Auch ich komme leider nicht ganz ohne Google Play Services aus. Das Schöne an GrapheneOS: Apps, die Play Services zwingend brauchen, landen bei mir im vertraulichen Profil. Dort bekommen die Play Services – abgesehen für App-Updates – keinen Netzwerkzugriff. So lässt sich der Play-Services-Zwang zumindest ein Stück weit einhegen.

#GrapheneOS #Android #Datenschutz

/kuk

@kuketzblog Dennoch hängt auch das entgoooglelte GrapheneOS an Googlels Tropf, weil es das AOSP von Google benutzt.
Android an sich kommt auch von Google. Klar, beides Open Source, aber gemaintained von Google.
Solange das so ist, und es keinen wirklichen freien Fork (vielleicht auf EU-ebene irgendwie?) gibt, würde ich langfristig nicht auf Android setzen.
Mag sein, daß ich das zu düster sehe, aber das, was ich beobachte ist, daß Google die Zügel straffer zieht, was Android angeht.
Ich gehöre allerdings auch zu den "Dinosauriern", die noch Chip-TAN benutzen, monatlich fürs Konto bei der Sparkasse bezahlen, um kein Homebanking machen zu MÜSSEN, ich habe eine Kreditkarte von https://gebuhrenfrei.com/ , die keine App (schon optional) benötigt, der Rest geht per Email, die ich aber höchst selten benutze.
Der Rest geht über meine Nextclouds, XMPP-Server (inkl. Transporte), etc. pp.
Mein Smartphone läuft mit #sailfishos .
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@HoSnoopy Ich frag mich, welche Alternative du zu Android hast. Ich sehe derzeit nichts.
@MrGR Ich benutze SailfishOS. Für mich reichts. ;-)
@HoSnoopy OK laüft auch der DB Navigator, die Banking App etc darauf? Oder brauchst du das alles nicht?
@MrGR Ich benutze es nicht. Keine komische Bahn-App mit illegalem Horch&Guck (da klagt Mike Kuketz ja gerade...) und ich bin bei der Sparkasse, dort mache ich kein Homebanking. Alles am Sparkassenterminal.

@HoSnoopy @MrGR Die Zeit für jede Bankoperation das Terminal zu besuchen möchte ich mal haben. Kann ich erinnern, mein Vater, Lehrer am Gymnasium, später Rentner, lief jeden Tag zur Volksbank Kontoauszüge angucken. Immerhin hielt ihn das lange fit ...

Immerhin den DB-Navigator habe ich entsorgt, Fahrkarten speichere ich im PDF Wallet (das vergrößert den QR-Code schön raus so dass er leicht scanbar wird), hat den positiven Nebeneffekt dass die Bahncard ein ganzes Jahr lang gültig bleibt und nicht wie im Navigator alle paar Wochen "aktualisiert" werden muss ... und Fahrplanauskunft halt mit mobilem Navigator. Nur Verspätungsmeldungen krieg ich dann halt nicht mehr ganz so einfach.

Letztlich ist jeder Move zu mehr Datenschutz leider mit einer massiven Komforteinbuße verknüpft. Letztlich empfinde ich sogar das hier beschriebene Umschalten zwischen verschiedenen Profilen in Graphene als Komforteinbusse. Graphene sollte lernen welche Apps in welches Profil gehören und automatisch umschalten, finde ich.

