Mein persönlicher Highlight ist, wenn Leute empfehlen, statt Lösungen von der Politik zu fordern, sich doch selbst um die Energiewende zu kümmern, in dem mensch das Häuschen besser dämmt, auf Wärmepumpe umstellt, Solaranlage drauf tut...

53% der deutschen Bevölkerung lebt zur Miete.

Leichter Widerspruch, ne? Aber über den eigenen Tellerrand zu denken wäre ja zu viel erwartet.

@vicgrinberg
Ich finde das ist ein schmaler Grat. Das Gegenteil (zu sagen die Politik soll auch drum kümmern und selbst nichts machen) ist genau so falsch.

Und man sollte bedenken, dass die, die etwas machen könnten (Eigenheimbesitzer) in der Regel auch genau die sind, die den größten Fußabdruck haben.

Ich habe vor kurzem mal ausgerechnet, wie viel CO2eq ich mit Haus (Heizung und Strom) und Pendeln früher emittiert habe. Das waren erschreckende 8t pro Jahr. 1/

@brunthal klar, aber die Argumentation, die mich hier ärgert ist das "statt". Sich hinzustellen und zu sagen "statt Forderungen an der Politik, mal Eigenverantwortung zeigen" und dabei Dinge Listen, die die meisten nicht tun können (qie richtig in den Kommentaren drauf hingewiesen wurde, heißt selbst Eigentum oft Eigentümergemeinschaft) zeugt halt vom Fehlen jeglichen Blicks auf die Realität der meisten Mitglieder der Gesellschaft.

@vicgrinberg @brunthal

Synthese: beides ist notwendig.

Ich finde es halt absurd, wenn z.B. Mieter*innen Balkonsolar installieren und ihnen dabei Steine in den Weg gelegt werden. Genauso, wie wenn "die Politik" ganz klar nur für die Gashändler arbeitet und nicht für die Gesellschaft.

Eine interessante Möglichkeit, Menschen mit Geld (skalierbar: ab 1000€) und Projekte für die Energiewende zusammenzubringen, wie es z.B. diese Genossenschaft macht:

https://mastodon.social/@knud/116228802183553277

@knud @brunthal mein größtes Problem ist, aus persönlicher Erfahrung, die Frage der armen (jo, objektiv...) Menschen in Wohnungen großer Wohnungseigentümerfirmen. Da passiert ohne Politik halt nix.

@vicgrinberg @brunthal

Absolut. Ich nehme da auch die Eigentümer*innen in die Pflicht, z.B. Mieterstrom-Modelle mit Solar auf dem Dach umzusetzten.

@vicgrinberg @knud @brunthal jein. Politischer Druck wäre dringend notwendig und hilfreich beim Empowerment. Die Regulatorik für Balkonkraftwerke ist ja ein gutes Beispiel, wie auch Mietende profitieren können. Ich hoffe aber auf mehr Angebote zur Selbsthilfe und arbeite an einigen Initiativen und Projekten mit: Nichtinvasive, wiederverwendbare Maßnahmen für Bauen im Bestand, die Mietende oder WEG-Eigentümer eigenmächtig umsetzen können.