Danke Hartmut Gieselmann & Andrea Trinkwalder für diese griffige Abgrenzung von #AIslop im @ct_Magazin 2026, Heft 5, S. 52 ff

"Nicht alle Texte, Bilder, Videos und Songs, bei denen KI-Modelle zum Einsatz kommen, sind Müll. Viele besitzen einen realen Nutz-, Informations- oder Unterhaltungswert, oft steckt weiterhin erhebliche menschliche Arbeit in ihnen."

€-🔗 https://www.heise.de/select/ct/2026/5/2601310241814807708

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Digitale Giftfabriken

Billigst generierte KI-Clips und -Texte fluten das Internet und Social-Media-Plattformen. Sie buhlen um Aufmerksamkeit und verdrängen das Wesentliche. Dahinter steckt eine ganze Industrie, die aus allen digitalen Rohren feuert.

heise magazine

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"Unter KI-Slop verstehen wir hingegen automatisiert erzeugten Content, der nicht primär dazu dient, Wissen zu vermitteln, sich auszudrücken oder ästhetische Erfahrungen zu schaffen. Vielmehr ist er allein darauf ausgerichtet, den Nutzer möglichst lange zu beschäftigen und Reaktionen zu provozieren. Sein tatsächlicher Gebrauchswert ist zweitrangig, solange er Aufmerksamkeit bindet und sich verwerten lässt."

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Die Message ihres Artikels fassen die beiden dann noch so zusammen:

"Es gibt zwei Sorten von Kl-generiertem Schrott: Rage Slop will Emotionen auslösen, Berieselungs-Slop möglichst glatt durchrutschen.

Beide buhlen um Aufmerksamkeit und drängen teure Qualitätsinhalte an den Rand.

Um den Slop einzudämmen, muss man die Geschäftsmodelle der Plattformen und Suchmaschinen angreifen, die minderwertige KI-Texte, -Videos oder -Musik mit zentralen automatisierten Feeds verbreiten und belohnen."

@Lambo

Da gibt es meiner Ansicht nach noch mindestens eine weitere Sorte von KI-Slop, die sich am besten mit "a fool with a tool" umschreiben lässt. Grundsätzlich von wohlmeinenden Personen verfasst, die aber nicht willens oder fähig sind, LLM-Ausgaben auf Korrektheit oder Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

Das wird dann nervig, wenn Andere sich mit den Resultaten herumärgern müssen. Endlose Textwände in E-Mails, vibegecodete Pull Requests für Open-Spurce-Projekte, Unsinn in wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Die anderen Sorten kann man mit etwas Übung ignorieren, hier ist das schwierig.

@hweimer

Gute Ergänzung, volle Zustimmung!

Bei Journals sowie bei Freier Software ist es ja leider so, dass es einen fließenden Übergang gibt zwischen "Naivität mit guten Absichten" und Verhaltensdruck durch Plattform-Geschäftslogik.

(Linus @torvalds, lange vor AI Slop, über @github : "it’s turned into a kind of World of Warcraft universe for programmers")

Und Journals, ich sag nur: die Plattformen haben unsere Forschungsbewertung fest im Griff...

cc @RenkeSiems @uwuttke @brembs @kuf 🥸