đŸ€Š Das Gegenteil von souverĂ€n ist souverĂ€n gemeint. 🐧 🐘 Es ist Zeit fĂŒr eine ehrliche Softwarewende zu Opensource https://www.linux-magazin.de/news/osba-kritisiert-schlupfloecher-im-deutschland-stack/

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OSBA kritisiert Schlupflöcher im Deutschland-Stack

Die Bundesregierung will unter der Leitung des Bundesministeriums fĂŒr Digitales und Staatsmodernisierung mit dem Deutschland-Stack, die digitale Verwaltung, insbesondere bei Dienstleistungen fĂŒr BĂŒrger, neu aufzustellen. Die Open Source Business Alliance warnt davor, die Chance auf sichere und moderne Infrastrukturen zu verspielen. Der Deutschland-Stack soll dafĂŒr als nationale souverĂ€ne Technologie-Plattform fĂŒr die Digitalvorhaben in Deutschland sowohl Technologien, Rahmenbedingungen als auch Produkte zusammenfassen und fĂŒr Bund, LĂ€nder und Kommunen bereitstellen. Jetzt wurde die zweite Konsultationsrunde dazu abgeschlossen. Die Open Source Business Alliance – Verband fĂŒr digitale SouverĂ€nitĂ€t fordert in einer Stellungnahme eine klare Festlegung auf Open-Source-Lösungen. Der OSBA-Vorstandsvorsitzender Peter Ganten kommentiert: „Die aktuelle Situation, in der die gesamte Verwaltung von einzelnen Anbietern abhĂ€ngig bleibt, ist untragbar. Innovative, europĂ€ische Lösungen bekommen unter diesen UmstĂ€nden kaum Chancen, Preise werden diktiert und es bleibt unklar, ob sensible Daten der Verwaltung ausreichend vor ungewolltem Zugriff geschĂŒtzt sind. Wenn der Deutschland-Stack keine durchgĂ€ngige und ausnahmslos auf Open Source ausgerichtete Strategie erhĂ€lt, bleibt echte digitale SouverĂ€nitĂ€t unerreichbar.“ Die OSBA kritisert unter anderem, dass der Deutschland-Stack auch in seiner neuen Version noch zu viele Schlupflöcher fĂŒr Closed-Source-Angebote und insbesondere auch fĂŒr außereuropĂ€ische Hyperscaler offenlĂ€sst. Echte digitale SouverĂ€nitĂ€t sei damit fĂŒr den Deutschland-Stack unerreichbar. Dass die Vorrangsregelung fĂŒr Open Source in der zweiten Version des Deutschland-Stacks nicht wirklich konsequent ist und riesige Einfallstore fĂŒr nicht souverĂ€ne Lösungen offenlĂ€sst, wird besonders an den Formulierungen „vorrangig werden Open Source Lösungen oder Lösungen europĂ€isch souverĂ€ner Anbieter eingesetzt“ sowie “Made in EU first – Stack- Elemente werden prioritĂ€r durch Produkte aus EU-LĂ€ndern umgesetzt” deutlich. Die erstgenannte Formulierung lĂ€sst nach Ansicht der OSBA komplett offen, wie in der Praxis entschieden werden soll, ob eine Open-Source-Lösung eingesetzt wird oder die eines „europĂ€isch souverĂ€nen Anbieters“. Denn beide Optionen seien in dem Satz gleichgestellt. Zudem sei völlig unklar, wie ein „europĂ€isch souverĂ€ner Anbieter“ ĂŒberhaupt definiert sei, bemĂ€ngelt die OSBA. „Vorrangiger Einsatz“ klinge zwar zunĂ€chst gut, könne aber auch bedeuten, dass in der Praxis zu knapp 50 Prozent Lösungen eingesetzt werden, die weder Open Source noch „europĂ€isch souverĂ€n“ seien. Die OSBA schreibt: „In den zitierten Formulierungen sehen wir die Gefahr des SouverĂ€nitĂ€ts-Washings, also dass Closed-Source-Angebote europĂ€ischer Anbieter genutzt werden, welche keine echte (insbesondere auch technologische) digitale SouverĂ€nitĂ€t bieten: Der Quellcode kann nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden und es besteht keine Möglichkeit der selbststĂ€ndigen Anpassung der Software. Bei einer möglichen Insolvenz des Software-Herstellers oder einer FirmenĂŒbernahme, Aufkauf oder Mehrheitserwerb beispielsweise durch chinesische oder US-amerikanische Unternehmen kann die Software nicht unabhĂ€ngig weiter entwickelt und betrieben werden. Vor diesem Hintergrund wird der Einsatz von Closed Source Software zu einem unkalkulierbaren Risiko.“

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