Anlässlich der existenziellen Krise der SPD wird ihr geraten, doch stärker die Interessen der Lohnabhängigen zu vertreten. Da mag ja etwas dran sein, aber es erklärt eben nicht, warum die Linkspartei nicht im selben Maß zulegt wie die SPD an Stimmen verliert. Hinzu kommt: Viele sehen ihre Interessen als Arbeitende vertreten, wenn es gegen vermeintliche Drückeberger und Einwanderung in die Sozialsysteme geht, gegen Geflüchtete und Menschen, die sich nicht auf dem Altar des BIP opfern wollen oder können. Dieser Hetze muss man gleichermaßen etwas entgegenzusetzen.
Würde dem nicht so unbedingt zustimmen. Die SPD bietet kein in sich kein stimmiges Gesamtkonzept mehr, das sie argumentatorisch erklärt und bewirbt. Es sind mehr Versatzstücke, die sich stark an vermeintlichen und populistischen Wähler*innenmeinungen ausrichten und random zusammengestückelt wirkt. Dass die Wähler*innen woanders "glücklicher" sind, sehe ich noch nicht. (Ist mir auch erstmal etwas zu defätistisch.)