W Social - Ein europäisches Start-Up will mit X konkurrieren.

Bisher kennen wir nur Werbe-Versprechen ohne konkrete Inhalte. Ich lass mich überraschen, was letztendlich als Prototyp präsentiert wird.

Das habe ich mit Deutschlandfunk Kultur besprochen:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/was-verbirgt-sich-hinter-der-social-media-plattform-w-social-100.html

Neue Plattform „W Social“: Europäisches X‑Alternative bleibt vorerst eine Blackbox

Social Media aus der EU, X-Alternative und neue Microblogging-Plattform: Was das Start-up „W Social” verspricht und warum vieles unklar bleibt.

Deutschlandfunk Kultur

@markus_netzpolitik
Ich zweifle dieses "europäische Twitter" schon alleine deswegen an, weil es keinen Existenzzweck haben kann, der aus positiven, sozialen Gedanken heraus entstanden ist, wenn es nicht ein Teil des Fediverse sein möchte.

Dann könnten Sie auch #Mastodon als Migroblogging unterstützen.

Somit können da nur andere Interessen dahinter stecken.
Wieder mal jemand Reiches der sein eigenes Projekt haben will... Werbeerträge... spezielle Reichweite... wer weiß...

@markus_netzpolitik @rumo

Ich zweifle wsocial schon alleine deshalb an, weil es keinen positiven sozialen Zweck haben kann, wenn es das Fediverse bewusst ignoriert. Wer echte Souveränität will, würde die bestehende Infrastruktur stärken, statt das nächste proprietäre Silo hochzuziehen.

Dass sie auf ihrer Karte Europa als ‚weißen Fleck‘ darstellen, ist kein Fehler im Design – es ist eine bewusste Manipulation. Wer die existierende Community unsichtbar macht, hat keine sozialen Ziele, sondern Machtinteressen: Datenhoheit, Werbeerträge und Kontrolle.

Ein Blick auf die "seriösen Weltverbesserer" hinter (Bluesky/AT-Proto) rundet das Bild ab:
Bain Capital Ventures
Blockchain Capita
Jack Dorsey (Danke für das salonfähig machen zentralisierter Algorithmen!)

Die Namen darf jeder gerne selber mal im Netz suchen und sich sein eigenes Bild machen.

Aber das der CEO dieses Projekts dann auch noch beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos präsentiert, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Wer ein soziales Netz für Menschen will, geht ins Fediverse. Wer ein profitgetriebenes Gehege für Investoren sucht, geht zu WSocial.

Digitale Souveränität baut man nicht mit US-Risikokapital.