Stoppt die Politik den Solar-Boom? Die geplante Direktvermarktungspflicht könnte das Aus für viele private Solaranlagen bedeuten. Das belegt die von uns beim Fraunhofer ISE beauftragte Studie: Der Systemwechsel kommt zu früh, ist zu teuer und technisch derzeit nicht umsetzbar.

👉 https://www.ews-schoenau.de/blog/artikel/solar-ausbau-in-gefahr

#Energiewende

Solar-Ausbau in Gefahr

Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplante Pflicht zur Direktvermarktung macht laut EWS-Studie kleine Solaranlagen unwirtschaftlich und gefährdet damit die dezentrale Energiewende.

Newsblog der EWS - atomstromlos. klimafreundlich. bürgereigen.

@ews

Erklärt doch mal, warum ihr als Energiegenossenschaft Lobbyarbeit für vglw. teure kleine PV statt für günstige Freiflächen-PV macht. Seid ihr ein Lobbyverband?
Für die kleine PV braucht man keine Genossenschaft. Die braucht man, um Sachen zu machen, die der Einzelne nicht machen kann.
Das Gejammer zur DV wäre dann auch hinfällig.

https://www.ews-schoenau.de/ews/waerme-und-stromerzeugung/photovoltaik/solarflaechen-gesucht/

Solarflächen gesucht

Machen Sie mit – denn Ihre Ortskenntnis und Ihre Unterstützung bei unserer Suche nach ausreichend großen Flächen für die solare Energieerzeugung können viel dazu beitragen, den nachhaltigen Ausbau der bürgereigenen Photovoltaik zu beschleunigen.

EWS Schönau

@ews

Dass im letzten Jahr alle Ausschreibungen der BNetzA für Freiflächen-PV für unter 5 ct weggegangen sind und viele Anlagen gleich gar keine Förderung mehr brauchen, war der Studie scheinbar keine Erwähnung wert.

https://group.vattenfall.com/de/newsroom/pressemitteilungen/2025/vattenfall-nimmt-deutschlands-grobten-agri-pv-park-in-betrieb

Vattenfall nimmt Deutschlands größten Agri-PV Park in Betrieb

Vattenfall nimmt den Agri-PV Park „Tützpatz“ in Betrieb, der mit einer Nennleistung von von 76 Megawatt Stromerzeugung mit Ackerbau und Tierhaltung kombiniert.

Vattenfall
@elottermann @ews Weil Energiewende eben NICHT bedeutet, einfach nur die Erzeugung von fossil auf erneuerbar umzustellen. Sondern eben auch die Erzeugung lokal vor Ort - denzentral zu machen. Schließlich wird Strom aus Privat-PV überwiegend direkt oder im nahen Umfeld verwendet. Netztentgelt ist einer der Preistreiber beim Strompreis. Erzeugung und Verbrauch vor Ort ist also gesamt betrachtet im Vgl. zu zentral durchaus positiv. Eine reine Betrachtung der Gestehungskosten greift da zu kurz.
@onterof
Hm, so langsam könnte aber mal ankommen, dass die Erzählg. vom reduz. Netzaufwand durch kleine PV auf der untersten Netzebene falsch war und Gerichte entschieden haben, dass die BNetzA die Netzkostenumlage ändern muss, damit die Netzkosten nicht auf die Letztverbraucher ohne PV abgewälzt werden.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/GBK-GZ/2025/GBK-25-01-1x3_AgNes/GBK-25-01-1x3_Kons_Stn_AgNes.html?nn=1059162
Freiflächen-PV auf der Mittel- oder Hochspannungsebene ist auch dez., verursacht aber weniger Netzkosten und rechnet sich nicht über vermiedene Netzkosten schön.
@ews
Bundesnetzagentur - Festlegungsverfahren AgNes - Festlegung AgNes

Festlegung AgNes

@elottermann @ews nein, das ist weiterhin korrekt, FFV PV in MW Bereich brauchen (genauso wie WKA, die bisher ja leider fast nur im Norden gebaut wurden) zwingend Investitionen in's Netz, wenn nicht ausreichend Großabhnehmer vor Ort sind. Bisher zahlen alle Verbraucher unsinnig Geld, wenn im Norden zu viel Wind oder im Süden zu viel PV Energie erzeugt wird. Bei Agnes geht es um etwas ganz anderes, nämlich um eine faire Beteiligung am Netzausbau für PV-Betreiber.
@elottermann @ews Ab Juni wird in DE auch endlich(!) eine Richtlinie umgesetzt, sodass im selben Verteilnetz private PV Betreiber Strom an andere verkaufen können. Das spart sowohl dem Staat einen Teil der EEG-Vergütung und lässt auch Haushalte ohne Möglichkeit zu PV vom privaten Ausbau profitieren.

