#fediLZ
Gibt es Ideen zur Elternaktivierung für die Teilnahme an wichtigen Info-Abenden? Wir haben es heute mit einem hybriden Modell zum Thema "Anschluss nach dem Abschluss" probiert mit dem Ergebnis: niemand vor Ort und nicht einmal ein Elternteil pro eingeladener Klasse online.
Das hybride Angebot ist nach der Erfahrungen des letzten Jahres entstanden, als pro Klasse ca. 4-5 Personen der Einladung gefolgt sind. Es sollte niederschwelliger werden, um mehr zu erreichen. Hat nicht geklappt.
@Puesel Genau sowas hätte ich mir damals gewünscht.
Keine Ahnung was mit „Eltern“ heute los ist. Ich höre auch von befreundeten Lehrern nur noch Geschichten über das Desinteresse der Erziehungsberechtigten. Fürchterlich, die Kinder tun mir leid.
@TilliAtHome ich gebe noch nicht auf. Mir fehlt nur der richtige Hebel.

@Puesel Kindergeld streichen.

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@Puesel @TilliAtHome
Was für eine unqualifizierte Aussage! Wenn man jungen Erwachsenen nach dem Abschluss nicht mehr zutraut, selbst eine Ausbildung oder ein Studium zu finden, liegt es vielleicht daran, dass den Kids zu lange der Arsch hinterher und der Ranzen getragen wurde!

Kindergeld streichen, unglaublich!
Solche Parolen passen hier irgendwie nicht rein!

@Corinna ähm die kam nicht von mir.
Wenn ich an so manche/n 15-Jährige/n denke, bin ich sicher, dass etwas Unterstützung nicht falsch wäre. Wir sind verpflichtet, auch die Eltern gut zu informieren. Die Möglichkeiten heute sind so vielseitig - viele wissen das einfach nicht. In dem Alter sind die Kids zudem noch nicht erwachsen. Es wäre schön, wenn sie begleitet werden und ich rede nicht von 'Eltern bestimmen und tragen ihr Kind in den Anschluss". Ich suche Lösungen, keine Anschuldigungen.

@Puesel

Im Rückblick, in meinen #Stationen :

#Desinteresse (scheinbares) gab es immer schon. Meine #Eltern waren NIE bei einer "Besprechung"

Der Unterschied:
Für mich war es befreiend, bedeutete #Freiheit, weil sie mir diese geben wollten

Heute: Der Ansatz ist anders: Es ist den Eltern egal, daddeln auf dem Spielplatz, während #Kind zu gleicher Zeit an der Schaukel nach Aufmerksamkeit hächelt.

CC #fedieltern

@Glenmavis ich weiß nicht. Ist es wirklich egal oder sind es einfach andere Prioritäten? Oder ist es allgemeine Überforderung? Würde helfen, die Gründe zu verstehen...

@Puesel

Das Verstehen ist ein Ansatz.
Es entbindet #Eltern nicht!
Selbst wenn ich es, als "Aussenstehender" , weiss, warum.

@Puesel

Andere Ebene:
#Strafrecht :
Ein Mord: Wird er dadurch "besser" wenn man weiß, warum ? Es bleibt der Mord.

@Puesel ihr, die #Fedieltern seid aufgerufen, nicht die #Schule, Diese kann nur versuchen, Zuhause - Versäumnisse abzumildern
@Glenmavis @Puesel
Ganz schön hohes Ross, von dem herab da gesprochen wird...
Von der anderen Seite gesehen: Ich nehme an solchen Veranstaltungen in der Regel teil, würde mir aber z.B. dann auch wünschen, seitens der Schule mit meinen Einbringungen auf Augenhöhe einbezogen zu werden (im realistischen Rahmen). Das ist bei uns leider eher nicht so. Da kann man dann auch mal frustriert aufgeben.
Oder man hat zum Thema tatsächlich schon einiges gelesen und keinen Bedarf.

@tomatic @Glenmavis @Puesel Genau das! Wenn man als Eltern ein paar Schuljahre hinter sich hat, hat man viel Frust angesammelt, weil Lehrkräfte zwar viele Erwartungen an Eltern haben, aber selbst oft nicht bereit sind, Feedback und konstruktive Kritik anzunehmen.

