@kattascha Weil *nachschlag* wir das schon immer so gesagt haben!
Und vielleicht vielleicht noch keiner diese Frage gestellt hat. War dann mal überfällig.
@rabenmutterschafft @kattascha
Außerdem gab es eine Zeit, die in manchen Ländern noch gar nicht so lange her ist, wo Mädchen teilweise ab 3 Jahren schon verheiratet werden konnten. Oder, wenn sie alt waren, mit der ersten Menstruation.
@kattascha @geregelt Frauen sind keine Mädchen (und wenn sie sich trotzdem selbst so bezeichnen ist das ok, aber gibt Außenstehenden trotzdem nicht das Recht) und Mädchen aka 'minderjährige Frauen' sind keine Frauen.
Frauen als Mädchen zu betiteln macht sie klein, leichter händelbar, nimmt ihnen das Recht zur Selbstbestimmung etc
Mädchen als minderjährige Frauen zu bezeichnen ist nichts anderes als sie für fickbar zu erklären. Weil Mädchen darf Mann ja nicht, Frauen aber schon....
@kattascha @geregelt nope.
Herabwürdigung ist, wenn eins Mädchen zu erwachsenen Frauen sagt.
Gefährlich ist es, wenn jemand Mädchen als minderjährige Frauen bezeichnet
So schwer ist das doch nicht
Möchten denn (junge) Frauen überhaupt noch Mädchen genannt werden?
Mein Eindruck ist "minderjährige Frauen" ist vllt. nur überkorrekt ausgedrückt.
gleiches auf Englisch "underage woman" - klingt halt besser als Kindesmißbrauch
Kindgeselle ist doch für die Müttersöhnchen die offizielle Bezeichnung, wenn ich recht informiert bin.
@kattascha Eine Art von Relativierung um das Weltbild zu schützen?
Die Reichen und Überreichen sind ja nach der gängigen Erzählung die Guten. Wenn die Guten jetzt aber gar nicht die Guten wären, sondern ganz im Gegenteil abgrundtief verachtenswertes tun, würde ja die Grundgewissheit ins Wanken geraten. Also muss man das sprachlich irgendwie so weit relativieren, dass der Widerspruch aushaltbar bleibt.
Die Sprachregelungen bei Tötungen durch Autofahrende (aka Verkehrsunfall) funktionieren ähnlich.
@Kraemer_HB @kattascha Hier ein paar Quellen: https://www.google.com/search?q=%22minderj%C3%A4hrige+Frauen%22
In Deutschland ist tatsächlich beides üblich: Weibliche Kinder zu sexualisieren und erwachsene Frauen zu infantilisieren. Immer so, wie es den (cis) Männern gerade passt.
@kattascha @Kraemer_HB Und wenn eine Dreizehnjährige schwanger ist, dann ist sie automatisch eine Frau? Eher nicht.
Natürlich wäre „Jugendliche“ (oder auch nur „Minderjährige“, je nach Alter) eine bessere Formulierung.
Denn die Formulierung „minderjährige Frauen“ wird nun mal genutzt, um es zu verklausulieren, wenn Männer sich an Kindern vergehen.
@kattascha @Kraemer_HB Nein, ich meine, was ich geschrieben habe.
(Übrigens zeigt Google bei dieser Suche anscheinend für jede*n die Treffer an, die es für die suchende Person am relevantesten halt. Während bei mir als Feminist*in also z. B. eine Webseite über Mädchenhandel und ein Bericht der Tagesschau über sexualisierte Gewalt dabei sind, sind es für Dich wohl Webseiten, in denen es um einvernehmlichen Sex von Minderjährigen mit Minderjährigen geht.)
@kattascha @Kraemer_HB Naja, jetzt hast Du zumindest auf den Link geklickt, das ist ja eine Nutzung.
Wie genau der Algorithmus da funktioniert werden wir aber nie wissen, vermute ich. Müssten vielleicht andere Leute hier mal erzählen, welche Ergebnisse sie so ausgespielt bekamen.
@kattascha
Um zu kaschieren, wie widerlich, machtgeil und gewaltvoll es ist, als erwachsener Mann diese Jugendlichen zur sexuellen Verfügung haben zu wollen.
Beim Wahlfamilienkind fing es mit 11 Jahren an, dass erwachsene Männer sie angeierten und auch ansprachen. In der Öffentlichkeit. Vor anderen Leuten. Laut und prahlerisch. Ohne Scham. Weil sie sich dabei vormachen, sie würden damit ihr Begehren für eine "junge Frau" ausdrücken, während sie eigentlich öffentlich vorführen, dass sie sich echt gerne ein Kind sexuell gefügig machen möchten.
Jede Wette teils dieselben Männer, die am Stammtisch in der Kneipe "Todesstrafe für Kinderschänder" fordern und sich von solchen "Perversen" meilenweit abgrenzen würden.
Die Doppelmoral funktioniert nur, wenn eins Mädchen ab dem leisesten Beginn der Pubertät das Kindsein abspricht.
Jo, jeder kennt Überlebende, niemand kennt Täter. Nennt man dann wohl "Tradition"
@kattascha Aus dem selben Grund wieso unangemessene und consentlose Berührungen am Hintern als "Missverständniss" verharmlost wird, und verbale Gewalt durch Brüllen und wüten als "der Armer Mann hatte Angst um sein Ruf und ist Emotional geworden" abgetan wird.
Das ist mir letztes Jahr so passiert.