain für die Art der Begegnungen, denen eins als beginner ausgesetzt ist, bewerten. Und das Haben wir getan: die eigene Domain ist dafür gleichgültig, es sei denn, du wählst sie aktiv als hauptcontentquelle. Finde, das ist eine solide Erkenntnis in dem Kontext.
@danimo das ist nicht korrekt. admins/mods einer instanz moderieren und blocken fediverse user*innen oder ganze instanzen. das ist also auch ein sicherheitsthema.
@jessor ok, guter Punkt.
@danimo @jessor Genau. Es lohnt sich für vulnerable Menschen zu gucken, wie die Blockliste des Servers aussieht.
@KaCi @danimo @Chaotica Das ganze Fediverse mit seinen gerade einmal gut eine Million Accounts ist doch schon eine lauschige, affirmative Nische im Netz. Will man da wirklich noch einmal aufsplitten und einen 20-User-Server (vulgo Instanz) finden, weil eben diese 20 User genauso fühlen, denken, wählen, sich die Haare genauso färben und denselben Nasenring haben wie man selbst?

@111

Ja, will man. Und zwar schon allein deshalb, weil die „Zersplitterung“ auf viele kleine Instanzen unser bester Schutz ist.

Und weil es für manche Menschen echt wichtig ist, wenigsten hier mal ähnliche Menschen zu treffen!
@KaCi @danimo

@Chaotica @KaCi @danimo Schutz ist das keiner, im Gegenteil: Man macht sich vom Eigentümer des Servers komplett abhängig und ist ihm ausgeliefert – Ob er nur deinen Account abschießen will oder gleich den ganzen Server zumacht, weil er keine Lust mehr hat.
@111
Du hast die Dezentralität des Fediverse grundsätzlich nicht verstanden. 🤷‍♀️
@KaCi @danimo
@Chaotica @KaCi @danimo Das mit dem »over and out« scheint nicht so recht funktioniert zu haben.
@Chaotica @KaCi @danimo Und wenn man an andere den Anspruch stellt, dass sie einem gegenüber viel, viel Toleranz entgegenbringen sollen, dann sollte man doch selbst auch so viel Toleranz mitbringen, dass man es unter ganz normalen Menschen aushält. Oder will man sich wirklich selbst eine geschlossene Anstalt suchen?

@111
Ich habe wenig Bedürfnis, mich in meiner Freizeit unter ganz normalen Menschen aufzuhalten.
Reicht mir völlig, dass ich im Alltag damit zurecht kommen muss.

Und meinen eigene Rat oben befolgend, werde ich das hier auch nicht weiter vertiefen.
Over&out
@KaCi @danimo

@111 Ja. Wenn Leute die ich schätze mal wieder von irgendeinem Troll angegangen werden, dann seh ich nur deren Antworten, nicht das Getrolle, weil die üblichen Verdächtigen von meiner Instanz stummgeschaltet sind. Das hilft mir sehr, denn meine Zeit ist mir zu wertvoll, sie an Arschlöcher zu verschenken.
@zombiecide Bei einer Diskussion nur die Argumente einer einzigen Seite verfolgen zu können, erscheint mir nicht sonderlich erhellend. Aber vermutlich bin ich einfach verwurzelt genug in einer meinungsbildenden Peergroup, um so etwas wirklich zu goutieren. Meines Erachtens tragen Arschlöcher, also Mitmenschen, die eine andere Herangehensweise haben oder andere Meinung vertreten als ich selbst zur gleichen Zeit, durchaus zum Erkenntnisgewinn bei.
@zombiecide Auf Gatekeeper, die mir nach eigenem Gutdünken bestimmte Inhalte vom Leib halten, verzichte ich daher lieber.