Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.

"Es ist bezeichnend, dass die Maßnahme als »Jugendschutz« verkauft wird. Denn ein Verbot würde vor allem die Betreiber der Plattformen davor schützen, mehr für die Sicherheit der Nutzenden zu tun. Kindern und Jugendlichen droht hingegen ein schmerzlicher Verlust, der für viele von ihnen negative Folgen hätte."
https://www.spektrum.de/kolumne/social-media-verbot-fuer-minderjaehrige-ausgrenzung-statt-schutz/2310987

Ausgrenzung unter dem Deckmantel des Jugendschutzes

Das Argument, Social-Media-Verbote für Minderjährige dienten zum Jugendschutz, ist vor allem eins: eine Nebelkerze, kommentiert Michaela Maya-Mrschtik.

Spektrum.de
@mimrma Ich fürchte, wenn man die Plattformbetreiber in die Pflicht nimmt, bekommen wir eine quasi Ausweispflicht im Internet. Eine Altersverifikation käme denen ganz gelegen, wenn sie dabei noch mehr persönliche Daten abgreifen können. Und wie wollen Betreiber von kleinen Mastodon-Instanzen verhindern, dass sich Kinder registrieren? Sie müssen die Instanz schließen oder die Altersverifikation durch windige Drittanbieter durchführen lassen. Man sollte lieber die Eltern in die Pflicht nehmen.
@mimrma Natürlich gäbe es auch minimalinvasive Methoden der Altersverifikation, wie zum Beispiel die #Ausweisapp. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich eine Big-Tech-Lösung durchsetzen wird.

@weirdfish @mimrma

Auch AusweisApp schafft Probleme. Ausschluss von allen, die keinen passenden (!) Ausweis haben. Ausschluss von allen ohne Smartphone (Desktop/Laptop mit NFC habe ich bisher nicht gesehen).

@project1enigma war nur ein Beispiel für eine technische Umsetzung, die kein privacy nightmare ist. Besser wäre es natürlich, wenn keine Altersverifikation nötig ist.

@mimrma

@weirdfish @mimrma

Woher weiß ich eigentlich, dass diese App keine Side-Channels hat (zum Beispiel Tracker)?

@project1enigma
Wissen kannst du dass nur, wenn du den Quellcode analysierst, dieser ist open source und auf github öffentlich einsehbar.

Außerdem: "Die AusweisApp ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach TR-03124 zertifiziert." (https://de.wikipedia.org/wiki/AusweisApp_(Governikus)#Zertifizierung)

Das ganze ist also schon einigermaßen vertrauenswürdig.

@mimrma

AusweisApp (Governikus) – Wikipedia

@weirdfish @mimrma

Zertifizierungen sind kein Argument.

Sourcecode wäre es, wenn ich Energie dafür hätte, den zu analysieren, und die Sicherheit, dass das, was am Ende installiert wird, auch von genau diesem Sourcecode kommt.