@onterof

In meiner Kleinstadt reicht die Mittelspannungsanbindung seit Jahren nicht mehr aus, um die sommerliche PV-Spitzenlast aus dem Netz zu bringen und es müssen PV-Anlagen abgeschaltet werden.
Dem dauerinsolventen kommunalen Netzbetreiber fehlen ca. 40 Mio. Euro für die Errichtung einer Hochspannungsanbindung. Der PV-Nachbarschaftsverkauf ist Showprogramm, das keine Netzkosten sparen kann, weil es nichts an den physikalischen Stromflüssen ändert.

@ews

@onterof @elottermann du erzählst, so wie es sich anhört, von einem Netz das in deinem Ort (wo wäre interessant) nicht zeitgemäß auf dem Stand der Technik gehalten wurde. Kann sein. Aber die "kleinen PV-Anlagen" sind glaube ich eher nicht das Problem. Von welcher Größe spricht du denn?

@Sunnysouth

Hier wohnen 8000 Nasen. Die Leistungsgrenze der Mittelspannung wird irgendwo zwischen 20 und 40 MW liegen. Wirklich große PV gibt es hier nicht. PV ist einfach mal die neue Höchstlast geworden. Hier gibt es ein EFH-Neubaugebiet, da stehen die Mittelspannungstrafos gefühlt im 100m-Abstand. PV hat eben das Problem der großen lokalen Gleichzeitigkeit.

@onterof

@elottermann @Sunnysouth neue PV Anlagen werden sowieso fast immer mir Batterie errichtet. Dazu gilt seit 2025 das Gesetz zur Begrenzung von Einspeise-Spitzen bei negativen Preisen, (vorerst pauschal 60%). Die Trafos sind eben auch schon für E-Autos bzw. Wärmepumpen im Neubau, hat wie gesagt nicht nur mit PV zu tun.

@onterof

Da werden KFW40+ Häuser gebaut und Autos werden nicht alle gleichz. mit 11 kW geladen.
Aber alle liefern gleichz. PV zur Mittagszeit, wenn meisten auf der Arbeit sind.
Wenn PV weiter wachsen soll, müssen größere Anlagen auf höheren Netzebenen gebaut werden. Die Streichung der fixen Förderung und die Änderung der Netzkostenumlage geht m.E. schon in die richtige Richtung.
Die Heimspeicher sind genau so eine teure Geschichte, die mit Kostenvermeidung schöngerechnet werden.

@Sunnysouth

@onterof @elottermann "Die Heimspeicher sind genau so eine teure Geschichte, die mit Kostenvermeidung schöngerechnet werden." Das kann ich gerade nicht nachvollziehen.
Besser wäre es doch wenn bessere Heimspeicher gezielt gefördert werden, um diese Spitzen speichern zu können.
Alles was auf der Hausebene passiert muss nicht durch die Energieversorger, Land, Bund oder ähnlichem über Jahre in Stand gehalten werden. Ergo, Kostenreduzierung...

@Sunnysouth

Netze musst du für die höchste denkbare Viertelstundenlast auslegen und instandhalten.

Batteriespeicher will man bei günstigem Börsenpreis (z.B. im Winter bei viel Wind) möglichst alle gleichzeitig mit größtmöglicher Leistung laden.

Je weiter unten der Speicher im Netz angesiedelt ist, um so höher werden die dafür notwendigen Netzkosten.

Es macht aus Netzsicht m.E. wenig Sinn, zusätzliche Speicher (also über Autos hinaus) auf der untersten Ebene zu fördern.

@onterof

@Sunnysouth

Speicher gehören m.E. an die Netzanschlusspunkte großer variabler EE-Anlagen (Windparks, Freiflächen-PV)

@onterof