Die Überschneidungsmenge zwischen Typen die meinen, dass "ihre" Frauen vor bösen Ausländern beschützt werden müssen und denen die jetzt irgendwas mit Unschuldsvermutung schreiben ist nahe 100%.
@deuxcvsix Und die Konsequenz? Abschaffen der Unschuldsvermutung? Diese ist ein Fundament der rechtsstaatl. Ordnung und konstituierend für das Funktionieren der Justiz. Bitte darüber nachdenken, was das Aufgeben dieser Unschuldsvermutung bedeuten würde (Beweislastumkehr) - völlig unabhängig von diesem Fall für das gesamte Rechtswesen. (Deine Schnittmengenvermutung mag richtig sein, auch die implizit unterstellten Beweggründe; 1/2
@deuxcvsix aber nur weil jemand sich eines Argumentes für seine eigenen Zwecke bedient, sollte man den Rechtsstaat bzw. eine seiner Säulen in einer liberalen Gesellschaft nicht in Frage stellen. Das hätte nämlich Folgen, die vermutlich niemand wirklich wollen würde.) 2/2
@scheichsbeutel @deuxcvsix „unschuldsvermutung“ ist ein begriff aus dem rechtsstaat, kein moralischer. nur weil eine justiz jemand nicht verurteilen kann oder will, muss ich ihn nicht für unschuldig halten. es kann auch schuld an dingen geben, die nicht juristisch bearbeitet werden kann. bitte einmal über kategorienfehler nachdenken.
@lechimp es ist in erster Linie ein Begriff der immer dann verwendet wird wenn man Opfer nicht ernst nehmen möchte.
Da es in Deutschland zum aktuellen Fall keinen Straftatbestand gibt und auch keine Anzeige, ist es heisse Luft ihn un dem Fall zu nutzen. Es ist kein Verfahren daher ist es Makulatur und dient nur dazu hübsch zu verpacken, dass man dem Opfer nicht glaubt. @scheichsbeutel
@lechimp Zusatz: auch jemand dessen Vergehen verjährt ist wir freigesprochen , das hat nichts mit der Täterschaft zu tun. @scheichsbeutel
@deuxcvsix @lechimp @scheichsbeutel Meine beste Freundin saß mal als junge Juristen bei Gericht. Es ging um sexuellen Missbrauch am einem Kindergartenkind. Der Angeklagte wurde freigesprochen, obwohl Richter und Schöffen sagten, sie seien persönlich davon überzeugt, dass der Mann die Tat begangen habe. Die Beweise reichten jedoch nicht für eine rechtsstaatliche Verurteilung aus. Ein Gericht urteilt nicht, ob etwas geschehen ist. Es urteilt, ob die Beweise ausreichen.

@Giliell @deuxcvsix @lechimp Ganz genau. Das macht ein Gericht. Und? Was willst du ändern? Jemanden verurteilen, obwohl die Beweise nicht ausreichen?

Außerdem: Meine Frau arbeitete nach ihrem Jus-Studium am Gericht. Sie könnte dir eine zweistellige Zahl an Fällen nennen, wo Frauen ihre Männer des Missbrauchs beschuldigten, der ganz offenkundig dazu dienen sollte, diese Männer loszuwerden (wahrscheinlich manchmal zu Recht). Bei denen aber klar war, dass diese Vorwürfe erfunden waren 1/2

@Giliell @deuxcvsix @lechimp (was einige dann nach Rücksprache mit Verteidiger/in und Richter/in offen zugegeben haben. Das nur als Ergänzung zu "aber ich weiß von x, dass y ...). Und meine Frau ist die Allerletzte, die solche Männer in den Schutz nehmen würde. Diese "Fälle" erinnern mich auch immer an Diskussionen mit meinem Holzhändler über Ausländer: Sie sind offenbar nicht alles Arschlöcher, aber die, die er kennt, sind es. Alle. Und alle Geschichten, die er kennt, belegen das auch. 2/2
@deuxcvsix
es gibt eine Anzeige, es geht auch zusätzlich um andere Formen als digitale Gewalt.
Im Übrigen muss der Begriff nicht erst heiße Luft sein, damit das für ihn gilt, was du sagst. Danke für deinen toot, ich bin sofort drauf reingefallen, obwohl ich gleichzeitig ganz sicher war (und bin), dass alles Unschuldsvermuten der Welt nix an der Tat bzw dem Tatkomplex ändert.