Ich möchte erinnern: In einem eher unelastischen Markt (#Gas/Öl) gilt: Wenn das Angebot um 20 % sinkt, steigen die Preise nicht etwa „nur ein bisschen“ (z.B. +20%), sondern so lange, bis sich der Markt räumt. Da Menschen kaum ausweichen können, passiert das vor allem durch "Nachfragevernichtung" – sprich: Preise steigen so weit, bis sich genug Leute den Verbrauch nicht mehr leisten (können). Bei 40% Verbrauch im Verkehr wären daher jetzt 3-5 Wochentage #Homeoffice eine gute Strategie.
@guy_bockamp
Jetzt bräuchten wir nur noch jemanden in der Regierung der dieses doch recht einfache Wirtschaftsverständnis auch hat. Oh wait.. 😕

@alchemist Gaaaanz so einfach fand ich es ja nicht (zumindest nicht intuitiv); ich weiß noch, wie ich damit im VWL-Studium gestrugglt habe (1. Semester?).

Die Intuition sagt dir: 20% weniger Angebot = 20% höherer Preis

@guy_bockamp @alchemist Zur besseren Einordnung. Durch die Straße von Hormus wird zwar 20% des Weltweiten Öl transportiert. Teile davon werden zumindest teilweise kompensiert (Irak liefert über Türkei; Saudi Arabien hat eine kleine Pipeline zum Roten Meer). Nach Deutschland wird sehr wenig Gas, Öl von den Golfstaaten importiert. Italien, Großbritannien, Belgien haben aber ein größeres Problem. Das meiste Öl Gas ist zudem in langfristigen Verträgen und wird nicht frei gehandelt.
tagesschau (@[email protected])

Hormus-Blockade trifft europäische Länder unterschiedlich stark Seit Ende Februar ist die Straße von Hormus durch Irans Militär de facto gesperrt. Das hat massive Auswirkungen auf den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport. Während Deutschland vergleichsweise glimpflich davon kommt, trifft es andere Länder härter. ➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/asien/hormus-blockade-laender-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de #Hormus #Iran #Blockade

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