Arzt versteht das mit der Prävention nicht. Hm. 🤔

"Da es in Deutschland derzeit nur eine minimale Zahl von Maserninfektionen gibt (2025 waren es drei pro eine Million Einwohner), seien die Risiken einer Impfnebenwirkung höher als die Risiken der Krankheit."

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/masern-impfungen-betrugsversuch-100.html

Verdacht gegen Ă„rzte und Eltern - Betrug bei Masernimpfungen

Gesundheitsämter in Bayern haben 27 Arztpraxen im Verdacht, bei der Masernimpfung zu betrügen, wie eine Recherche von <em>NDR</em>, <em>WDR</em> und SZ zeigt. Nach Einschätzung der Behörden bleibt aber ein großer Teil der Fälschereien im Dunkeln.

tagesschau.de

@bkastl
Wenn man Risiko und Wahrscheinlichkeit nicht auseinanderhalten kann.
Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit einer Maserninfektion geringer ist, als die Wahrscheinlichkeit einer Impfnebenwirkung, ist das Risiko einer Maserninfektion höher.

Mal in Zahlen:
Bei 3 Infektionen pro 1 Mio. Einwohner und 0,1% Risiko schwerer Komplikationen pro Infektion (Enzephalitis 1:1.000) sind schwere Masernkomplikationen extrem unwahrscheinlich (~0,0003 pro Mio.).
Bei 3 schweren Nebenwirkungen pro 100.000 Impfdosen (also 30 pro Mio. Dosen) sind diese wahrscheinlicher als eine schwere Masernkomplikation.

Das Risiko (Schweregrad × Wahrscheinlichkeit) ist aber bei Masern viel höher: Enzephalitis endet bei 10–20% tödlich, 20–30% mit bleibenden Schäden. Schwere Impfnebenwirkungen (z. B. Thrombozytopenie) sind meist heilbar und selten bleibend.

Ich stand ja selber als Mutter vor der Entscheidung. Bei Masern ist diese mit der Zahlengrundlage glasklar. Bei anderen neuen Impfungen war ich dann am überlegen. Ich glaube es ist das Gefühl, eine Impfung eben in dem Moment selbst zu „verursachen“, während Krankheit ein Zufall ist, der nicht eintreten muss.
Mittlerweile bin ich da aber klar mit mir. Ich impfe alles was geht. Letztens bei nötiger Tetanusauffrischung gleich die Vierfache genommen.

#masern #impfung