Superreiche: "Die Superreichen merken, dass sie damit durchkommen"

"Der französische Soziologe Grégory Salle forscht zu Milliardären und Eliten. Er sagt: Wer so reich ist wie Jeffrey Epstein, gewöhnt sich daran, Gesetze zu brechen.

Wird Geld zu Macht, mehr Geld zu mehr Macht – ist es wirklich so einfach?
Salle: Ja. Soziologisch kann man Superreiche genau so definieren: Für sie gelten keine Regeln und Normen. Sie glauben, Gesetze umgehen zu dürfen, es stehe ihnen zu."
https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/superreiche-macht-jeffrey-epstein-reichtum-gregory-salle

Superreiche: "Die Superreichen merken, dass sie damit durchkommen"

Der französische Soziologe Grégory Salle forscht zu Milliardären und Eliten. Er sagt: Wer so reich ist, gewöhnt sich daran, Gesetze zu brechen.

DIE ZEIT
@HonkHase
Ja. Deswegen gefährdet übermäßiger Reichtum die #Demokratie und den #Rechtsstaat. Deshalb drängen Sozialpolitiker seit jeher darauf, den Umfang des Reichtums Einzelner durch diverse staatslenkende Rahmensetzungen oder Gesetze einzuhegen. Klappte zu Beginn der Bundesrepublik (BRD) noch einigermaßen. Ab den 90igern war dann unter dauerhafter CDU-Regierung zunehmend Schluß damit.
Historisch gesehen kannten die ersten Sozialpolitiker noch die Folgen von reichem Adel und schwerreichen Großindustriellen, die letztlich genauso sind wie heutzutage die Korrpution und Rechtslosigkeit von schwerreichen Oligarchen und "Bros".
@HonkHase @werawelt Leider drängen "Sozialpolitiker" meist eher darauf, Familien ihr eines Haus wegzunehmen, das sie sich in 30 Jahren erarbeitet hatten, während sie immer schön aufpassen, dass Lücken für Superreiche bleiben, so dass diese überhaupt nicht betroffen sind.

Wer freut sich dann? Vor allem die Immobilien-Firmen, die dann die Bedingungen für Mieter kontrollieren.

Wir brauchen echte Linke, die die wirklich Reichen angreifen - nicht sowas. Und ich weiß, dass es schwierig ist - wer superreich ist, ist reich genug, sein Vermögen in Steuerparadiesen zu verstecken.

Wir müssen Abkommen wie Schengen anpassen, so dass Mitgliedsländer einen unausweichlichen Mindeststeuersatz über einer Einkommens- und Vermögensgrenze (sagen wir mal 5 Millionen, das sollte keinen treffen, dem es weh tut) durchsetzen müssen, und alternativ aus Schengen rausfliegen, damit Leute nicht mehr offiziell im Steuerparadis wohnen können aber meist tatsächlich in Deutschland o.Ä. sind.

Und umgekehrt - ähnlich wie USA könnte eine Besteuerung des weltweiten Einkommens und Vermögens mit Abzug anderweitig gezahlter Steuern sinnvoll sein (so dass jemand, der in mehreren Ländern wohnt, das Maximum der Steuer der jeweiligen Länder zahlt).

So müssen wir endlich ein für allemal Schlupflöcher schließen. Nicht Familien weiter bestrafen.