Deshalb lässt das Elternengagement in den höheren Klassen nach…

@BeeDoubleYou
Das klingt wirklich frustriert und wäre mit zu pauschal. Ich kenne Kollegen, die es genau anders herum ebenfalls sagen.

Diese Haltung hilft mir nicht weiter und ich hoffe sehr, dass die Eltern (und Schülerinnen/ Schüler), mit denen ich es in meinem Verantwortungsbereich zu tun habe, es auch anders sehen.

@tomatic @Glenmavis

@Puesel @tomatic @Glenmavis Ich möchte nicht pauschalisieren - es gibt viele tolle Lehrkräfte und ich habe auch welche in meinem Freundeskreis. Ich weiß auch, dass euch das System zu schaffen macht.

Aber leider gibts halt auch welche, die den Beruf verfehlt haben (wie in jedem Beruf…) - meist sitzt diese Sorte im Büro der Schulleitung…

@Puesel auf wie viel Uhr war denn angesetzt?

Wenn es um den Abschluss geht haben sie eher keine kleinen Kinder mehr, die um die Uhrzeit von Elternabenden ins Bett gebracht werden wollen.
Aber vllt. Schicht oder den 20:15 Film priorisiert.
Grade wenns online ist, könnte man es ja auf den späten Nachmittag legen, falls es beim Kollegium passt.

An welcher Schulform bist du und für wie relevant hältst du gut informierte Eltern? Manche Kinder regeln eh alles alleine, weil die Eltern sich nicht zuständig fühlen.

Vllt. würde es helfen mal mögliche Uhrzeiten abzufragen und im Vorfeld zu erklären, um was genau es bei dem Thema geht und was/ob was von denen erwartet wird.
Und ob sie das Onlineangebot wahrnehmen könnten. Gibt auch genug Menschen, die mit Technik gar nix anfangen können.

@Aubrieta es ist eine Gemeinschaftsschule mit Oberstufe und die Veranstaltung richtete sich an die Klassen 9/10. Die Uhrzeit war auf 18.00 gesetzt. Die Einladung war kurz und knackig mit den Fragestellungen, die Eltern eigentlich umtreiben sollten: Welche Fristen sind wichtig, welche Wege gibt es heutzutage, was kann ich als Elternteil überhaupt dazu beitragen, was sind in dieser Phase unnötige Entscheidungsfallen und was ist hilfreich. Man musste nur den QR scannen, um online dabei zu sein.

@Puesel klingt als hättet schon sehr viel adressatengerecht und mit minimalen Hürden ausgestaltet.
Vllt. haben sie die Stichworte in ChatGPT geworfen und sich mit den Antworten begnügt. Geht ja schneller als wem zuzuhören. Qualität mal außen vor.

Toll, dass ihr das anbietet. Aufm Gymnasium damals war die Veranstaltung der Lehrer für Schüler*innen so spät, dass man keine Chance mehr hatte ein Vorabpraktikum zu machen fürs Studium.

@Puesel In meinen Augen heißt das Stichwort Partizipation.
Also die Eltern und Schüler*innen fragen, was für Bedarfe sie haben, wann und welche Form passt, welche Barrieren es ggf. gibt.
@goodthinkhunting daraus ist die Idee des hybriden Angebots nach dem letzten Mal entstanden. Der Schulelternbeirat wurde letztes Jahr mit eingebunden. Danke für den Hinweis, werde in der Richtung wohl weiter dran bleiben.
@Puesel Häppchen! Alle kommen, wenn es Häppchen gibt, egal wie alt, egal weswegen, egal wohin ;))
@exil_inselette 😂 aus welchem Pott zahle ich das wohl... 😇 da frage ich gleich morgen meinen Chef
@Puesel Ja, schwierig. Aber immer wieder erstaunlich, wie sich TN-Zahlen erhöhen. (Idee: Vielleicht hilft auch schon ein Aufruf, sich das eigene Lieblingsgetränk mitzubringen.)
@exil_inselette 😁 vielleicht probiere ich das mal ! :)

@Puesel

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich lese lieber gut sortierte Informationen als mir einen Abend irgendwo zu geben, wo das alles dreimal so lang durchdiskutiert wird. Vielleicht ist das als Konzept nicht mehr zeitgemäß?

