„Küm̄̄el“ statt „Kümmel“, das habe ich noch nie gesehen.
War das mal gängige Praxis?
@koeberlin ja! der strich verdoppelt den konsonanten. mittelterliche abbreviatur.
@fritz_groegel @koeberlin Dieser Überstrich war besonders beliebt bei m und n, um die sonst verwirrend hohe Zahl der Bögen zu verringern. Wurde aber auch auf andere Buchstaben inkl. Versalien übertragen. Beispiele in den Kommentaren: https://www.flickr.com/photos/hardwig/6388399531/
Gräfinnen

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@koeberlin wie @fhardwig und @fritz_groegel schon schrieben.

Die Wikipedia hat das hier notiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberstrich#Verwendung

Was richtig fies war: In der Kurrent wurde oft gelehrt, den Überstrich auf das „u“ zu setzen, um es vom „n“ zu unterscheiden. Dann einen Haufen „n̅“ in Druckwerken zu haben, hat da sicher nicht geholfen.

Überstrich – Wikipedia

@codepoints @koeberlin @fritz_groegel Nicht zu vergessen die Umlaut-Pünktchen, die in Handschrift auch mal zu einem Strich verschliffen werden.

Oft kommt zum Glück der Kontext zu Hilfe. Auch waren in den wenigen mir bekannten Fällen, in denen beide Stricharten parallel vorkamen, jene auf dem u betont gebogen, die anderen akkurat horizontal.

Aber ja, es gibt Ausnahmen, wo nicht sofort klar ist, ob der Strich ein u oder ein doppeltes n markiert: https://www.flickr.com/photos/hardwig/6701629879/

Mandeln

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