Guten Morgen, @NDR Der Teaser ist leider irreführend: Dünger auf gefrorenen Boden läuft überall hin - nur düngen wird er den Boden nicht, wenn er nicht eindringen kann. Die weggeschwemmte Gülle in Flüssen und Bächen vergiftet die Gewässer.
Die Landwirte sparen sich, Lagerkapazität vorzuhalten. Deswegen jammern sie jetzt.
Peinlich ist doch, dass die EU diese Physik erst in Regeln gießen muss, weil die Landwirte Physik nicht begreifen.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/frust-wegen-bodenfrost-landwirte-duerfen-noch-nicht-duengen,hallonds-5644.html

@Schrecke

Unser "Landwirt" vor Ort düngt schon fleissig. Merhmals.

#freiburg

@mad @Schrecke

Berliner Norden ebenso. Vorgestern den typischen "Duft" beim Fenster öffnen wahrgenommen (schnell wieder zu).

@Schrecke @NDR
Ich denke bei sowas den Landwirten ist die Physik doch egal. Die wollen den Müll von der Tiermast nur irgendwo verklappen. Und gratis auf dem Feld ist halt am billigsten.

@Schrecke @NDR Landwirte* begreifen Physik, ihnen ist nur scheißegal wo der Dreck hin läuft, den sie da loswerden wollen...

*) Bezug auf die, die sich hier beschweren und es machen wollen, weil Pauschalaussagen generell Mist sind...

@Schrecke
Jepp, das ist kein Düngen, sondern Entsorgung.
@NDR @danimo
@beandev @Schrecke @NDR @danimo Passiert vermutlich auch nur denen, die zu doof waren, sich ne Biogasanlage hinzustellen.

@brezelradar @beandev @Schrecke @NDR @danimo

In der Biogasanlage wird doch "nur" der Kohlenstoff in Methan umgewandelt.
Dabei müsste nach meinem Verständnis der Stickstoffgehalt gleich bleiben.
Wenn ich es also richtig verstehe, müsste das Nitratproblem gleich sein, egal ob man die Gülle direkt oder die Reste aus der Biogasanlage aufs Feld bringt.

@brezelradar
Da löst sich nicht alles in Luft auf, der Rest kommt auch aufn Acker
@Schrecke @NDR
Exakt dieses.
Nicht die EU ist schuld, dass die Landwirte nicht düngen dürfen wegen Bodenfrost. Landwirte dürfen die Gülle nicht in Gräben (und damit ins Oberflächenwasser, also die Seen und Flüsse) kippen, die dann Algenplage bekommen.
Die richtige Überschrift müsste daher lauten: "Umweltverschmutzung verboten und Fischsterben verhindert. Landwirte sauer, weil sie das früher durften."

@Schrecke

Da geht doch bestimmt was mit Bürokratieabbau.

@NDR

@Schrecke @NDR
Bei trockenem Boden im Sommer doch genauso...

Jede übers Hobbygärtnern informierte Person: "Erst einmal die Erde anfeuchten, damit das Düngewasser später gut zu den Wurzeln durchsickern kann."

Landwirte: "Ah, strahlender Sonnenschein, gleich mal aufs Feld und drauf mit der Gülle!" (Okay, nicht alle, hier odelt tatsächlich einer erst nach'm Regen.)

@phetsig
Na das würde ja bedeuten, dass gelernten Landwirten da Fachwissen fehlt was im Hobbybereich bekannter ist. Das bezweifel ich doch sehr stark, dass das in der Lehre nicht drankommt. 🤷‍♂️
@Schrecke @NDR

@stubenhocker An der Ausbildung liegt es eher nicht. Gülle fällt kontinuierlich einfach an. Lagerkapazität kostet Geld.
Das sind sog. betriebswirtschaftliche Entscheidungen, die Kapazität nicht zu bauen und dann nach der Sperre Stress zu kriegen, wenn man nicht sofort anfangen kann, die Güllegrube Richtung Feld zu entleeren.

