Auf der Rechnung einer betagten #Salt - Kundin erscheinen plötzlich "Premium SMS" für 50 Franken / Monat, die nie bestellt wurden. Ein schnodderiger Callcenter-Mitarbeiter sagt, dass sie die Absender der SMS anrufen müsse. Als sie sagt, dass sie solche Premium SMS prinzipiell sperren möchte, wird er aggressiv-beschimpfend.
Schliesslich bequemt er sich zu sagen, dass sie ein STOP ALL an 804 senden muss. - Im Verlauf ihrer SMS finden sich dann noch mehrere solche Nummern.
#abzocke #premiumsms
Offenbar sind Premium SMS ein Dauerproblem, zeigt ein #Espresso-Beitrag von #SRF aus dem Jahr 2021:
https://www.srf.ch/news/daueraerger-ueber-200-franken-fuer-ungewollte-premium-sms
Auch hier waren Kund:innen von #Salt betroffen. Salt schrieb, dass man im Beschwerdefall die Situation prüfe "und wenn wir zum Ergebnis kommen, dass der Anbieter eine der geltenden Richtlinien nicht eingehalten hat, erstatten wir dem Kunden die Kosten und entziehen dem Anbieter die Kommission."
Das ist offenbar bis 2026 nicht zum aggressiven #Kundendienst durchgedrungen.
Dauerärger - Über 200 Franken für ungewollte «Premium»-SMS

Immer wieder sollen Handynutzer teure Service-SMS bezahlen, die sie nie bestellt haben. Was tun?

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

@mveron Das ist eine riesige Schweinerei, die ganz dringend gestoppt werden muss. Meiner Frau ist vor einer Weile aufgefallen, dass ihre Telefonrechnung so hoch ist. Eine kurze Recherche zeigte, dass diese schon seit drei Monaten mehrere SMS für 25.- Franken von einer Kurznummer einer zentralschweizerischen Firma auflistet. Im Internet finden sich dabei tausende Beiträge von Opfern dieser Firma die mehrere hundert bis tausend Franken verloren haben. Die Telekom-Anbieter waschen ihre Hände in Unschuld und Schreiben an die Betrügerfirmen versanden im besten Fall in Gemeinplätzen.

Aktuell ist es in der Schweiz möglich an beliebige Nummern kostenpflichtige SMS zu schreiben, sofern diese nicht explizit gesperrt sind. Die erste SMS muss dabei kostenfrei sein und eine Antwortmöglichkeit anbieten um vom "Vertrag" zurückzutreten. Anschliessend kann man beliebig teure und viele SMS an diesen Nummer senden, welche der Telekom-Anbieter über die Telefonrechnung verrechnet.

Was haben wir also neben dem Deaktivieren von Premium-Nummern beim Telekom-Anbieter und im Smartphone getan?
1.) Bezahlung der aktuellen Telekom-Rechnung minus der Kosten für diese SMS.
2.) Einschreiben an den Telekom-Anbieter mit Erklärung, dass dieses SMS Meldungen nie angefordert wurden und daher von der Rechnung abgezählt wurden. Sowie eine Auflistung aller missbräuchlichen SMS mit Nummer, Datum, Zeit und Rechnungsdatum, sowie der Forderung diese unverzüglich zurückzuzahlen.
3.) Einschreiben an die betrügerische SMS-Absender-Firma, mit derselben Liste von missbräuchlich verrechneten Meldungen und der ultimativen Aufforderung diese innert einer machbaren Zahlungsfrist (30 Tage) auf unser Konto zu überweisen. Damit hier weniger Hürden im Weg stehen habe ich einen QR-Code Einzahlungsschein beigelegt.

Wichtig ist hier die Forderungen direkt per Einschreiben zu versenden. Schreiben an angegeben Kontakt-E-Mail-Adressen sind reine Zeitverschwendung. Ausserdem die Schreiben knapp, höflich, aber sehr bestimmt formulieren.

#Betrug, #PremiumSMS

@andy Das Problem ist
- dass #Salt (wie auch andere #Telecom-Anbieter) bei diesen Betrügereien mit Premium SMS mitverdient
- es für die betroffene betagte Dame viel zu kompliziert und aufwändig ist, sich zu wehren. Nachdem sie vom Kundendienst dermassen abgeputzt wurde, hat sie die Rechnung mitsamt dem Betrag für diese nie bestellten SMS bezahlt, auch aus Angst vor Mahnungen.
So wird es vielen Personen gehen, die such nicht per eingeschriebenen Briefen zu wehren wissen.
#premiumsms #abzocke

@mveron Ja natürlich sitzen die Telekom-Anbieter hier im selben Boot. Entsprechend schnell kriegen sie dann kalte Füsse, wenn man sich wehrt. Aber das Internet ist voll von Fällen, wo sie mit ihrer Masche durchgekommen sind. Daher ist es umso wichtiger, dass sich möglichst viele wehren und so ordentlich Sand in das Getriebe streuen.

Schön wäre es, wenn es fertige Vorlagen für solche Schreiben gäbe, ähnlich wie der Generator für Datenauskunftsbegehren der DigiGes.

Hier nochmals eine Anleitung für Betroffene. Es ist kein grosser Schritt, wenn man seine Rechte und Möglichkeiten kennt. Diese Information gerne auch streuen.

• Mehrwertdienste wenn möglich abschalten [1]
• Rechnung abzüglich der unangeforderten Beträge begleichen und gleichzeitig einen eingeschrieben Brief an den Telekom-Anbieter schreiben, der erklärt wieso und die nicht gerechtfertigen Beträge auflistet [2, 3, 4].
• Damit auch die SMS-Firmen beschäftigt sind, ein Einschreiben mit Rückforderung der unberechtigten Beträge zusenden.

Macht der Telekom-Anbieter Schwierigkeiten, kann die ombudscom eingeschaltet werden [4]. Behauptet der SMS-Anbieter der Dienst wurde angefordert, kann er auch wegen unlauteren Geschäftsgebaren beim BAKOM oder SECO gemeldet werden.

[1] https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/services/teure-handy-mehrwertdienste-so-sperren-sie-sms-mehrwertdienste
[2] https://www.srf.ch/news/daueraerger-ueber-200-franken-fuer-ungewollte-premium-sms
[3] https://www.bakom.admin.ch/de/sms
[4] https://www.bakom.admin.ch/de/wie-reagieren-2

#PremiumSMS, #Abzocke

Teure Handy-Mehrwertdienste - So sperren Sie SMS-Mehrwertdienste

Wer auf der Handyrechnung teure SMS-Gebühren vorfindet, kann die Mehrwertdienst-Nummern sperren. Wir sagen, wie.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)