Hat hier jemand schon mal eine stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell gemacht und mag mir kurz berichten, wie der Prozess dabei war?
Also insbesondere die Abstimmung zwischen Arzty und Arbeitgeby. Wie detailliert wurde festgelegt, was gemacht werden soll?
Oder war das nur „Arbeiten Sie mal 2 Wochen 2h, dann 4h, dann 6h“?

Was ich dazu lese differiert gerade erheblich von dem was ich erlebe.

Randnotiz: bin das Arbeitgeby in diesem Fall
#followerpower #arbeitsrecht

P.S.: Zu Ungunsten des Arbeitnehmys

@Chaotica

@admin ist das das was bei dir damals auch war?

@AlphaCordi @Chaotica Bei mir war es vor allem (eigentlich ausschließlich) eine Abstimmung zwischen mir als Arbeitnehmy und dem Arzt. Wir haben gemeinsam einen Plan entwickelt, der dann dem AG vorgelegt wurde. Nach dessen Zustimmung habe ich "einfach" entsprechend weniger gearbeitet. Das eigentliche Aufgabengebiet hat sich dabei nicht geändert. Ich arbeite aber auch nicht nach Schichtplan o. ä. Meine Aufgaben haben dann einfach mehr Bruttozeit in Anspruch genommen

@admin
Danke!
Und wie oft wurde das dann kontrolliert/angepasst?

Bei uns geht es um einen Job, der auch körperlich anstrengend ist und mMn durchaus das Potential hat, weiteren Schaden anzurichten.
@AlphaCordi

@Chaotica @AlphaCordi ich bin damals nach bereits 6 Wochen ambitioniert wieder auf Vollzeit gegangen. Nach 2 Wochen war ich wieder beim Arzt und habe von vorne begonnen. Dieses Mal dann über 3 Monate gestaffelt... damit "passte" es dann auch für mich
@Chaotica @AlphaCordi die Häufigkeit der Abstimmung liegt in erster Linie in der Verantwortung von Patient und Arzt... zumindest war das in meinem Fall so
@Chaotica Es gibt keine fest vorgeschriebenen Kontrollen/Anpassungen. Wenn Arzty die AU verlängert, kann/sollte A darauf achten. Hängt von der Person ab. Arbeitnehmy kann jederzeit Bescheid geben, wenn es eine Verschlechterung gibt. Ist eigene Verantwortung. Ansonsten ist es an dir zu gucken und zu fragen. Wenn du den Eindruck hast, dass es Arbeitnehmy nicht gut geht, kannst du AN wieder zum Arzty schicken.
@admin @AlphaCordi
@Phoibi
Arbeitgeby kann zum Arzt schicken? Das wäre ja schon mal gut/hilfreich.
@admin @AlphaCordi
@Chaotica Nicht zwingen. Wenn du den Eindruck hast, dass läuft hier gar nicht gut und ihr miteinander reden könnt, kannst du mit Arbeitnehmy besprechen, dass es dir lieber ist AN geht wieder zu Arzty und lässt das abchecken. So meinte ich das. Du darfst AN ja auch sagen, dass du denkst, es ist zu viel oder zu früh. @admin @AlphaCordi
@Phoibi
Es läuft halt drauf raus, dass man medizinisches Personal braucht, das gewillt ist, halbwegs ordentlich mitzuarbeiten.
@admin @AlphaCordi

@Chaotica Ja, wenn du Betreuung willst. Es läuft vermutlich häufiger so, dass Arbeitnemy diktiert, was im Formular steht. Mit Unterschrift und Stempel ist das dann gültig. Ich kenne es aus dem psychischen Bereich. Wenn AN das gut einschätzen kann, ist das unproblematisch. Kenne Fälle, wo AN zu schnell zu viel wollten. Da hat das Personal dann gebremst.

Arzty ist es im euren Fall möglicherweise zu viel Arbeit und/oder kann das selbst nicht gut einschätzen, weil keinen Ahnung vom Arbeitsplatz?

@Phoibi
Schätze zu viel Arbeit.

Arbeitsplatz ist recht gut anschaulich zu beschreiben. Das sollte er hinbekommen, bei ausreichendem Interesse.

Und ja, zu schnell zu viel wollen ist hier vermutlich auch ein Thema. Bis ich überhaupt von diesem Verfahren überzeugen konnte, hat Wochen gedauert.

@Chaotica Mir ist noch eingefallen, dass es unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist Leistungen vom Integrationsamt zu bekommen, z.B. um den Arbeitsplatz anzupassen. Ich kam drauf, weil du schriebst, dass die Arbeit körperlich anstrengend ist.
@Phoibi
Da haben wir schon oft drüber nachgedacht. Aber wenn wir die Arbeit nicht komplett industrialisieren und "robotisieren" möchten, ist das leider echt schwierig.
@Chaotica Ah! Ich hatte gehofft, das es Hilfsmittel geben könnte. Wobei Exoskelette wahrscheinlich nicht dabei wären.