"Zudem werden die bisher bewilligten Regelbedarfe um 34,7% gekürzt, da Ihre Mutter und Ihre Schwester Sie mit Lebensmitteln unterstützt haben."

Da ist jemand ganz genau im Jobcenter. Er zieht M. monatlich 193 € vom #Bürgergeld ab, da sie Lebensmittel von ihrer Familie bekam. Dem Sachbearbeiter war aufgefallen, dass wenig Geld für Einkäufe vom Konto abgingen. Ebenso kam 3 Mal unangekündigt der Außendienst bei M. vorbei, ihr wird unterstellt, mit ihrem Mitbewohner liiert zu sein.

Wir haben blitzschnell Widerspruch eingelegt, außerdem zahlen wir vorübergehend Gelder aus unserem Solidartopf aus - den es nur Dank euch gibt! Wer mitmachen will, findet alle Infos zum Spenden hier:

http://sanktionsfrei.de/support

Mit einer Dauerspende als Hartzbreaker macht ihr unsere Arbeit langfristig planbar.

@helenasteinhaus Was sind denn das für Menschen im jobcenter? Den Bürgergeldempfängern Leistungen kürzen, weil sie Flaschen sammeln oder weil andere Menschen ihnen mit Lebensmitteln helfen? Was sendet das denn für ein Signal an alle anderen? Dass man Bürgergeldempfängern nicht helfen darf?

Wir tendieren immer mehr zur A-Loch-Gesellschaft.

@usi man möchte nur noch pöbeln.
@helenasteinhaus @usi feel free. Wir sind alle viel zu freundllich zu Arschlöchern.

@usi
Genau das.

Ich erleb grad den selben Scheiß. Nur das das schon 1,5 Jahre geht.

Ganz frisch heute: Wenn ich nicht nachweise, wovon ich die letzten knapp 2 Jahre gelebt habe, "Mitwirkungspflicht verletzt"

Schreb ich "Döner von Freunden, Tickets von Rentnern, Klamotten aus der Wärmehilfe" brauch ich ja nix.

Niemand, der das System live erlebt hat, ist in der Lage zu erfassen, was da wirklich abgeht und hat schon gar kein recht zu urteilen.

@helenasteinhaus

@halbwach @helenasteinhaus Wir sind anscheinend in einer Gesellschaft angekommen, wo Bund, Land und Kommunen dafür sorgen, dass „Richter“ in Form von jobcenter-Mitarbeitenden ganz, ganz genau nachgucken, wie die Ärmsten der Gesellschaft denn so überleben und bestrebt sind, aus dem Wenigen dann Nichts zu machen.

Es sind die gleichen Verantwortlichen, die unfähig sind, bei völlig irrsinnig hohen Vermögen nachzufragen, woher das alles kommt.

@helenasteinhaus und ich dachte Sippenhaft wäre abgeschafft
@helenasteinhaus so hab ich das auch in Erinnerung aus der damaligen VerdiGruppe zur Unterstützung JC abhängiger. Vom JC, bes. die JC Segeberg und Stormarn, da wurde klein klein gerechnet und nicht einmal der Dreck unter dem Fingernagel gegönnt. Das macht böses Blut ohne Ende.
@Helena Steinhaus damit lassen sich 30 milliarden euro einsparen, wenn man da genau hinsieht!

diese energie, die die behörden entwickeln, bei bürgergeldempfängern in die kochtöpfe zu schauen, steht in keinem verhältnis zu der ignoranz bei großen einkommen ....
@helenasteinhaus Wie viele Bürgergeldempfänger könnte man pro eingespartem Mitarbeiter im Jobcenter mehr und ohne derlei genaue Prüfung finanzieren? Wie groß wäre der Anstieg, wenn man genug Mitarbeiter eingespart hat, um eine ganze Filiale nicht mehr betreiben zu müssen?
@soletan @helenasteinhaus Quelle ist schon veraltet. Problem wird aber vermutlich noch das gleiche sein. 2024 bekamen Jobcenter insgesamt rund 10,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Ihnen ist es überlassen, wie sie die zugewiesenen staatlichen Mittel zwischen Verwaltung und Arbeitsförderung aufteilten.
«Einige Jobcenter verschieben bis zu 70 Prozent dieser Gelder in die Verwaltung».

@soletan @helenasteinhaus Andere veraltete Quelle.
"Von den insgesamt 10,7 Milliarden Euro, die den Jobcentern 2024 zur Verfügung standen, verschlang die Verwaltung rund 6,5 Milliarden. Demgegenüber stehen knapp 3,8 Milliarden Euro, die für die tatsächliche Förderung von Bürgergeld-Empfänger:innen ausgegeben wurden.

Damit gaben die Jobcenter vergangenes Jahr ungefähr 61 % ihrer verfügbaren Mittel nur für sich selbst aus."
https://hartz4widerspruch.de/news/verwaltungskosten-buergergeld/

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@tanglahat

Das ist tatsächlich unfassbar!

10-15% an Ausgaben für Verwaltung fände ich angemessen, aber über die Hälfte?

Da läuft ganz massiv was schief.

@soletan @helenasteinhaus

@mina @soletan @helenasteinhaus Der Kostenanteil der Verwaltung ist definitiv zu viel. Bei den ganzen neuen Kontrollen die nun eingeführt wurden und zwei Jahre infolge kein Inflationsausgleich beim Bürgergeld/Grundsicherung, muss man nun aber sogar von einer Steigerung der Verwaltungskosten ausgehen.
Das Geld welches eingespart wird bei den Bedürftigen wird mehrfach wieder ausgegeben durch mehr Verfahren vor den Sozialgerichten und erhöhtem Personalaufwand in der Verwaltung.

@tanglahat

Und dann reden sie von "Bürokratieabbau".

Dass ich nicht lache!

@soletan @helenasteinhaus