Ich weiß nicht, wo #Merz rechnen lässt. Um mit 50 € pro Monat nach 45 Jahren auf 100.000 € zu kommen, muss man 5 % Zinsen erzielen. Dann kommt noch 2 % Inflation davon runter, sodass man auf etwa 42.000 € nach heutigem Wert kommt. 5 % sind ein ziemlich hoher Zinssatz. Für Tagesgeld sind 3 % gut, nur 1 % über der Infaltionsrate. Das wären nach heutigem Wert 23.000 €. Nix mit 6-stellig.

Wer in die Grundsicherung fällt muss sich das Vermögen womöglich anrechnen lassen.

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/kanzler-merz-zur-rente-junge-menschen-sollten-sparen,VD9j1Lq

Kanzler Merz zur Rente: Junge Menschen sollten sparen

Mit Blick auf die geplante Rentenreform hat Kanzler Merz jungen Leuten einen besonderen Tipp mitgegeben: Sie sollten früh damit beginnen, für ihr Alter zu sparen. Mit 50 Euro im Monat ist seiner Rechnung nach eine sechsstellige Altersversorgung drin.

BR24

@byggvir Tagesgeld ist keine Anlage, sondern kurzfristig ausgerichtete Werterhaltung - weil man das Geld gegebenenfalls dringend braucht oder eine größere Anschaffung plant.

Per ETF sind über diesen Zeitraum 5% locker drinnen, historisch gesehen eher 7-8% (sehr konservativ gerechnet inklusive aller Börsencrashs) und Inflation wird in Aktien direkt eingepreist. In diesem Falle muss ich Merz sogar mal Recht geben. Wobei sich viele Menschen insbesondere in jungen Jahren auch 50 Euro pro Monat nicht leisten können

@Secunergy

Merz hat gesagt, sie sollen sparen. Fonds, Aktien, EFT sind riskante Investitionen. Da kann das Geld auch mal weg sein.

Bei 8 % wäre es 232.000 € und inflationsbereinigt 95.000 €. Natürlich könnte man den Sparbeitrag mit der Inflation anpassen. Dann wird es etwas komplizierter. Aber das grundsätzliche Problem bleibt.

Irgendjemand muss die Aktien, Fonds, EFT etc verkaufen und später wieder kaufen und in der Zwischezeit für die Dividende arbeiten.
Das sind alles keine Goldesel.

@byggvir Aktien ja, ETFs sind langfristig bei späterer Umschichtung (Absicherung der Gewinne) nicht sehr risikobehaftet. Fonds machen keine Sinn, es sei dann man zahlt gerne Gebühren an Fondsmanager, Banken und Makler
@Secunergy @byggvir
Du schließt hier auch von Vergangenheit auf Zukunft. Hält sich die Wette bei Hungersnot, Wasserknappheit, Waldsterben, hitzebedingtem Arbeitskraftverlust, Überschmemmungen, Meeresspuegelanstieg, usw. (also den Folgen des Klimawandels). Hält sich das Versprechen bei einer schrumpfenden Wirtschaft? Sind das nicht genau Ereignisse die eben den ganzen Finanzmarkt betreffen und selbst breite ETFs damit betreffen?

@IchMeine @byggvir Du kannst entscheiden, in welche ETFs Du investierst. Du kannst an Unternehmen, welche das Klima ruinieren, profitieren (Hersteller von Gasheizungen oder Gasnetzung erscheinen aktuell attraktiv) oder von Unternehmen, welche für das Klima handeln (Hersteller von Photovoltaik, Windrädern, Recycling, etc)

Sofern Du davon ausgehst, dass alles wirtschaftlich den Bach runter geht, was gibt Du Zuversicht, dass Tagesgeld auch weiter 2-3 % Zinsen abwirft? Die Banken finanzieren sich durch die anfangs genannten Investitionen

@Secunergy
Ich habe kaum zuversicht, dass es den Banken da besser gehen wird. Schon jetzt sind es ziemliche Betrugsvereine, da man als Kunde echt beschissene Zinsen bekommt (eine Bank, die es noch nicht einmal schafft den Leitzins auf Geld zu geben, hat mehr interesse am eigenen Profit als daran eine Bank zu sein).
Durch die vorher genannten Aspekte werden viele der Garantien bei Krediten oder durch Kredite finanzierte Werte zerstört sowie sehr virle Dinge allgemein stark wertgemindert werden.
@IchMeine Banken sind Unternehmen und arbeiten profitorientiert, das kann man ihnen schwer vorwerfen

@Secunergy
Naja, ich sehe hier mal wieder ein gewisses Marktversagen, da es keine deutsche Bank gibt die so wirkluch für ihre Kunden einzustehen scheint. Für mich sind Banken zudem in der aktuellen Welt Teil der Daseinsvorsorge.

Mal wieder so ein Bereich, in dem das Problem mit Aktiengesellschaften klar wird. Für das Gemeinwohl einzustehen wird aktiv abtrainiert. Kein Wunder das alles aktuell so ist wie es ist.

@IchMeine Aufgabe eines Unternehmens (wozu auch Banken zählen) ist es, das zu tun, was die Eigentümer wollen - in der Regel Gewinn (zuweilen auch zum Mars fliegen, dann fällt der Gewinn kleiner aus)

Bei mehr Wettbewerb würden sich auch Banken mehr an den Wünschen ihrer Kunden orientieren (wir würden einfach zur besseren Bank wechseln). Auf dem Finanzmarkt gibt es nur beschränkt Wettbewerb aufgrund von Markteintrittshürden, Regulierung und Skaleneffekten