Ich habe meinen einzigen ever Parteieintritt sehr bewusst vorbereitet und mir sehr dezidiert die Parteien angeschaut.

Bei der #Union hatte ich das Gefühl, ich verstehe, wie sie tickt und mir fehlen da krass viele Dinge, die mir wichtig sind und manches war für mich schlicht ein Ausschlussgrund.

Bei der SPD dachte ich damals: ich verstehe diese Partei einfach nicht; nicht wie sie tickt und nicht, was sie will.

Heute denke ich: die #SPD versteht sich selber nicht.

Wenn ich eine:n Sozialdemokrat:in frage: wofür kämpft deine Partei? Kommt oft „Soziale Gerechtigkeit“, was eine bedeutungsfreie Floskel ist.

Reflektierte Sozialdemoakt:innen sagen: ~„ein gutes Leben für die viele“, was schon konkreter ist. Auf die Frage: wer sind denn dann „die wenigen“? kommt meist nichts. Auf die ähnliche Frage: wer gehört zu diesen Vielen, kommt selten konkretes.

Und auf die Frage: und, wie lief der Kampf in den letzten 25 Jahren so? Kommen interessante Gesichtsausdrücke.

Mir tun aktuell vor allem Jusos leid. Die verstehen leider viel mehr von der Welt als ihre Altvorderen.
@AwetTesfaiesus derweil wird ein Sozialist Bürgermeister von Paris. Ob daraus Strategien abgeleitet werden könnten?
@FlippoFlip @AwetTesfaiesus Tja, das ist die Frage, nech? Ich hab manchmal das Gefühl, dass viele Leute zu verbohrt sind und geradezu immunisiert gegen progressive Parteien, auch wenn die ganz offensichtlich sinnvolle Lösungen anbieten - gefühlt stand ja alles an Sinnvollem, was die aktuelle Koalition macht, im grünen Wahlprogramm (und wurde vor der Wahl von der Union abgelehnt).
Gleichzeitig frage ich mich, ob ich es mir damit zu leicht mache, die anderen einfach für doof zu erklären.
@Teskariel
Ich glaube, die Antwort ist gar nicht unbedingt im Programm zu finden, sondern vielmehr in der Kommunikation. CDU und SPD bauen ihre Kommunikation i.a. auf Reaktanz auf aktuell- und das könnte die SPD anders machen.
@AwetTesfaiesus
@FlippoFlip @Teskariel das könnte sogar die Union anders machen