Anständige Menschen.

Anständige Menschen meiden den Umgang mit Juristen, Jesuiten und Politikern.

Nicht aus Angst.
Nicht aus Feigheit.

Sondern aus Erfahrung.

Wer lange genug gelebt hat, erkennt Muster:
Institutionen entwickeln eine eigene Logik.
Eine Logik aus Zuständigkeiten, Ausnahmen, Auslegungen und Interessen.

Der Jurist prüft, was erlaubt ist.
Der Jesuit prüft, was begründbar ist.
Der Politiker prüft, was durchsetzbar ist.

Und irgendwo zwischen diesen Prüfungen geht gelegentlich etwas verloren:

Der schlichte, unakademische Begriff der **Anständigkeit**.

Anständigkeit braucht keine Fußnoten.
Keine Hermeneutik.
Keine Mehrheitsbeschlüsse.

Sie ist eine einfache Regel:

Man behandelt andere Menschen so,
dass man sich selbst noch im Spiegel ansehen kann.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum manche Menschen mit großen Institutionen vorsichtig sind.

Nicht weil sie Regeln ablehnen.

Sondern weil sie wissen,
wie leicht Regeln dazu benutzt werden können,
Anständigkeit zu ersetzen.

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