Heute hat die Deutsche Bank ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Darin steht: Rund 2,7 Milliarden Euro Boni wird das Institut an seine Mitarbeitende auszahlen. Allein Bankchef Christian #Sewing erhält 6,7 Millionen Euro zusätzlich zu seinen fast vier Millionen Euro Grundgehalt.
Nur der Zuwachs im Vergleich zum vergangenen Jahr (rund 730.000 Euro) entspricht etwa 14 Deutschen durchschnittlichen Jahresgehältern (rund 53.900 Euro). Mit dieser Bonus-Politik stellt die Deutsche Bank persönliche Profite über finanzielle Stabilität.
Denn während sich die Banker*innen hohe Boni auszahlen, hat die Deutsche Bank viel zu wenig Verlustpuffer, falls die Risiken eintreten. Sie finanziert sich zu mehr als 95 Prozent durch Schulden, ihre ungewichtete Eigenkapitalquote (leverage ratio) liegt bei 4,6 Prozent.
Die Folge: Wenn’s krachen sollte, müsste wohl wieder der Staat zur Rettung eilen - und wir die Zeche zahlen.
Deswegen fordern wir: 👉 Erst Stabilität, dann Boni. Als Schutzmaßnahme. Nur wenn eine Bank über mindestens 10 Prozent ungewichtetes Eigenkapital verfügt, sollten Boni an die Entscheidungsträger*innen gezahlt werden. Denn Stabilität hat Vorrang vor Profit.
P.S. Die Deutsche Bank hat im Jahr 2025 rund 2,6 Milliarden Euro Steuern gezahlt. Das sind fast 100 Millionen Euro weniger als die gezahlten Boni. Und: Wer Boni zahlt, senkt auch seine zu zahlenden Steuern.
Deutsche Bank: Höhere Boni für 2025

Mehr Gewinn, mehr Boni, aber auch Ärger: Während die Zahl der Einkommensmillionäre bei der Deutschen Bank erneut steigt, kämpft das Institut weiter mit den Folgen problematischer Kundenbeziehungen und teurer Rechtsstreitigkeiten.

Süddeutsche Zeitung