Ich bin ja wirklich schon sehr lange in Deutschland und falle im Alltag kaum auf, aber wenn meine Kollegen gegen Streiks wettern merke ich eindeutig, dass ich Französin bin.
Ich finde die Gewerkschaften, gerade im Öffentlichen Dienst, noch viel zu zahm.

@deuxcvsix 1992 gab es einen zwölftägigen Streik im öffentlichen Dienst. Der war nervig, aber das Schlichtungsangebot wurde angenommen obwohl über 50% der Gewerkschaftsmitglieder dagegen gestimmt haben.

Deutsche Gewerkschaften sind zahnlos, Deutsche unsolidarisch. Ein Tag Streik im Flugbetrieb und alle schimpfen „Bild“-getrieben wegen des verschobenen „wohlverdienten Urlaubs“ und nicht wegen der wohlverdienten Gehaltserhöhungen. Man ist ja keine Pilotin, kein Flugbegleiter.

@deuxcvsix Wir streiken auch falsch. In Japan fährt der Bus, aber der der Busfahrer nimmt kein Geld an. So geht das.
@honze_net niedlich. Das ist genau das was ich meine. Sowas finden Deutsche Akzeptabel, bringt aber herzlich wenig weil hier 80% der täglichen Nutzer Monatskarten haben.
@honze_net @deuxcvsix Das hilft nur in Städten wie München nichts, da dort die Tickets vom Automaten kommen oder man eh ein Abo hat... Und streikende Ticketkontrolleure würden auch nichts bringen, wenn man eh nur alle paar Monate mal in eine solche Kontrolle gerät... 🤔
@deuxcvsix Das Grundproblem ist doch, dass speziell im öffentlichen Dienst die, die da wettern, voll in ihrer Arbeitgeberrolle aufgehen. In Südostasien kommen die Rikschafahrer doch auch mit einer Schale Reis am Tag aus! Du bist AG, mach ein diskussionswürdiges Angebot, dann kommen wir ohne Warnstreiks aus.
@deuxcvsix Bin zwar kein Franzose, aber vom Elternhaus gewerkschaftlich geprägt. Und daher sehe ich das wie du.