#Linux hat ein RIESIGES Problem

Linux hat ein Problem. Und nein, es ist nicht die Technik. Es ist etwas, das gleichzeitig die größte Stärke und die größte Schwäche von Linux ist. In diesem Video rede ich darüber, warum die #Distro-Vielfalt Anfänger überfordert, warum es überhaupt so viele #Linux-Versionen gibt, und warum die Community es gut meint, aber es Umsteigern manchmal unnötig schwer macht...

@FrumpelLabs

https://m.youtube.com/watch?v=pKBZ6TB8TjM

Linux hat ein RIESIGES Problem

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@Verfassungklage

Und wenn man als Umsteiger auf Linuxianer trifft, gerät man sofort in deren Glaubenskrieg darüber, welches die beste Distribution ist...

@AndreasEsch

Da stolpert man gleich über mehrere menschliche Reflexe.

Wenn man eine bewusste Entscheidung trifft, will man gleich eine informierte und "richtige" Entscheidung treffen.

Aus diesem Grund können sich Menschen monatelang damit aufhalten, welche Badezimmerarmaturen die richtigen sind.

Dann haben die befragten schon für sich eine "richtige" Entscheidung getroffen. Die will man natürlich rechtfertigen.

Dazu gibt es mindestens drei Desktops, die gut, aber 1/2

@Verfassungklage

@AndreasEsch

im Endeffekt völlige Geschmackssache sind.

Der beste Weg wäre glaube ich, die Leute einfach machen zu lassen und sich mit einer Empfehlung zurückzuhalten, bis man gefragt wird.

Weil wirklich falsch machen, im Sinne von "Hoppla, jetzt habe ich mir versehentlich Arch mit XLibre und krudem WindowManager installiert" kann man ja eigentlich nicht.

2/2

@Verfassungklage

@Andreas Esch 🖖 genau, das ist das problem bei linux: leute, die dir erklären wollen, welches ihre bevorzugte distribution ist. und dabei hast du sie nur gefragt, ob sie dir etwas mit linux empfehlen können.

@Verfassungklage

Ich habe mir letztes Jahr, als ich von Windows 11 umgestiegen bin, selbst verschiedene Distris angesehen, ohne vorher im Netz zu gucken, welche wohl für mich die beste ist.
Von Ubuntu war ich noch nie begeistert. Mint bspw. finde ich für meine Belange absolut überdimensioniert. Unter cachyOS ist meine Notizbuch-App, von der ich eine Lifetime-Version besitze, nicht gelaufen.

Schlussendlich bin ich für meinen Tower bei ZorinOS gelandet und für den Lappi bei PopOS. Beide Distris bieten mir auf den beiden Geräten das, was ich für diese haben will.

#Linux #ZorinOS #PopOS #pop_OS

@Terranerin

Das ist schön, dass du für dich die richtige und funktionierende Entscheidung getroffen hast. Freut mich!

Mir fällt in diesem Zusammenhang noch ein weiteres seltsames Phänomen auf: Die Überbetonung einiger Modedistributionen.

Vor 20 Jahren war es Ubuntu.
Vor 10 Jahren war es Manjaro.
Heute ist es Mint.

Das ist sicher keine Absicht und hat mit Netzwerkeffekten und Mundpropaganda zu tun, aber es verengt den Blick auf andere Optionen.

@Verfassungklage

@kontrollierterWahnwitz @Verfassungklage

Ja, der Gedanke an Modedistris ist mir auch schon durch den Kopf geschossen.

Selber missioniere ich bspw. auch nicht bzgl. meiner verwendeten Distributionen. Ich sage, welche ich nutze, aber gleichzeitig, dass man zuvor besser mehrere bspw. auf einem Stick oder einer externen Festplatte ausprobiert und sich dann entscheidet.

Zwei meiner Freunde sind auch schon weg von Windows. Der eine nutzt Mint und kommt damit super klar. Freut mich für ihn.

@Terranerin

Das ist genau die Stelle, wo ich mich selbst stark am Riemen reißen muss, was das Rechtfertigen meiner eigenen "richtigen" Entscheidung angeht.

Ich finde, im Bereich der Immutables wie Bazzite, SteamOS, Fedora Silverblue, Aeon, VanillaOS und wie sie alle heißen, ist so viel Potential speziell für Nur-Benutzer und Anfänger drin, dass es geradezu schade ist, dass so wenige da hin gucken.

Aber wie kommuniziert man das, ohne dass man selbst belehrend rüber kommt?

@Verfassungklage

@Terranerin

Ich glaube, der Knoten wird sich erst lösen, wenn es tatsächlich Kisten mit vorinstalliertem Linux (egal welches)bei Mediamarkt zu kaufen gibt und Leuten die Entscheidung ein Stück weit abgenommen wird.

@Verfassungklage

@Verfassungklage Schön, dass es die viele Auswahl gibt. 2011 bin ich von Win Vista auf Ubuntu umgestiegen. Als Ubuntu die Amazon Lens einführte, wechselte ich zu Mint. Seitdem läuft es geräuschlos stabil und maximal anpassbar, ohne meine Arbeit zu behindert. Kürzlich erstand ich für kleines Geld ein Lenovo Yoga. Mint schafft die Bildschirmrotation nicht out of the box, dafür Fedora. Da es viele Ressourcen braucht, suche ich aber weiter, ob ich was passenderes finde. 😏
@[email protected] stimmt, ein riesiges problem, diese auswahl. wenn man zb einen fernseher kaufen will, geht man in einen laden und sagt: ich will einen fernseher! und dann erhält man einen fernseher ohne mit solchen kinkerlitzchen wie einer auswahl belästigt worden zu sein. da kann man dann nur noch mac-os empfehlen. die haben auch keine auswahl und sind nicht windows ....
@Verfassungklage Bei Fragen zu der richtigen Einsteiger Distro, bin ich auch eher bei Mint. Für Umsteiger von Win sicher einfach und dazu die große deutschsprachige Community. Für Leute, die den PC eh nur für Internet, Mail und Brief schreiben nutzen, absolut OK. Wer später mehr will, kann ja jederzeit Distrohopping betreiben. Bin bei den #Linuxhelden dabei und merke, dass die Leute schon bei dem Wort "Linux" völlig überfordert sind. Keep it simple!