Da messert so ein dummer #Gehwegradler mal eben mit der 2-3fachen Geschwindigkeit ohne jeglichen Abstand zwischen mir und einer entgegenkommende Fußgängerin durch.
Aber klar doch: Radfahrer*n sind Opfer und Schuld immer die Anderen.
Guten Morgen.

@blablog Einfache Regel: Schuld hat immer der Stärkere.

Also PKW vs. Motorrad: PKW
PKW vs. Fahrrad: PKW
Fahrrad vs. Fußgänger: Fahrrad
E-Scooter vs. Fußgänger: E-Scooter

Würde vieles vereinfachen.

@larsreineke Nein. Das ist eine „seltsame“ Rechtsauffassung, spiegelt aber das Verhalten vieler Radler*n wieder.

@blablog Rücksichtslosigkeit ist natürlich generell zu verurteilen. Mich regen Falsche-Radwegseite-Radfahrer genauso auf, wie Fußgängergruppen auf dem Radweg oder PKW-Fahrer, die Zebrastreifen ignorieren (ich =Fußgänger) oder mir auf meiner Straßenseite entgegenkommen (ich=Radfahrer).

Aber dieses pauschale "Radfahrer tun immer so, als seien sie das Opfer" hilft halt auch nimandem, außer dass du mal deinen Frust über eine konkrete Begegnung mit einem Vollidioten loswerden kannst.

@larsreineke Eine junge Gehwegradlerin gerade zu mir: „Aber das machen doch alle!“ Und damit hat sie recht.

@blablog solche Aussagen gibt es aber eben auch von anderen Verkehrsteilnehmern in anderen Situation.

Halten in zweiter Reihe, auf dem Gehweg, bei Rot über die Straße gehen usw.
Machen halt 'alle', stimmt zwar nicht, ist aber dennoch falsch.

@larsreineke

@MaxED9 @larsreineke Der Anteil der Radler*n in dieser Stadt, der nicht gewillt oder befähigt ist, sich an simpelste Regeln zu halten, ist wesentlich größer als bei anderen Gruppen. Rot, Falsch, Gehweg, Abstandslos, Drängeln + Wegfreiklingeln, Gehwegblockieren, über Haltestellen fahren, etc. ist der Standard und nicht mehr die Ausnahme. In allen Altersgruppen. Und es ist kein Unrechtsbewusstsein vorhanden, wenn man mal was sagt.

@blablog @larsreineke gibt es dazu auch haltbare Zahlen oder ist es nur anekdotische Evidenz?

Sich nicht an simpelste Verkehrsregeln zu halten beginnt schon bei 1 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu fahren und Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass das nur ganz wenige tun.

Sind halt alles Arschlöcher und bei den lächerlichen Bussgeldern und kaum Kontrollen andert sich halt nichts.

@MaxED9 @blablog Das Problem bleibt, dass Autos 80% des Verkehrsraums bekommen und sich Fuß- und Radverkehr den Rest teilen müssen. Natürlich gibt es da Konflikte zwischen Radfahrenden und dem Fußverkehr.

Und wenn ich wie bei uns sehe, dass man als Radfahrer 500 Meter Umweg oder über drei Ampeln fahren muss, um die korrekte Seite zu benutzen, dann darf ich mich nicht wundern, wenn Leute auf der falschen Seite fahren.

@larsreineke @MaxED9 Ich muss motorisiert auch solche Umwege fahren. Und warum kann ich mich als Radler an Regeln halten? Schieben ist eine Option. Das sind egoistische Ausreden.

@blablog @MaxED9 Das stimmt nicht. Du siehst halt Verstöße von Radfahrenden besser als die von Autofahrenden. Klar, Gehwegfahren, Gegenrichtung, alles gut sichtbar.

Aber 5 km/h zu schnell, Handy am Steuer, Gasgeben bei Gelb siehst du bei Autofahrenden nicht.

Darüber gibt’s auch Studien. https://dasfahrradblog.blogspot.com/2017/12/der-gorte-irrtum-nur-radfahrer-fahren.html?m=1

Der größte Irrtum: Nur Radfahrer fahren ständig bei Rot

Die Hamburger Polizei hat einen Tag lang Autofahrer und Radfahrer überprüft. Viele Autofahrer fahren bei Rot. Da mehr Autofahrer unterwegs sind als Radler, sind Rotlichtfahren durch Autos viel häufiger.

@larsreineke @MaxED9 Ihr habt mich überzeugt und ich bilde mir das alles nur ein und übersehe all die rasenden Falschfahrer*n, qualifizierten Rotlichtfahrer*n und abstandsfreien Radwegfahrer*n in ihren SUVs und LKWs. Das ist natürlich Grund genug, sich als Radler*n sich auch nicht an Regeln zu halten. „Das machen ja alle!“

@blablog @larsreineke es geht doch nur um die haltlosen Verallgemeinerungen, dass es alle sind. Das ist nachweislich falsch, bei allen Gruppen.

Natürlich ist das Fehlverhalten der einen kein Grund, dass es andere auch machen dürfen.
Aber die Ursachen für diese Verschiebung und nach unten treten sind doch ebenso offensichtlich. Autozentrierte Verkehrsplanung, wie schon geschrieben wenig Kontrollen und lächerliche Strafen.

@MaxED9 @larsreineke Radler*n sind die privilegierteste Fahrzeuggruppe: Keine HU, Führerschein, Kennzeichen, Steuer und Versicherung, keine Blitzer und Videoräder, dürfen Rennen gehen sich und andere fahren und innerorts klingeln, müssen keinen Seitenabstand einhalten, dürfen oft gegen Einbahnstraßen fahren, oft rücksichtsvoll(!) Gehwege mitbenutzen, oft die falsche Seite nutzen. Aber das reicht wohl nicht.
@blablog @MaxED9 Na, wenn das so geil ist, dann fahr doch einfach mit dem Rad, am besten zur Hauptverkehrszeit.

@blablog @MaxED9 Du kannst natürlich bei deiner gefühlten Wahrheit bleiben, ist ja ein freies Land.

Ich habe mich schon mal morgens an eine Ampel gestellt und habe Rotlichtverstöße von Autofahrern gezählt. (War mal Radverkehrsbeauftragter.)

Bin auf ca. einen pro 5 Minuten gekommen, dazu noch etliche, die bei gelb nicht angehalten haben, obwohl es möglich gewesen wäre.

Glaub, was du willst, die Fakten sprechen für sich.

BTW: Wieso überholen Motorradfahrer eigentlich immer so rücksichtslos?