@phetsig @NDR

@stubenhocker @NDR
Bin da ganz bei @Schrecke, ist eher der "Was weg muss, muss weg"-Ansatz. Gülle, die nicht zur Biogas-Produktion genutzt wird, ist allzu oft überflüssig. (Wortspiel beabsichtigt 😉)
@Schrecke
Ja klar, wenn alles auf Kante genäht werden muss um überhaupt zu überleben, wärend Supermärkte o.Ä. sich mit dem Löwenanteil die Taschen voll machen, kommt sowas dabei raus und man , macht man alles was irgendwie erlaubt ist oder kaum verfolgt wird, gibt auf, oder kämpft einen extremst aufreibenden Kampf gegen Windmühlen..
@phetsig @NDR
@stubenhocker @Schrecke @NDR
Die Diskussion ums liebe Geld nervt mich etwas, wenn ich sehe, dass einige Landwirte in meiner Umgebung für Baugrund benötigte Ländereien zurückhalten, weil sie wissen, dass der Preis weiter steigen wird. Die Zahl der Landwirte, die hier am Hungertuch nagen müssen, ist glaube ich überschaubar. Klar, Landwirtschaft ist ein Subventionsgeschäft und jeder und jede weiß das. Es gibt aber auch andere Mittel und Wege, die
Kosten zu drücken. In Niedersachsen bspw. gibt es vermehrt Maschinenringe, damit nicht alle eigene Traktoren, Mähdrescher und Erntemaschinen unterhalten müssen. Bio lässt sich teurer verkaufen, hat aber freilich mehr Auflagen. Einige züchten mittlerweile Pferde und haben auf Hotelbetrieb mit Essen aus eigenem Anbau umgestellt. @stubenhocker @Schrecke @NDR
@phetsig
Ja super, dann bekomm ich das bessere Bio bald nur noch mit Hotelübernachtung im Gastro dank kreativer Anpassungen an keine Veränderung 🙃
@Schrecke @NDR
@stubenhocker @Schrecke @NDR
Hehe, so war's freilich nicht gemeint. Aber das Gemeckere etlicher Landwirte hat eben viel mit der Bequemlichkeit zu tun, nichts an alten Verhaltens-/Arbeitsweisen und Strukturen verändern zu wollen.
[Nicht ausschließlich, und es gilt wie geschrieben nicht für alle, aber es ist an einigen Stellen trotzdem gut zu sehen.]
@phetsig
Ja an die dachte ich auch weniger bei "auf Kante genäht", da macht das unverfolgte entsorgen sicherlich einen ordentlichen Puffer, je größer und industieller der Betrieb. Geld aus der Giesskann ist nicht die Lösung, Fehlendes fehlt aber an der falschen Stelle.
Vielleicht sollten die grossen einfach nicht mehr unter "Landwirtschaf" fallen, sondern das was sie sind: Industrie - und separat knebeln ;)
@Schrecke @NDR
@stubenhocker @phetsig
In Deutschland schreibt die Düngeverordnung genau vor, wie viel Stickstoff und andere Nährstoffe auf den Acker dürfen. Alles muss sorgfältig dokumentiert werden. Gülle und Boden müssen beprobt werden. Der Verbleib organischer Dünger muss lückenlos nachgewiesen werden, auch beim Verkauf. Einfach entsorgen ist quasi nicht möglich. Selbst LKW haben mittlerweile GPS Module die Lade- und Abladepunkt dokumentieren.
@hhestein @stubenhocker
Ah, interessant, danke für die Aufklärung!
@phetsig @hhestein
Ja gut, dann haben die Anordnungs- und Prüfstellen keine Ahnung von Physik, um mal auf den Starttoot zurückzukommen, und erlauben Dinge.... 🤷‍♂️

@phetsig

Unsere Bauern machen das auch, ABER dann kommt von mir die Aussage: "Verdammt, gleich regnet es wieder, die Bauern fahren wieder Gülle." Und in locker 85% der Fälle regnet es dann auch.
Das ist also schon zweckmäßig, denn bei trockenem Boden fährt es sich besser.

@Schrecke @NDR

@DennisKuester @Schrecke @NDR
Ich gebe zu, mich nicht näher mit den Fahrbedingungen auseinandergesetzt zu haben. Problematisch sehe ich das halt dann, wenn der Boden so trocken ist, dass alles einfach weggespült wird. Kann ja mal ein Foto machen, wenn hier mal wieder alles über den Feldweg Richtung Teich-Biotop läuft.

