@rstockm
Also ich hab mich noch nie über Raubkopierer:innen von Software aufgeregt (nur bei Schriftarten hört der Spaß auf ;) ).
Bei KI aber schon. Die Daten sind zwar noch da, wo sie vorher waren, aber zusätzlich danach auch dort, wo sie nicht hingehören.
Vor allem sind es ja die großen Player wie Microsoft, die sich barbarisch über Software-Piraterie aufregen, aber jetzt für KI Training ungerührt im massiv (!) gewerblichen Umgang Urheberrechte verletzen und darüber hinaus dazu anstiften (Stichwort Harry Potter sei ja Gemeingut, höhö).
Du meinst bestimmt Code Generatoren, sagst sogar im Thread hier, dass Du davon profitierst (ich nehme an, wieder von Code Generatoren), aber Du sagst es nicht, Du sprichst von "KI".
AI ist aber doch viel mehr.
Ich habe ein Problem sehr spezifisch bei generativer AI für Musik. Haufenweise Streaming Dienste, egal ob kommerziell oder frei werden durchgerippt damit Hipster Bruno sich seinen privaten Café Latte Song im Stil von St. Germain generieren kann. Wie geil.
Meine Idee, als Musikmachender, ist, Musik als zusätzliches Ausdrucksmittel zu verstehen, als eine universell verständliche Sprache von Emotionen. Schöne Scheisse, wenn diese gewaltige Kraft, die sämtlicher echter Musik innewohnt, durch AI völlig egal, Wurscht, riesel wird. Wenn das zersetzt wird, wenn dieser unglaubliche Schatz von lebendem Kulturgut zerrissen und durch billigstes Plastik ersetzt wird.
Oder Du als Bibliothekar? Macht es Dir Spaß, AI generierte Bücher zu lesen? Oder gewinnbringend generieren zu lassen? Feierst Du das? Oder macht das pure Wissen ob der Existenz dieser Möglichkeiten UND deren Akzeptanz was mit Dir?
AI ist eben ein zweischneidiges Schwert - kommt wie immer auf das Wo und Wie an.
Und dass das Wort "Diebstahl" verwendet wird... ja, da kann man sich natürlich mokieren. "Raubkopie" ist ja immerhin ein ausgesprochen passender Begriff.