Google ist auf sehr vielen Webseiten eingebunden (bspw. Fonts, Analytics, Werbung, reCAPTCHA). Sobald dein Browser etwas von Google nachlädt, sieht Google meist: Deine IP, den Zeitpunkt und von welcher Seite der Abruf kam. Wenn du parallel bei Google eingeloggt bist, wird daraus schnell ein klares Profil, auf welchen Seiten zu aktiv bist. 👇

https://www.kuketz-blog.de/google-als-mitleser-warum-so-viele-webseiten-deinen-besuch-verraten/

#google #tracking #datenschutz #dsgvo

Google als Mitleser: Warum so viele Webseiten deinen Besuch verraten

Ich ernte regelmäßig ungläubige Blicke, wenn ich sage: Wenn ihr ein Google-Konto nutzt – egal in welcher Art – kann…

@kuketzblog "wird daraus schnell ein klares Profil" - ich höre dann immer die Antwort "mir doch egal". Und ich weiß nicht was ich darauf antworten soll..

Welche Nachteile hat jemand im Alltag davon, dass Google ein Tracking-Profil erstellt?

@leonid »Mir egal« wirkt nur so lange, bis es konkret wird: Ein Tracking-Profil entscheidet mit, welche Preise/Angebote du siehst, welche Werbung und Manipulation dich trifft, welche Inhalte/„News“ dir gepusht werden – und es kann bei Datenleaks, Kontoübernahmen oder Behörden-/Rechtsanfragen gegen dich arbeiten. Es geht nicht um ein Geheimnis, sondern um Kontrolle: Wer dich gut kennt, kann dich besser beeinflussen.

@kuketzblog in meinem Freundes- und Bekanntenkreis interessiert das niemanden (Werbung, Manipulation) und eine hypothetische Kontrolle ebenfalls nicht.

Ich werde immer wie ein Verrückter angeschaut wenn ich solche Themen anbringe..

Mag sein, dass nur ich solch ignorante Menschen um mich habe.

@leonid @kuketzblog

Das ist das klassische Nichts-zu-Verbergen-"Argument", dem ich leider auch oft begegne.

Hier ein paar mögliche Antworten darauf von @digitalcourage / @reticuleena:

https://digitalcourage.de/nichts-zu-verbergen

https://shop.digitalcourage.de/kategorie/nichts-zu-verbergen-gebunden.html

Nichts zu verbergen? | Digitalcourage

Ein bunter Strauß von Erwiderungen auf einen gefährlichen Mythos

Digitalcourage
@leonid Nö, bist nicht der einzige.
Bei mir wird nicht verstanden, was daran so schlimm sein soll - und ich kann Nachfragen, wie das denn technisch gehen soll (außer über cookies) und was da genau gesammelt wird, leider oft nicht gut beantworten.
ach ja, man käme da doch eh nicht raus, kommt auch gern als Antwort, da ist ja was dran. Gerade bei Google ist das tatsächlich nicht einfach nach meiner Einschätzung.
@kuketzblog
@leonid
Du brauchst neue Freundschaften.
@kuketzblog

@kuketzblog @leonid Ein weiterer Punkt ist sicherlich, dass wenn man dies weiß, man bestimmte die Dinge nicht mehr so tut, als wenn man sich unbeobachtet wähnt. Stichwort: Schere im Kopf.

Diese Dauerüberwachung führt doch bereits dazu, dass sich Menschen fragen, wann sie wohl wieder ohne Furcht in die USA werden reisen können, wenn im Prinzip bei der Reise sie ein "offenes Buch" für den Überwachungsstaat USA sind.

@kuketzblog @leonid
Haha, das war auch die erste Frage die hier gerade in meinem Umfeld darauf gestellt bekommen habe. :-D
Und mir fällt es super schwer darauf zu antworten, weil die Folgen nicht wirklich direkt/greifbar sind :(
Aber dank Mikes Erklärung war es etwas greifbarer und erklärbarer. Jetzt muss ich sie nur so abspeichern dass ich sie direkt parat habe beim nächsten Mal ;)
@leonid Von @digitalcourage gibt es die Reihe 'kurz & mündig'. In diesem Band findest du Argumente gegen diesen Satz:
https://shop.digitalcourage.de/files/kum12-fair-use.pdf
(€ - fair use)
@kuketzblog @leonid Google nutzt diese Daten, um dir personalisierte Werbung zu zeigen oder verkauft diese Daten an Werbetreibende. Und im schlimmsten Fall, können solche Daten für Repressionen verwendet werden. In den USA hat ICE einfach Gesundheitsdaten verwendet, um gezielt Menschen zu verfolgen. Das ist mit Google-Daten auch möglich.
Oder andersherum, wem würdest du deinen Standort anvertrauen und warum sollte das Google sein? Wäre es dir auch egal, wenn ich zu jeder Zeit wüsste, wo du bist?
@Datenproletarier @kuketzblog @leonid Und auch wenn man keinen direkten Schaden durch die Datensammelei von Google hat, verdient Google damit. Und da es Google mehr um Profit als um Menschenrechte geht, wirkt sich das negativ auf Demokratien aus.

@Datenproletarier @kuketzblog nicht dass ich die Meinung so vertrete, ich kann aber auch argumentieren, dass mir vollkommen egal ist, ob Google die Daten für Werbung verkauft. Das haben sie schon immer gemacht und wie hat es mir geschadet?

Ich habe PiHole im Netzwerk und nutze keine kostenlosen Dienste wie Apple oder Google Mail. Kein Chrome. Das sage ich aber kaum jemanden, weil "Normalos" mich für einen Aluhutträger halten werden. Oder halt heute schon tun, wenn ich davon erzähle.

@leonid
Ich frage die Leute dann immer ob sie auch nackt Bus fahren. Dann verstehen sie es in Regel...
@kuketzblog

@Yolanda405 @leonid @kuketzblog

"DAS HAT DOCH DAMIT NICHTS ZU TUN" krieg ich dann sinngemäß zurück. IMMER

@C3nC3
Dann frage ich nach ihrer Krankenakte, wann sie und mit wem sie fremd gehen, was sie mit ihrem Anwalt besprechen, warum sie Gardinen an den Fenstern haben...etc.
@leonid @kuketzblog

@Yolanda405 @kuketzblog und wechselt jemand von Google Mail auf einen bezahlten Anbieter?

Sobald auch nur ein Euro im Spiel ist, geben alle ihre Bedenken auf und kippen alles bei Google ab.

@leonid
Ich habe einigen Leuten in meinem Umfeld zum Geburtstag, einen Account bei Mailbox.org geschenkt.
Das hat z.T. funktioniert.
@kuketzblog
@Yolanda405 @kuketzblog @leonid
Ich scheitere oft daran, Leute von WhatsApp wegzubringen oder zumindest einen zweiten Messenger zu installieren.
@werdenfels
Hab ich vor 15 Jahren deinstalliert. Inzwischen hat fast mein komplettes privates und dienstliches Umfeld Signal. Und wer's nicht hat, SMS und in ganz selten Fällen Threema. Niemand muss den Zwang mit WhatsApp mitmachen. Es gibt immer noch einen anderen Weg
@kuketzblog @leonid
@kuketzblog @leonid @Yolanda405
Ich hatte noch nie WhatsApp. Aber damit habe ich zu manchen Leuten keinen Messenger-Kontakt und bin aus Gruppen ausgeschlossen.

@Yolanda405 @werdenfels @kuketzblog ich nutze WhatsApp und werde es weiterhin nutzen. Zum Beispiel wegen meiner Kollegen oder Handwerker, die bei uns letztes Jahr saniert haben.

Ich nutze WhatsApp nicht für alltägliche Kommunikation mit meiner Familie und Freunden. Aber WhatsApp zu deinstallieren wäre ein sehr großes Problem für mich.

@leonid @Yolanda405 @werdenfels @kuketzblog
Also bei Handwerkern und Dienstleistern sage ich jeweils: Oh, WhatsApp habe ich prinzipiell nicht, installieren Sie bitte Signal. Funktioniert immer, denn ich bin schliesslich der Kunde.
#WhatsApp #Signal
@leonid @Yolanda405 @kuketzblog @mveron
Funktioniert nicht bei privat.
@werdenfels @leonid @Yolanda405 @kuketzblog Stimmt für mich so nicht. Ein Grossteil meines Umfelds benützt zumindest parallel Signal, auch weil ich prinzipiell nicht über WhatsApp kommuniziere.
Bei WhatsApp-only Personen ist es dann halt SMS oder Mail oder ein Telefonanruf...
@kuketzblog Unterscheiden sich Chrome-basierte Browser und Firefox im Umgang mit diesen Tracking-Wanzen? Gerade im Zusammenspiel mit Ad-Blockern wirbt Firefox ja durchaus damit, dieses Tracking einzuschränken oder sogar zu unterbinden.
@taschenorakel
Firefox hat zumindest einen Schutz eingebaut, welcher viele Tracking Sachen blockiert. Dieser basiert soviel ich weiß auf der Liste von Disconnect
Verbesserter Schutz vor Aktivitätenverfolgung in Firefox für Desktop | Hilfe zu Firefox

Der verbesserte Schutz vor Aktivitätenverfolgung schützt automatisch Ihre Privatsphäre, während Sie mit Firefox im Internet surfen.