@Puesel Du hast zwar nur das #FediLZ um Antworten gebeten, aber vielleicht solltest du es lieber mal bei den #Fedieltern versuchen?

Ich als Mutter nehme abends nicht an Infoveranstaltungen teil, weil mir das meist zu lange dauert, mir die Diskussionen zu nervig sind und ich die Infos lieber selbst im Netz recherchiere - ist einfach effizienter. Dein Engagement ehrt dich, aber wahrscheinlich ist der Bedarf dann doch nicht so groß…

@Puesel
Ich lese hier von Desinteresse der Eltern. Ein Elternabend zum Thema Anschluss nach dem Abschluss betrifft mich als Elternteil aber nicht. Das betrifft das Kind und die Informationen müssen an die Kinder gehen! Das hat nichts mit Desinteresse zu tun und ich habe auf dem Spielplatz auch nicht mit dem Handy gedaddelt. Aber Ausbildung und Studium sind Sache der Kids und nicht der Eltern!

#fedieltern

@Corinna oh wie schade, dass du das so siehst. Denn nachweislich sind Eltern ein wichtiger Part und Begleiter bei der Unterstützung der Kinder auf ihrem Weg. Natürlich bekommen auch die Kinder selbst wichtige Informationen und Angebote. Es greift ineinander.
@Puesel
Ja das ist der Punkt. Ich begleite! Ich bin da! Ich stehe 24/7 mit Rat und Tat zur Seite! Ich habe Interesse und mache seit 20 Jahren Brotdosen fertig wenn gewünscht! Ich war seit 20 Jahren auf jedem Elternabend und bei jedem Backen, Basteln, Laternelaufen!
Aber ab der höheren Schule müssen die Kids auch selbst Verantwortung übernehmen! Es ist ihr Part, sich mit Lehrkräften auseinanderzusetzen oder sich um ihr Abi, Studium, Ausbildung zu kümmern!
@Corinna wenn ich in Richtung unserer Abiturienten schaue, hast du Recht. Wäre es bei dir genauso gewesen, wenn dein Kind nach Klasse 9 einen Anschluss gebraucht hätte?
@Puesel
Es ist nicht so, dass ich meine Kids „alleine lasse“ oder nicht begleite! Ganz im Gegenteil…
Aber Du hast recht, da wäre ich wahrscheinlich zu so einem Elternabend gegangen! Allerdings erwarte ich von Kids, die nach der 9. oder 10. Klasse ihren Abschluss machen, nochmal ein büschen mehr Selbstständigkeit. Wie soll es denn sonst bei einer Ausbildung klappen?
@Puesel @Corinna also wir sind noch nicht an dem Punkt aber erfahrungsgemäß kommt das Kind mit der Bitte um Rat zu mir. Da wärs schon gut wenn ich auch Ahnung hätte. 😁
@Puesel @Laird_Dave
Ja das ist bei mir auch so! Ich berate, sage meine Meinung, gebe Tipps und Anregungen.
Ich hätte es extrem seltsam gefunden, wenn meine Mum mir bei der Ausbildungs- oder Studiensuche geholfen hätte oder zu Infoveranstaltungen gegangen wäre! Etwas übergriffig! K1 hat das auch ganz gut alleine hinbekommen! Ich habe gerne beim Umzug geholfen, aber Studium und WG hat sie selbst geregelt!
Kindern vertrauen und etwas zutrauen finde ich extrem wichtig!
@Corinna ich stimme dir da im großen und ganzen zu. @Puesel @Laird_Dave
Wir sind noch nicht in der Situation. Ihr redet ja von Jugendlichen, nahezu erwachsenen Menschen. Da ist es, wie richtig angemerkt, meine Aufgabe als Bezugsperson, zu begleiten. Nicht zu übernehmen.
Wenn so eine Einladung kommt geht also die Frage an das "Kind": "Möchtest du, dass ich da teilnehme, wie ist dein Kenntnisstand zu den einzelnen Punkten? Brauchst du es, dass ich teilnehme?"
Sicherlich mischen sich da Gründe,
@Corinna @Puesel @Laird_Dave
Die dann letztendlich dazu führen, dass am Ende niemand mehr teilgenommen hat.
Ich kann mir nämlich auf der anderen Seite gut vorstellen, dass es "Kinder" gibt, die die Elternunterstützung stärker bräuchten, bei denen aber dann Desinteresse der Eltern vorliegt usw. usf.

@Corinna @Puesel @Laird_Dave @Korfox aber gerade die Eltern die sowas bräuchten sind ja erfahrungsgemäß die die nie da sind. Wir besprechen hier seit neun Jahren in verschiedenen Schulen den Umgang mit Disziplin Problemen von Kindern deren Eltern nie beim Elternabend sind, oder ellenlang die Jugendweihe. Als Elter von unbeteiligten Kindern muss ich ehrlich sagen meine Geduld mit dem Format Elternabend ist erschöpft.

Und gerade infos zum weiter nach der Schule fallen für mich erstmal in den Aufgabenbereich der Jugendlichen selbst.

Edit: auch info Abende haben hier für die Zeit die sie in Anspruch nehmen selten mehr Informationsgehalt als das was ich mir einfach im einer Viertelstunde Internetrecherche anlesen könnte. Und bei einer Internetrecherche spar ich mir noch die minutiösen Ausführungen des einen Vaters, den es in jeder Klasse gibt, der glaubt sein ganz spezielles Problem müsste jetzt unbedingt besprochen werden.

@Zahlenzauberin
Das ist ja im Endeffekt was ich schreibe.
Das Bedarf der SuS an Elternunterstützung korreliert - ohne Stereotypen malen zu wollen - häufig mit dem Desinteresse der Eltern. Je älter die Kinder werden umso weniger relevant werden die Themen für interessierte Eltern, weil die Kinder bereits informiert sind, derweil das Desinteresse der Eltern von Kindern, die Unterstützung brauchen nicht weniger wird.

@Corinna @Puesel @Laird_Dave

@Zahlenzauberin
Ergebnis: Die einen kommen nicht, weil unnötig und Kinder alt genug ihnen die Verantwortung zu übertragen, die anderen kommen nicht, weil nicht interessiert und egal, ob die Kinder die Verantwortung tragen können.
Es verbleibt ein (im gegebenen Fall im Wortsinne) verschwindender Anteil an interessierten Eltern deren Kinder die Verantwortung nicht tragen können oder die es ihren Kindern nicht zutrauen bzw. bei Bedarf bescheid wissen wollen.
@Corinna @Puesel @Laird_Dave
@Puesel Krass. Kein Plan..

@Puesel

es ist bestimmt multifaktoriell. Hier einige Gründe weshalb ich an *manchen* Elternabenden nicht teilgenommen habe:
- die Informationen hatte ich noch vom Elternabend fürs ältere Kind
- verbummelt (schwach strukturiert oder emotional überfordert)
- keine Lust mir einen Vortrag anzuhören, wenn ich die Informationen in schriftlicher Form besser aufnehmen kann und mich danach nicht auf meine Notizen verlassen muss
- ich brauche ein one-on-one Gespräch statt einem allgemeinen Elternabend

mir ist klar, dass so ein one-on-one Gespräch viel mehr Aufwand bedeutet und deshalb vermeide ich das dann auch so gut es geht.

Aus meiner eigenen Erfahrung nach dem Schulabschluß kann ich sagen, dass meine Eltern ganz bestimmte Vorstellungen hatten und nicht das Gefühl hatten sie bräuchten noch Informationen. Und ich war zu sehr auf das Ende fokussiert um ich um das Danach zu kümmern. Es gab auch keine Kultur des Darüber-Reden unter den Eltern oder Schülern.

@fritzoids danke für deine Gedanken und Erfahrungen!

@Puesel

Gründe weshalb ich an Elternabenden teilgenommen habe:
- Angst etwas zu verpassen (Infos die sich seit meinem Schulabschluß verändert haben)
- Chance mit Lehrpersonal das ich persönlich mag zu sprechen und mir extra Tipps zu holen

@Puesel Für die ersten 10 Teilnehmer:innen gibt es kostenlose….