Liebe HAVAG ,
ich möchte euch darauf hinweisen, dass die TINAs eine Fehlkonstruktion sind.
Grund: Die Mehrheit der Tramhaltestellen bei uns in Halle (Saale) verfügt nicht über stationäre Fahrscheinautomaten.
Damit sind die Fahrgäste auf die Automaten im Fahrzeug angewiesen.
Wenn ihr die wegmacht, gibt es in vielen Fallkonstellationen garkeine Möglichkeit mehr, Fahrscheine zu erwerben!
Sowas macht man nur, wenn man vorher von 12 bis
(1/2) @Bahnblogstelle #havag #tina #ÖpnvOhneFahrscheinverkauf

@hallunke23 @Bahnblogstelle

Ich finde das grundsätzlich auch nicht perfekt gelöst. Aber Tatsache ist einfach, dass die meisten Nutzer entweder das Deutschlandticket haben oder eine Monatskarte - oder eben Handy mit entsprechender App. Und wenn man weiß, dass die neuen Bahnen keinen Fahrkartenautomat haben, dann muss man sich als Gelegenheitsfahrer eben in den Geschäftsstellen mit Fahrscheinen eindecken.
Ist auch alles eine Frage von Gewicht/Instandhaltung etc.

„dann muss man eben“

Das Problem mit deinem „dann muss man eben“ ist, dass es in der Praxis nicht möglich ist.

Warum das in der Praxis nicht geht, habe ich bereits erläutert.

In meinem Fall würde die größte Hürde nämlich darin bestehen, dass die Verkaufsstelle in meinem Stadtteil schlichtweg garkeine EInzel- und Streifenkarten anbietet. D. h. selbst wenn ich da hin gehen würde, würde ich trotzdem wieder mit leeren Händen aus dem Laden rauskommen.

@Amiga_News @Bahnblogstelle

@hallunke23 @Bahnblogstelle

Ich habe ja nicht geschrieben, dass die Havag die perfekte, für die Kunden allerbeste Lösung anbietet. Ich habe versucht die Gründe zu erläutern.

"Warum das in der Praxis nicht geht, habe ich bereits erläutert."

Es gibt genügend Möglichkeiten, abseits der Bahnen Tickets zu kaufen:

https://havag.com/tickets/verkaufsstellen/fahrkartenautomaten/automatenstandorte

https://havag.com/tickets/verkaufsstellen/vertriebspartnerschaft

Ich gehe mal davon aus, dass die Service-Center auch diesbzüglich informieren würden.

Standorte der Fahrkartenautomaten | SWH. HAVAG

Eine Liste der stationären Fahrkartenautomaten der HAVAG an den Haltestellen.

Tja, an der STelle muss ich dich jetzt wirklich rügen, denn deine Argumentation fällt jetzt in den Bereich des Gaslightings.

Wenn du dir die Liste der stationären Fahrkartenautomaten anschaust, dann sieht du da, dass es im ganzen Stadtgebiet 28 von diesen Geräten gibt. Die Anzahl der Tram-Haltestellen ist aber deutlich größer. Von denen gibt es 218 Stück. Das heißt: Gerade mal 13% der Haltestellen werden vom stationären Automatennetz abgedeckt. Die restlichen

(1/8)
@Amiga_News @Bahnblogstelle

@hallunke23 @Bahnblogstelle

Gaslightings?? Echt jetzt? Wen bitte soll ich denn manipulieren wollen? Ich selbst nutze FairtiQ. Ja, dazu braucht man ein Handy. Da ich aber von 365 Tagen im Jahr 350 mit dem Rad fahre - was in Halle so und so die beste Lösung ist - reicht mir das. Nichtsdestotrotz habe ich mir die Mühe gemacht für dich zu recherchieren und mich in dich reinzuversetzen.
Wenn ich Vielfahrer wäre, würde ich mir entweder Deutschlandticket holen oder Monatskarte.

Entschuldigung, ich fürchte, ich habe den Begriff vielleicht falsch verwendet. Was mich aufregt, ist eben der Punkt, dass das Konzept des „ÖPNV ohne Fahrscheinverkauf“ bestimmte Anwendungsfälle eben garnicht abdeckt. Und wenn du sagst, es gäbe genügend Verkaufsstellen, dann leugnest du damit das Problem.

