Die Union fordert gerade nonstop die Rückkehr zur Atomkraft. Gleichzeitig schafft Deutschland es nicht einmal, seinen bestehenden Atommüll zu managen: Die Bergung der Fässer aus der Asse wird nun auf unbestimmte Zeit verschoben (statt wie geplant 2033), während immer mehr Grundwasser in das marode und inzwischen instabile Bergwerk eindringt. In der Schachtanlage liegen rund 126.000 Fässer in 13 Kammern.
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Noch einmal zur Dimension: In Asse lagert Atommüll aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Eine einzige Generation profitierte von der Kernenergie – die nächsten 33.000 bis 40.000 Generationen müssen mit den Risiken leben, das Wissen darüber weitergeben und die Kosten tragen. Allein die Vorbereitungen für eine mögliche Bergung werden von der Bundesgesellschaft für Endlagerung auf mehr als drei Milliarden Euro geschätzt. So viel zur "billigen" Kernenergie.
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@avatter
Man könnte ja auch modernere Kernkraft einsetzen, die in der Lage ist, die alten Abfälle zu recyclen und damit Energie zu erzeugen. Aber so etwas Sinnvolles passt ja nicht in die kranke rot-grüne Energiepolitik, sie lieber Windräder zulässt, bei denen jeder Sockel ein zukünftiges Problem darstellt, von den nicht recyclingfähigen Rotoren mal ganz zu schweigen.
@tda @avatter diese Technik existiert nicht. Bloß weil der Physikalische Vorgang möglich ist, heißt das nicht, dass man ein wirtschaftliches, zuverlässiges und sicheres Kraftwerk damit bauen kann.

RE: https://autistics.life/@Newstrujew/116229683961955403

@MattisCB @tda @avatter Er ist nicht möglich. Es gibt auch keine theoretische Möglichkeit, um die Menge des Atommülls zu reduzieren.

@Newstrujew @tda @avatter das ist mir bekannt, wenn auch nicht in dem Detailgrad :)
Die Nuklearierer beziehen sich mit ihren Aussagen,man müsse nur Gen4 Reaktoren bauen,die könnten dann auch den Atommüll verwerten, meist auf Thorium-Salzreaktoren.Das geht schon, aber ein Versuchsreaktor beweist nur, dass die Physik funktioniert.Nicht,dass man Jahrzehntelang kommerziell nutzbare, wirtschaftliche und sichere Anlagen bauen kann. Vielleicht hast du zu solchen Reaktoren ja auch noch ein paar Details

@MattisCB Hier geht es aber, soweit ich es sehe, nur um die Transmutation von Transuranen, also von Elementen, die schwerer als Uran sind. Diese sind keine Produkte der Kernspaltung, sondern unerwünschte Nebenprodukte, die durch den Einfang von Neutronen durch den Uran entstehen. Auf der Seite des Bundes sehe ich die Aussage "Transurane machen etwa 1,5 % des deutschen hochradioaktiven Abfalls aus." Das ist also der Anteil des Atommülls, der sich theoretisch reduzieren bzw. eventuell sogar nachträglich verwerten lässt - durch eine Technologie, die vielleicht in Jahrzehnten verfügbar und selbst dann für die bereits vorhandene Menge an Transuranen ewig brauchen wird. https://www.base.bund.de/de/nukleare-sicherheit/kerntechnik/partitionierung-transmutation/partitionierung-transmutation.html

@tda @avatter

Transmutation hochradioaktiver Abfälle

Partitionierung und Transmutation (P&T) ist bislang nur eine Theorie. Mithilfe von Transmutation soll hochradioaktiver Atommüll so aufbereitet werden, dass die Strahlung schneller abnimmt. Sind diese Konzepte in der Praxis umsetzbar und können sie ein Endlager ersetzen?

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung