1/🔌🚗 Elektromobilität in Deutschland: Mehr Tempo möglich!

Die Elektromobilität kam lange nicht so recht in Fahrt, aber in letzter Zeit gab es positive Nachrichten. Ich ordne die aktuellen Entwicklungen im aktuellen #DIW Wochenbericht auf Basis umfangreicher Daten ein, die wir regelmäßig auf dem #OpenEnergyTracker auswerten. Kleiner Thread 🔽

#Elektromobilität #Elektroauto #Pkw #Lkw #Ladeinfrastruktur #Kaufprämie

2/ Die wichtigsten Fakten, entlang gehangelt an den Abbildungen:

↗️ Die Neuzulassungen batterieelektrischer Pkw haben sich 2025 zwar deutlich erholt, nachdem es 2024 wegen des abrupten Endes der Kaufprämien zu einem Einbruch gekommen war. Im mehrjährigen Trend zeigt sich aber eher eine Stagnation.

3/ 🚙 Elektroautos werden immer größer: SUVs und Autos der oberen Klassen dominieren inzwischen die Neuzulassungen. Kleine und kompakte E-Autos spielen eine deutlich geringere Rolle als noch vor ein paar Jahren.
4/ 🇪🇺 Über 80 % der neu zugelassenen Elektro-Pkw stammen von europäischen Herstellern, mehr als die Hälfte aus Deutschland. Auffällig: Der Marktanteil von #Tesla ist stark gesunken. Chinesische Hersteller wuchsen - von niedrigem Niveau aus - deutlich.
5/ 2️⃣ In Deutschland fahren aktuell rund 2 Millionen reine Elektroautos – das sind gerade einmal 4 % der gesamten Pkw-Flotte. Das frühere politische Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 ist damit praktisch nicht mehr erreichbar.
6/ ➡️ Der Blick auf den Pkw-Gesamtbestand zeigt: Benziner und Dieselautos dominieren weiterhin klar. Damit die Antriebswende auch im Fahrzeugbestand stärker sichtbar wird, müssen die Elektro-Neuzulassungen schnell stark steigen.
7/ 🚚 Bei Nutzfahrzeugen ist die Dynamik unterschiedlich: Bei Lkw wachsen die Elektro-Neuzulassungen kontinuierlich, bei elektrischen Sattelzügen dagegen besonders schnell - wenn auch von niedrigem Niveau. Busse sind bereits am weitesten elektrifiziert. #Wasserstoff spielt weiterhin kaum eine Rolle.
8/ 🔌 Die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst inzwischen schneller als die Elektroauto-Flotte, insbesondere bei Schnellladern. Rechnerisch müssen sich immer weniger E-Autos einen Schnellladepunkt teilen. Die Ladeinfrastruktur dürfte demnach aktuell kein zentraler Engpass mehr sein.
Die Schnellladeinfrastruktur ist OK, der wichtigste Teil der Ladeinfrastruktur ist aber IMO das Laden am Wohnort. Und da sieht es für Mieter und Wohnungseigentümer eher MEEH aus.
Bring ml einen Vermieter oder eine WEG dazu die nötige Infrastruktur zu schaffe...

@jwupf

Wobei ich Wohnort eher großzügig interpretieren würde.
Ich würde eher nach Orten schauen, wo Menschen sich typischerweise 1 Stunde aufhalten. Das können Supermärkte, Fitnessstudios, Ärztehäuser, ... sein. Dort DC Ladeinfrastruktur mit 50-100 kW Ladeleistung pro Landepunkt hinstellen. Das typische Fahrverhalten braucht Laden etwa alle 1,5 Wochen.

Und DC Lader kann viel mehr Strom verkauft werden, also fallen die teuren Erdbauarbeiten nicht so sehr ins Gewicht.

@jwupf Ich wohne auch zur Miete ohne Lademöglichkeit, fahre aber dennoch rein elektrisch. Die Lademöglichkeit zu Hause vermisse ich nur selten.

Ein Auto ist ja dazu da, auch damit zu fahren. Und oft kann man da Laden wo man hin fährt oder vorbei kommt. Man muss nur ein bisschen umdenken:

Nicht mehr "Fahre Tanken, weil leer", sondern man nutzt proaktiv Lademöglichkeiten, denen man begegnet.

Dann hat man immer genug drin und es passiert nur selten, dass man extra zur Ladesäule fahren muss.

Ich habe ein Elektroauto...
Zu Hause laden ist aber deutlich günstiger und man kann sich immer sicher sein, dass die Kiste geladen ist. Das ist doch der Hauptvorteil von einem Elektroauto. Beim Benziner musste man auch schon immer proaktiv unterwegssein und das ist im Alltag IMO Schrott.

@jwupf

Ganz so offensichtlich finde ich ist das gar nicht.

Der attraktivste HPC Tarif dürfte gerade ENBW L für deren Stromkunden sein. 36 CT/kWh an deren Ladesäulen bei 12 € / Monat GG. Wenn du da eine Wallbox nicht super günstig installieren kannst, und die auf 10 Jahre (vielleicht etwas wenig) abgeschrieben sein soll, wird es ohne PV schon eng.