Problem beim Vorratskauf ist, dass man dafür vorausschauend planen muss. Das haut in manchen Fällen einfach nicht hin.

Dazu kommt: Vorratskäufe sind bei uns (1/7) @Amiga_News @Bahnblogstelle

im MDV nur eingeschränkt möglich. Grund dafür ist der Verhau, den du unten im Bild siehst. ICh hab mir für dich mal extra die Zeit genommen und bin zum nächsten Bahnhof gelatscht, wo es noch einen DB-Automaten gibt. (Havag-Automaten gibt es ja in meinem Stadtteil nicht.)
Hier gibt es einen Aspekt, den du vielleicht nicht kennst: Hier im MDV muss man für jeden Fahrschein im Voraus die Liste der befahrenen Zonen in den Automaten eingeben.
(2/7)
@Amiga_News @Bahnblogstelle
Das hat zur Folge, dass es die 4er-Karten in einer Vielzahl an verschiedenen Kombinationen gibt. Wenn ich zum Beispiel morgen spontan nach Querfurt fahren wollte, dann bräuchte ich dafür ein Ticket mit den Tarifzonen 210-233-234-232-231. Ein solches Ticket könnte ich aber heute nicht auf Vorrat kaufen, weil ich heute noch nicht weiß, dass ich genau diese Zonenkombination brauche. Kurz: Wer seine 4er-Karten auf Vorrat kauft, der wird diese nur für die 1-2 (3/7)
@Amiga_News @Bahnblogstelle

wichtigsten Relationen kaufen, die dann vielleicht 95% aller Anwendungsfälle abdecken. Für die restlichen 5% braucht man trotzdem noch Einzelfahrscheine, die man bei Fahrtantritt kauft. Und diese restlichen 5% kann man eben nicht auf Vorrat kaufen. Und das ist der Punkt wo der Ansatz „kauf deine Fahrscheine doch auf Vorrat“ einfach nicht funktioniert.

Ich habe selber über längere Zeit im Großraum Nürnberg gelebt und kann dir sagen, dass „alle Fahrscheine (4/7)
@Amiga_News @Bahnblogstelle

immer auf Vorrat kaufen“ ein Ansatz ist, der _dort_ funktioniert. Warum? Weil ein typischer Haushalt im VGN, der sich mit Streifenkarten eindeckt, in der Praxis maximal 4 Varianten der STreifenkarte braucht: 4er Karte innerorts, 10er Karte für außerorts, Erwachsener und Kind. Insgesamt werden im VGN nur 18 verschiedene Varianten der STreifenkarte angeboten. Auf den 10er Karten sind keine Zonennummern vorgedruckt, man stempelt einfach pro Zone einen STreifen.
(5/7)
@Amiga_News @Bahnblogstelle

Wenn ich nun aber für jede Relation verschiedene Tickets brauche, dann gibt es zwangsläufig Anwendungsfälle, die mit dem Vorratskauf nicht abgedeckt sind.

Und das sind dann die Fälle, wo dann irgendwann irgendwer wegen Schwarzfahren vor GEricht landet und dann dem Richter erklären muss, dass es in seiner Verkaufsstelle keine 4er Karten gibt oder dass er kurzfristig ne exotische Relation fahren musste, für die er keinen Vorrat hat oder was-weiß-ich. Das sind (6/7)

@Amiga_News @Bahnblogstelle

vielleicht nur 1% aller Anwendungsfälle, vielleicht auch nur 0,1%, aber ich sag dir: So wie es jetzt ist, gibt es Anwendungsfälle, die einfach nicht abgedeckt sind. In einem Teil dieser Anwendungsfälle gibt es vielleicht noch eine unzumutbare Lösung, in anderen ist der Fahrscheinkauf garnicht möglich.

Und das sind dann die Fälle, wo dann wirklich der Richter sagt, das geht so nicht, wenn das Verkehrsunternehmen keine Fahrscheine ausgibt, ist es selber schuld.
(7/7) @Amiga_News @Bahnblogstelle