Ich halte Klöckners Holocaust-Rede für das gefährlichste und perfideste, was ich seit langem von einer Staatsvertreterin gehört habe. Sie übernimmt eine bekannte rechtsextreme Argumentation zur Täter-Opfer-Umkehr, wenn sie behauptet, die Rechte des Einzelnen seien gefährdet, wenn Minderheitengruppen Anerkennung und Schutz verlangen. Nach dieser Logik wären Juden verfolgt worden, weil sie sich als Juden identifiziert hätten, nicht weil der Staat sie als Gruppe ausgegrenzt und verfolgt hat.
@jensscholz ich denke man sollte die Einschätzung Klöckners als rechts nicht ausgerechnet an dieser Rede festmachen
@Tabby_Schaf Ich hab nicht über sie gesprochen, sondern über eine Argumentation, die sie vor ein paar Wochen in der Gesellschaft untergebracht hat und deren praktische Umsetzung wir in diesem Moment erleben. Es geht darum, zu erklären, dass die Streichung der Gelder für Menschenrechts-NGOs nicht aus heiterem Himmel oder "willkürlich" passiert ist.
Frau Klöckner ist mir völlig egal, Personal kommt und geht.
@jensscholz dann hab ich da was kapiert oder ich kapiers immer noch nicht: also kriminell, was die mit den NGOs vorhaben, Ich zweifle auch nicht daran, dass Klöckner dss unzerstützt. Ich zweifle sehr wohl daran, dass sie von der Holocaust Rede einen einzigen Satz selber geschrieben hat. Ich kann aber nicht finden,t dass sie den Verfolgten aufgrund ihrer Gruppenbildung Schuld zuweist. Im Kontext der Rede heißt das eher umgekehrt, wir sollen nicht plakatieren, die Juden, die Ausländer (!)..
@Tabby_Schaf Es geht konkret hierum. Da spricht sie nicht über Gruppenzuweisungen von anderen, sondern um die Selbstidendifizierung: https://mastodon.social/@jensscholz/116290338373400180