@tobifant @MrGR Ja das ist schon so.
So viel Zeit kostet es unterm Strich garnicht. Ich fahre meist nicht extra, so im Schnitt vielleicht 1x die Woche, wenn ich sowieso auf dem Weg zum Bäcker bin und das nebenbei so mache. Ich fülle sogar noch ab und an richtige Überweisungszettel aus und werfe sie ein! :>
Jaja, da gibts auch noch!
Bahntechnisch habe ich ein Deutschlandjobticket vom RMV, also so ne RFID-Karte, ohne App. Davor hatte ich ein Abo bei der Harzer Schmalspurbahn, da hatte ich einfach ein PDF gemailt bekommen.
@HoSnoopy OK. Alles klar. Dann reden wir aneinander vorbei.
Man kann ja auch auf alles verzichten. Dann horcht garantiert niemand mit.
@MrGR Naja mit dem Klimbim wird man ja gerade zu "Horch&Guck" gelockt. Letztlich.
Wer auf Datenschutz steht, muß da Abstriche machen, so sehe ich das halt. Und zwischen dem "Dinosaurierdasein" wie ich es tue und dem Smartphone von der Stange mit 200Apps gibts ja etliche Graustufen.
Ich denke halt, daß Android als quelloffenes OS sterben wird, wenn es keiner "übernimmt", also forkt.
@HoSnoopy Naja, aber das Internet nutzt du schon, nicht war? (Homebanking, Email, SailfishOS) Android Open Source Projekt ist übrigens genauso wenig oder viel quelloffen wie Linux oder Sailfish OS, was ja auf Linux basiert, und scheint genauso wenig zu sterben, wie Linux. GrapheneOS und andere Custom-Roms basieren auf AOSP. Ich bin gespannt, wie sich Linux Phones entwickeln, aber derzeit sind sie für mich noch keine Alternative zu Android Custom-ROMs.
@HoSnoopy GrapheneOS ohne Google Play Service trackt übrigens gar nicht, da keine Google Schnittstellen angesteuert werden. Und in FDroid gibt es schon sehr viele gute Apps, mit denen man schon vieles machen kann. Es fehlen eben nur ein paar Anwendungen, die derzeit nur mit Google Play Services oder Google Play Integrity funktionieren.
@MrGR ich kenne das, der Rest meiner Familie hat GrapheneOS, LineageOS, meistens aber IodeOS.
Für einen Einsteiger würde ich das auch empfehlen. Keine Frage ;)
Ich für mich selbst benutze es eben nicht.
@MrGR Mir ist schon klar, daß SailfishOS (SFOS) auch nicht so quelloffen ist. Aber es kommt aus Europa. Abhängig macht man sich irgendwo immer. Nur von wem?
Ich habe Signal, Telegram, XMPP, Matrix und Email mit nativen SFOS-Apps abgedeckt. Zugegeben, der (einzige) Browser ist kacke, wird aber stetig verbessert.
@HoSnoopy bei Open Source Programmen spielt keine Rolle, woher sie stammen. Die meisten Linux Distros werden in den USA entwickelt. Signal und Telegram sowie alle notwendigen Apps wie Kalender, Mail, Navigation Musikplayer, Video etc laufen bei mir auch mit Apps ohne Google Play aus dem Fdroid Store.
@MrGR Wie gesagt, ich kenne f-droid und installiere das ganze auch beim Rest der Familie.
Der Unterschied bei Linux Distros ist, daß da eben weniger Großkonzerne dahinterstecken. Ja, gut, kommt drauf an. Ich benutze Debian ;)....
@HoSnoopy Ubuntu, was ich auf dem Notebook nutze, wird zum Beispiel von Canonical LTD entwickelt. Im Prinzip ist nichts gegen eine kommerzielle Weiterentwicklung einzuwenden, solange die Software quelloffen bleibt und die Prinzipien des Datenschutzes einhält. Gerade dadurch kann die Weiterentwicklung auch vorangetrieben werden, denn dafür braucht es auch Kapital.
@MrGR Naja, es wird da aber auch aus meiner Sicht viel komisches ausprobiert bzw. gemacht. Aber darüber läßt sich trefflich streiten.
Ubuntu basiert(te?) auf Debian. Da nehme ich lieber das Original, was für viele halt langweilig ist. Ich selbst mag halt langweilig. ;-)
Ich benutze Debian seit 26 Jahren.
@HoSnoopy das ist ja das schöne an freier Software, besonder bei den Linux Distros. Wobei Ubuntu ja eher zu den nicht modernen Distros zählt. Aber das ist ja Geschmackssache. Ich hatte zuerst Mint, derzeit hab ich Ubuntu. Mir ist das relativ egal, hauptsache, mein Rechner macht, was ich brauche. Ich benutze aber mein Notebook kaum noch, mache alles mit meinem IPad oder meinen Handys.