Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Hatte 2022 der Jüdischen Allgemeinen gesagt: „Wenn ein Mediensystem kaputt ist, stürzt die Demokratie ab.“ („Die Desinformierer“, online)

Die #USA heute so:

„In den USA wächst die Kritik an der Strategie der Regierung im Iran-Krieg. Der Verteidigungsminister stört sich an der Medienberichterstattung, vor allem CNN bekommt sein Fett weg. Hegseth kann eine Übernahme des Nachrichtensenders durch Trump-Unterstützer kaum erwarten.“

#Irankrieg #Medien #CNN #Hegseth #Trump

https://www.n-tv.de/politik/Hegseth-schiesst-wegen-Iran-Berichterstattung-gegen-US-Medien-id30468615.html

"Fernsehsender gleichschalten": Hegseth schießt wegen Iran-Berichterstattung gegen US-Medien

In den USA wächst die Kritik an der Strategie der Regierung im Iran-Krieg. Der Verteidigungsminister stört sich an der Medienberichterstattung, vor allem CNN bekommt sein Fett weg. Hegseth kann eine Übernahme des Nachrichtensenders durch Trump-Unterstützer kaum erwarten.

ntv NACHRICHTEN

Hier aus dem Artikel „Die Desinformierer“, Matthias Meisner 2022:

„Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, macht im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen eine »verstärkte Spaltung zwischen realistischen und populistischen Medien« aus. Er warnt: »Wenn ein Mediensystem kaputt ist, stürzt die Demokratie ab.« Qualitätsmedien hält er für so wichtig, »dass ich sogar als Schwabe meine GEZ-Gebühr gerne bezahle, Tageszeitungen und Wochenzeitschriften abonniere«.

Die wachsende Rolle von Parallelmedien sieht Blume mit Sorge.“

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/die-desinformierer/

Die Desinformierer

Wie der Hang zu Verschwörungsideologien die Medienlandschaft verändert

Jüdische Allgemeine
@BlumeEvolution Die Schwierigkeit der Qualitätsmedien besteht a) in ihrer Finanzierung und b) - wie an der irritierenden Unzuverlässigkeit mancher ÖRR beobachtbar - in ihrer mangelhaften ethischen Rückbindung ihrer KPI. Ich vermute, dass eine mögliche Lösung darin besteht, die Qualitätsmedien wieder stärker an ihre Kunden (die politischen #IVV Vereine) zurückzubinden, also die im 19. Jahrhundert begonnene Arbeitsteilung zwischen politischen Parteien und Zeitungen teilweise zurückzunehmen. 1/x
@BlumeEvolution Es geht darum, Qualitätsmedien als Lieferanten in der Wertkette politischer Arbeit zu begreifen, sodass der Wert der korrekten Informationsleistung durch den Informationskunden direkt erkannt und vergütet wird und Quersubvention aus Aufmerksamkeitsverkauf (Werbung) oder Investition interessierter Kreise (Desinformation) durch vermehrte und bewußte Direktzahlung ersetzt wird. 2/x
@BlumeEvolution Ich halte es insofern medienwirtschaftlich für erwartbar, dass Qualitätsmedien vermehrt zu Communitymanagern werden (Audience Ownership), ebenso wie politische Vereine (u.a. Parteien) vermehrt zu Infrastrukturen für Informationsbeschaffung und -Verarbeitung #IVV werden, die durch Verlässlichkeit, Spass und Mehrwert des IVV korrekt informierte Communities sind und mit Qualitätsmedien konkurrieren, statt an Medien als Lieferanten allein zwecks Reichweite des #RSV zu delegieren 3/x
@BlumeEvolution Die "Verschwörungsmedien", wie Du sie im Artikel nennst, machen ja genau das: Sie erzeugen Communities und darin Reichweite für ihre spezifischen Erzählungen, indem sie crossmedial arbeiten: Beobachtbare Schwächen der RSV thematisieren, durch subventionierte Inhalte Diskursmacht erringen. 4/x
@BlumeEvolution. Nachtrag: Die Medienwirtschaft glaubt an das Paradigma, das Information infolge seiner Nicht-Exklusivität und Nichtrivalität nicht tausch- und handelbar ist und deshalb als Erlösquelle unzuverlässig ist. Daher a) der Fokus auf Aufmerksamkeit als rivalem Gut und b) die Idee der Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien. Diese Idee b) ist politikökonomisch sehr klug, ähnelt der egalisierenden Idee der Kirchensteuer, unterliegt aber strukturell sehr ähnlichen Problemen. 5/x