das schwierige für insbesondre junge leute, die heute das links-rechts-spektrum navigieren, ist zu verstehen, dass diejenigen, die ihre "agency" und ihren "individualismus" nach außen tragen (dubai bewohner*innen, crypto influencer*innen, hussle bros), die wirklichen "non player character" in aktuellen welt sind.

es sind die, die alle zu "schafen" erklären, die die größten schafe sind, völlig ferngesteuert durch geld, clout und aufmerksamkeitsströme. es sind gestreamlinete kapitalismus-zombies.

gerade als junger mensch ist die suche nach agency (in wirklichkeit: nach selbstwirksamkeit) enorm wichtig.

für eine bestimmte gruppe junger leute konnte "fridays for future" eine zeitlang eine linkes "agencyangebot" machen. "komm, zusammen retten wir die welt."

das war naiv und seit die erzählung an der betonwand des fossilismus zerschellt ist, haben viele sich abgewendet und hecheln anderen agency-simulationen hinterher. crypto ist zwar noch naiver, aber legt sich nicht mit den eliten an.

@mspro Du siehst ernsthaft Überschneidungen zwischen denjenigen, die bei FFF aktiv waren und der Cryptobro-Szene? Würde mich sehr wundern.

@_tillwe_ @mspro Strukturell sind da schon massive Überschneidungen, nicht nur zwischen Klimaaktivismus und Crypto, sondern durchaus allgemeiner zwischen diversen linken Weltsichten und Crypto.

(…, wobei Crypto gar nicht so jung sind. Das sind im Wesentlichen mittelalte, weiße Gen-X- und Millenial-Dudes.)

Das Angebot „Die Welt ist offensichtlich im Arsch. Wir bieten Dir eine Weltsicht, in der Du zur Elite gehörst, die _weiß_, wie es besser geht. Wir bieten Dir an, _recht_ zu haben!“ ist schon bei linken Welterklärungen sehr, sehr ähnlich zu Crypto-Welterklärungen.