@taschenorakel @cantences
Firefox habe ich so eingestellt, dass er beim Beenden Cookies und Websitedaten löscht.
@kuketzblog Ich verwende neben uBlock auch LocalCDN. Jetzt bin ich mir doch unsicher inwieweit das Addon die Profilbildung verhindert. Und kann ich das Addon anderen problemlos weiterempfehlen/installieren?
@kuketzblog diese scripte sind easy und ohne Funktionsverlust mit noscript blockbar. Cookies sollten eh nach jedem Schließen des Browsers automatisch gelöscht werden, das kann in den Einstellungen des Browsers aktiviert werden.
Es macht immer etwas mehr Arbeit, als wenn einfach alles zugelassen und auf default stehen bleibt. Das sollte es aber wert sein.

@kuketzblog
Oh ja, danke. Sowas kommt von sowas halt - ich habe irgendwo was über einen neuen & achso tollen Mastodon Client gelesen, diesen (Trunks) aber nur bei GglPlay gefunden. Das Ding ist tatsächlich sehr angenehm un Benutzung, aber mittlerweile wieder runter - das mit den aggressiven Verbindungen zu Ggl passt mir nicht zu Fediverse.

Ihr seid vorgewarnt ;)

#google #tracking #datenschutz #dsgvo

@kuketzblog
...
Wenn du nicht bei Google eingelogt bist, wüssten sie ebenso, wo du ungefähr bzw. genau hingehörst.

Davon ist bei solchen Diensten auszugehen, die ideintifizierende Daten (IP-Adresse, Werbe-ID, Cookies) aus verschiedenen direkten oder indirekten Beziehungen zur Person bzw. zum Gerät bekommen. Z. B. Android-Smartphone mit Google Konto, Gmail Abruf über Mailclient oder Browser, vorher was bei Google gesucht, von einem anderen Webseitenbetreiber mit eingebundenem Google-Dienst verraten worden,...

D., der die neue Augenwischerei, dass reCaptcha "jetzt auch mit Datenschutz" (Auftragsverarbeitungsvertrag) geht ignoriert, solange der Dienstleister bekanntermaßen eigene Interessen an den Daten anderer verantwortlicher Stellen haben kann. (Google, Microsoft, Meta, Adobe, Apple...)

@kuketzblog deshalb habe ich im AdGuard Home (ebenso unterwegs via WireGuard nach Hause) den "No Google" Filter aktiv und blocke auch alle Applikationen die ich nicht nutze (Meta etc.) proaktiv weg.

Da wird dir erstmal so richtig bewusst, wo überall Google drin steckt. Apps laden teils nicht oder Webseiten verlieren an Funktion.

z.B. bei der ARD Mediathek funktioniert kein Login mehr, da bei der Authentifizierung zwingend notwendige Google APIs nicht mehr nachgeladen werden können. Verrückt.

@kuketzblog gilt übrigens auch für die omnipresenten Share Buttons für Facebook, Instagram, Twitter bzw X und Co.
@kuketzblog
Dass man mit den Augen rollt, wenn ich von Datenautonomie anfange, kenne ich auch nur zu gut. Bei uns haben aber auch alle Schüler Teams und iPad Zugänge, da bin ich der Meinung, dass es sträflich wäre, nicht gelegentlich darauf hinzuweisen..
Das "egal" Argument kommt auch oft, gelegentlich auch ein Whataboutism angesichts meiner Smartwatch und meines Handys. Bloß, Handy ist weitestmöglich entgoogelt mit Custom ROM, Uhr entclouded mit GadgetBridge. Das ist aber leider kompliziert.
@kuketzblog da hat doch der Abmahnanwalt vor ein paar Jahren geholfen und jeder hat seine Abhängigkeiten von Google erst nach Einwilligung geladen?
Meinen blog den ich mit Ghost erstellt habe, habe ich durch Static pages (Hugo) ersetzt.

@kuketzblog
Wäre das dann ein Argument für VPNs?

Gemäß GrapheneOS Usage Guide:
"Vanadium will be following the school of thought where hiding the IP address through Tor or a trusted VPN shared between many users is the essential baseline, with the browser partitioning state based on site and mitigating fingerprinting to avoid that being trivially bypassed."

@suchender Kann helfen. Besser: Erst gar kein Google-Konto verwenden.
@kuketzblog Fonts sehe ich abweichend von den anderen Diensten. Google versichert https://developers.google.com/fonts/faq/privacy dass abgerufene Fonts nicht zur Profilbildung verwendet werden, und nutzt dafür separate Domains (fonts.gstatic.com, fonts.googleapis.com).
Ich glaube ihnen das, und fand damals auch das Urteil unverhältnismäßig. Ich vermute auch, sie haben das wirklich nicht nötig, weil sie so viele andere Quellen haben, die robuster ausgewertet werden können. Da stimme ich den Aussagen zu!
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