Klingbeil will die SPD endgültig beerdigen. Es ist sehr selten, dass zwei Ehepartner genau gleich verdienen. Bei wirklich gut verdienenden spielt das Ehegattensplitting keine große Rolle. Alle anderen werden schnell merken, dass sie ohne Ehegattensplitting mehr Steuern zahlen. Bitter wird es, wenn ein Partner arbeitslos ist.

Die CxU wird sich vielleicht gar nicht so lange zieren. Die CxU muss das nur der SPD in die Schuhe schieben.

https://www.tagesspiegel.de/politik/fehlanreiz-beseitigen-klingbeil-plant-abschaffung-des-ehegattensplittings-und-fordert-mehrarbeit-15397850.html

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„Fehlanreiz beseitigen“: Klingbeil plant Abschaffung des Ehegattensplittings und fordert Mehrarbeit

Mit Kanzler Merz will er in den nächsten Wochen weitreichende Reformen aushandeln. Jetzt skizziert der Vizekanzler seine Agenda für Deutschland. 

Der Tagesspiegel

@byggvir
Was ist denn genau dein sachliches Argument?
Tatsächlich gibt es die Kombination Sehrgutverdienermann + Minijobehefrau häufig, die kritisiert wird und durch das Splitting sehr begünstigt wird.
Wenn ein Ehepartner sehr gut verdient und der andere nur gut, spielt das Splitting natürlich eine Rolle.

Es kommt halt sehr darauf an, was die Neuerung sein wird. Das könnte ja auch ein Haushalts- oder Familiensplitting sein, wo Kinder gerechter berücksichtigt werden als bisher.

@finanzdelphin

Wenn man kein Ehegattensplitting will, kann Familiensplitting nicht die Antwort sein. BTW: Bei wem zählen die Kinder dann steuerlich? Beim geringer oder besser verdienenden?

Es gibt Berufe, bei denen es nicht passt, dass beide arbeiten. Ich war Soldat. Ich war manches Jahr 200 oder 300 Tage nicht Zuhause. Da war es mit zwei Kindern schlecht, dass meine Frau auch noch arbeitet. Ohne Ehegattensplitting hätte das einige Tausend Euro mehr Steuern im Jahr bedeutet.

@byggvir
Wie gesagt: es kommt auf die neuen Regelungen an.

Dass Kinder von Sehrgutverdienenden über Steuerfreibeträge mehr subventioniert werden als Kinder anderer Einkommensklassen habe ich zum Beispiel nie nachvollziehen können.

Vielleicht wäre es mit Familiensplitting nicht schlechter gewesen. Kann man nicht wissen ohne konkrete neue Regelung.
Irgendjemand gewinnt und verliert immer bei veränderten Gesetzeslagen.

@finanzdelphin

Sobald beide im Spitzensteuersatz sind, ist Splitting egal.

@byggvir
Dass beide Ehegatten ein zu versteuerndes Einkommen von EUR 70.000,00 haben (also nach Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen, Kinderfreibeträgen...) kommt nur selten vor.

GaLieGrü aus der Steuerberatung

@finanzdelphin

Was ist selten?

In der Medizin ist es bei Nebenwirkungen 1 bis 10 von 10.000.

Steuerfreibeträge rechnen immer von oben ab. Deshalb bekommt jemand mit Spitzensteuersatz 42 % bei Kosten für den Arbeitsweg von 1000 € auch 420 € zurück und jemand mit dem Eingangssteuersatz von 15 % nur 150 €. Wer schon unterm Freibetrag liegt, bekommt gar nichts.

Das wäre mal eine Stellschraube, aber die wäre ja zum Nachteil von Herrn Klingbeil.