@phetsig Ich glaube ja generell an das Gute im Menschen. Vielleicht ist es dem Landwirt gar nicht bewusst und vielleicht ärgert er sich auch darüber.
Ansprechen oder "anschwärzen" könnte helfen.

Bei uns auf dem Amt sucht man eher das Gespräch, bevor man Bürger mit Strafen drangsaliert, deshalb "anschwärzen". 😊

@DennisKuester
Wenn ich ihn anschwärzen wollte, hätte ich 15 Jahre Zeit dafür gehabt. Eigentlich schüttele ich, wenn ich den speziellen Typ sehe, nur noch den Kopf ... denn ich glaube, wer mit 25 km/h im Traktor auf dem Feldweg an Fußgängern vorbeibrettert, dürfte einigermaßen beratungsresistent sein. 😉

@Schrecke
Man könnte einen ganzes Buch über Gruppen verfassen die Physik nicht begreifen. Angefangen von Pro Kernkraft über "Hocheffiziente" Verbrenner bis hin zu "E-FUELS".

Die Grundsätze der Thermodynamik sind nicht schwer!
Ich habe sie verstanden, andere können das auch!

@Schrecke
Das Düngeverbot bei Frost ist grundsätzlich richtig. Es gibt aber einen legitimen Ausnahmefall: Gefrorener Boden schützt die Bodenstruktur vor Verdichtung durch schwere Landmaschinen. Wer weiß, dass der Boden zeitnah auftaut und kein Abschwemmungsrisiko besteht, wägt zwei reale Risiken ab.
Landwirte sind nicht dumm, sie schützen Boden und Umwelt und sorgen für eure Ernährung!

#miteinander statt #übereinander reden

@hhestein Wie gut dass Sie wissen mit wem ich rede bzw. geredet habe. Nicht.

@hhestein
@Schrecke

ach ja. Und deswegen fährt der Bauer nach dem Odeln dann monatelang nicht mehr auf das Feld wg. der Bodenverdichtung und wartet bis der nächste Frost kommt?

Wenn'st als Bauer vor 50 Jahren im Februar mit dem Odelwagen oder Miststreuer auf dem Feld rumgefahren wärst, hätte Dich jeder für bescheuert erklärt. Aber damals hatte man die Jauchegruben und Misthaufen halt auch so dimensioniert, daß man einmal im Frühjahr und ein halbes Jahr später im Herbst das Zeug aufs Feld fährt.

@hhestein @Schrecke Sorry, aber Landwirte schützen ganz sicher nicht die Umwelt. Wie kommt man auf so ein morsches Brett?
Eine der Hauptursachen der Umweltzerstörung ist und bleibt Landwirtschaft.
@Schrecke na dann könnense ja jezz schnell noch mit ihren treckern protestieren fahren. irgendein physikalisches institut blockieren, weil wg gg bauern und so ..
@Schrecke @NDR naja: zwei Argumente von der anderen Seite: sie haben keine Lager Kapazität weil das Kosten sind. Die dann weniger Gewinn verursachen, weil der Preisdruck von den Käufern (große Konzerne, Aldi etc, aber letztendlich der Käufer im Supermarkt der lieber den halben Euro beim Kauf spart, weil...) brutal ist und damit solche Kosten- und Investitionsüberlegungen notwendig sind. Pluss zeitlicher Verzug dürfte am Ende auch zu weniger Zeit für anderes bedeuten, wenn es zeitkritisch wird.
@Schrecke @NDR
"Bauer sein" hat heute mehr mit "Chef eines Industrie Betriebs" zu tun, als die Bauernhof Geschichte, die man den Kids heute noch vorliest (mein Kind hat gerade "Ostwind" gelesen). Mit leider allen Konsequenzen.
@Schrecke @NDR Die Bewohner dieses Landes haben beschlossen, ihr Land weiter zu versauen! Das machten sie schon immer so! Sonst wäre das Auto nicht mehr wert als alles andere!
Sonst gäbe es schon längst den Willen zur Veränderung. Der war und ist aber nicht zu erkennen.