Das Problem heißt nicht Internet, KI oder Deepfake. Das Problem heißt Männergewalt. Lest den ganzen Kommentar wie immer ohne Paywall unter taz.de/!6161419
@tazgetroete das ist mir wirklich zu einfach, gibt es dazu empirische Studien die belegen das ausschließlich meine Geschlechtsgenossen nur die Täter sind, vielleicht sind sie sogar auch Opfer?
Natürlich stellt KI eine ganz reale Bedrohung da in vielfältiger Hinsicht denn was ist wenn diese den Zustand der Superintelligenz erreichen wird, ist diese dann überhaupt noch beherrschbar oder gar kontrollierbar und zwar von Menschen und zwar zu jedweden Zeitpunkt!
@RudyF @tazgetroete Hmm ... es gibt wohl nur zu Kindesmißbrauch Zahlen vom BKA. Danach sind von den ermittelten Tätern & Tatverdächtigen 92 - 94% Männer. Bei den betroffenen Kindern (Opfern) sind über 72% Mädchen.

@die_Leo @RudyF @tazgetroete Es gibt noch viel mehr.

tl;dr Die Tatverdächtigen bei allen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt sind überwiegend männlich mit Quoten von 80 bis über 90%. Die Opfer sind überwiegend weiblich, mit gleichen Quoten. Angezeigt werden nur sehr wenige Fälle (1-2%, Dunkelfeld-Studien). Das ganze ist eine Jahrzehnte alte flächendeckende Epidemie.

Zum Einstieg:

(1) „Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“, bka.de/DE/AktuelleInformatione… Hier das PDF: bka.de/SharedDocs/Downloads/DE…

Für 2024:

  • 18.224 weibliche Opfer (+6,0 %)
  • 14.130 Tatverdächtige bei Fällen mit mindestens einem weiblichen Opfer (+11,3 %)

"Die Tatverdächtigen in der Fallgruppe Digitale Gewalt sind zu 79,5 % männlich. Höher ist der Männeranteil bei sexuellem Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ab 14 Jahren(95,9 %) sowie bei Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen (87,8 %), niedriger bei Nötigung, Bedrohung und Stalking (75,9 %)“

"Die Deliktsgruppe Nötigung, Bedrohung und Stalking weist die meisten weiblichen Opfer der Fallgruppe Digitale Gewalt aus. In den letzten fünf Jahren ist nicht nur die Anzahl der Opfer gestiegen (+127,3 %), auch der Anteil der Opfer der Deliktsgruppe an allen Opfern der Fallgruppe Digitale Gewalt wuchs von 68,8 % auf 74,3 %.“

"Die Anzahl der Opfer von Verletzungen des Intimbereichs durch Bildaufnahmen steigt seit ihrer Einführung im Jahr 2021 kontinuierlich an. Nach deutlichen Anstiegen in den Jahren 2022 (+ 65,6 %) und 2023 (+ 20,4 %) ist die Anzahl der Opfer in 2024 um 8,2 % geringer angestiegen. Im Vergleich zu 2021 ist ein Gesamtanstieg um 115,8 % zu konstatieren.“

"Unter den Opfern von digitaler Gewalt in partnerschaftlichen Beziehungen80 insgesamt sind 88,0 % weiblich. Dabei liegt der größte Anteil weiblicher Opfer mit 94,3 % bei der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen durch den (Ex-)Partner.“

(2) “Projekt LeSuBiA, Themenheft I: Ergebnisse der Dunkelfeldstudie Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA) I - Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften, bka.de/DE/UnsereAufgaben/Forsc… Hier das PDF bka.de/SharedDocs/Downloads/DE…

"Digitale Gewalt i.e.S. haben innerhalb ihres Lebens 9,9 % und in den letzten fünf Jahren 6,2 % der Bevölkerung erlebt. Bei digitaler Gewalt i.w.S. lag die 5-Jahresprävalenz bei 17,1 %. Während die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der digitalen Gewalt i.e.S. moderat ausfallen, weisen Frauen höhere Prävalenzen bei digitaler Gewalt i.w.S. auf. Jede fünfte Frau(20,0 %) und jeder siebte Mann (13,9 %) waren in den letzten fünf Jahren von digitaler Gewalt i.w.S. betroffen. Bei digitaler Gewalt i.e.S. zeigen sich erneut geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich Inzidenz und Schwere. Frauen erleben digitale Gewalt häufiger und bewerten diese als schwerer als Männer.“

"Angezeigt wird digitale Gewalt i.e.S. selten. Die Anzeigequote liegt unter Frauen bei 2,4 % und unter Männern bei 0,9 % (Details zu digitaler Gewalt in Kapitel 4.4).“

und vor allem (3) „Monitor Gewalt gegen Frauen – Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Erster Periodischer Bericht“, institut-fuer-menschenrechte.d… mit Kurz- und Langfassungen und Factsheets als PDF.

BKA - Lagebilder Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten