Die Lust auf Bier lässt weiter nach
Die Lust auf Bier lässt weiter nach
Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.
In der Statistik nicht enthalten sind alkoholfreie Biere. Der DBB betonte, diese seien die am schnellsten wachsende Sorte auf dem deutschen Biermarkt. Sie überschritten demnach 2025 erstmals die Marke von zehn Prozent Umsatz im Handel.
Ich finde, das sind endlich mal gute Nachrichten, die wir wirklich gebrauchen können! Dieser übermäßig zelebrierte Alkoholkonsum war schon immer eins dieser Dinge an Deutschland, die ich nie wirklich verstanden habe.
Zwar habe ich als Teenager auch mal so eine Phase gehabt, in der ich Alkopops weggeschleudert habe wie kein Zweiter, aber irgendwann wächst man da ja eigentlich raus.
Die Brauereien deren Maschinerie abbezahlt ist juckt das herzlich wenig. Fie kleineren, die sich das nicht wirtschaftlich leisten können schon.
Für ein Alkoholhaltiges Bier brauchst halt nur einen Topf, was zum Rühren, was zum Sieben, ein paar Filter und einen Weg alles zu erwärmen / zu Kühlen (+Lager und Abfüllung).
Für alkoholfreies brauchst du entweder die Maschinen zum Trennen vom Alkohol (bspw durch gefrieren), ein echt gutes Rezept, dass dein Fermentat auch schmeckt wenn es nur kurz angegärt ist (schwierig, die resultierende Plörre ist dann halt süßer Malzsaft) oder du verdünnst das durchgegorene Bier und machst mit Süßstoff und wasweißich herum und verstößt damit gegen das Reinheitsgebot (=> rechtliche / Marketingprobleme)
Brauereien haben halt etablierte Kanäle für Rohstoffbezug und Vertrieb, da mal rasch auf eine andere Getränkesorte schwenken ist…sagen wir sportlich.
Es ist halt nicht verwunderlich wenn die Generationen, die teilweise erheblich durch Alkoholmissbrauch geprägt wurden und die Möglichkeit haben sich das Wissen anzueignen wie es besser gehen kann, sich dagegen entscheiden. Gut, die allgemeine Tendenz zu weniger Leben im öffentlichen Bereich ist sicherlich auch Teil dieses Trends, aber dort wo es stattfindet sehe ich zumindest, dass mittlerweile nach 1-2 Bier am Abend Schluss ist. Könnte aber auch am Alter liegen weil ja alle Leute Häuser wollen und die erschwinglichen übers Land verteilt sind.
Selbst die lokale Biermarke bei mir um die Ecke mit ca. 130 000 hl Jahresproduktion hat zwei Sorten Alkoholfreies im Programm.
Wobei da halt immer die Frage ist, ob das gut oder halt Rattengift ist. Meine kleinen Lokalbrauereien von denen ich hin und wieder mal was trinke, haben nämlich letzteres. Das Zeug ist wirklich hart wiederlich.
Die Leute die ich kenne, die gerne Pils trinken, schwören auf die Marke. Das Helle finde ich persönlich auch sehr gut, wobei ich mir sicher bin, dass viele Biertrinker es hassen würden, weil es extrem mild ist. KP wie das Alkoholfreie ist, aber ich würde davon ausgehen, dass alkoholfreies Pils mittlerweile ein gelöstes Problem ist und es daher nicht so wahrscheinlich ist, dass sie ein gutes Standard-Pils aber ein schlechtes alkoholfreies Pils machen.
Die Preise der Marke sind auch bei weitem nicht günstig genug, um mit Bier das keiner mag 130 000 hl abzusetzen.
1300€ pro hL Alkohol
In nem 0,5 L Bier mit 5% Alkohol sind ca 0,025L Alkohol
Das sind 0,00025 hL Alkohol
Macht 3,25ct Alkoholsteuer pro Bier.
Kann mir schon vorstellen, dass das hinhaut
Biersteuer wird nach der Stammwürze berechnet, nicht nach dem Alkoholgehalt. Bei Bier mit 5% Alkoholgehalt sollte das eher in die Richtung von 5 cent pro 0,5l gehen. Die Webseite des Zolls rechnet das sogar vor: www.zoll.de/DE/Fachthemen/…/bier_node.html
Macht das einen Unterschied? Wahrscheinlich weniger, 5 cent sind ja im Vergleich zum Endpreis trotzdem nix.
Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.
Es wird auch mal Zeit dass wir in Deutschland zumindest ein bisschen von dieser geradezu pervertierten Zugewandtheit zum Alkohol wegkommen.
Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.
Quizfrage zwischendurch: was ist wohl für diese Konsumzurückhaltung verantwortlich?
1 und 2 sind doch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen: viele Ausländer sind Muslime, deren Religion Alkoholkonsum verbietet, und Arbeitslose haben u.U. nicht genug verfügbares Geld für Alkohol.
Aber ich kann nichts Falsches daran sehen, wenn in einem Land weniger von etwas konsumiert wird, was Leute am klaren Denken hindert und manche sogar aggressiv macht. Nicht, dass ich finde, der Staat sollte das aktiv forcieren, aber schlecht ist es nicht, wenn es so oder so passiert!
1 und 2 sind doch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen: viele Ausländer sind Muslime, deren Religion Alkoholkonsum verbietet, und Arbeitslose haben u.U. nicht genug verfügbares Geld für Alkohol.
Yay, Pauschalisierungen, cool. Nicht. Stecks dir.
Aber ich kann nichts Falsches daran sehen, wenn in einem Land weniger von etwas konsumiert wird, was Leute am klaren Denken hindert und manche sogar aggressiv macht. Nicht, dass ich finde, der Staat sollte das aktiv forcieren, aber schlecht ist es nicht, wenn es so oder so passiert!
Wenn du richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass in dem zitierten Absatz nicht um Alkohol, sondern um Konsumzurückhaltung allgemein geht, mit dem der Umsatzrückgang der Brauereien begründet wird. Und bevor du das auch noxh in den falschen Hals kriegst: ich bin keinesfalls grundsätzlich für mehr Konsum, eher im Gegenteil. Aber in unserer derzeitigen Wirtschaftsordnung ist “Konsum” sowohl ein wichtiger Marker als auch einflussnehmend auf andere Marker. Platt ausgedrückt: je mehr konsumiert wird, desto besser für Die Wirtschaft™. Mein bissiger Kommentar sollte darauf abzielen, dass mal wieder die falschen Menschen als Sündenböcke hingestellt werden, während die tatsächlich Verantwortlichen Scheiße labern. Und bei all dem geht es nicht um Alkohol!
Als jemand der Arm und arbeitslos ist, kann ich dir sagen das Alkohol billig ist. Natürlich nicht in der richtigen Kneipe, aber beim Kiosk um die Ecke kostet das kalte Bier 1,50 € bis 2 €. Das können wir Harzer uns leisten. Im Supermarkt billiger Schnaps und Wein ist auch billig.
Also wenn man kein starker Säufer ist, dann ist Alk schon erschwinglich.
Die Grüüüüünen! Wer denn sonst! /s
Wer hätte auch damit rechnen können das wenn alles teurer wird die Leute weniger konsumieren. Sicher nicht die Konservendosen der CxU.
www.br.de/…/verkocht-alkohol-im-essen-100.html
Nach 3h köcheln ohne Deckel sollte der Alkohol weitestgehend weg sein. Aber kurzes aufkochen bringt nicht viel.
Nicht so vollständig wie viele denken.
Und wenn da tatsächlich so viel rauskochen würde sollte man nicht neben dem Herd stehen.
da kriegen es die meisten Brauereien (gerade die großen) nicht hin, eins zu brauen, das nicht abartig süß ist und gar nicht nach Bier schmeckt.
KP, alles was ich bisher an alkoholfreien Weizenbieren probiert habe schmeckt für mich so ziemlich genauso wie alkoholhaltiges Weizen - ganz OK halt, nicht mehr und nicht weniger.
Hängt von der Brauerei ab, man kann alkoholfreies Weizen machen, das wie normales schmeckt, aber die großen Brauereien machen stattdessen was, das eher wie Limo schmeckt.
und ich meine damit nicht den fertig vorgemischten alkoholfreien Weizenradler, der ist noch süßer.
hab das neulich probiert und war wirklich überrascht. Ich trinke auch andere alkoholfreie Biere gerne, aber sie schmecken meist schon anders (nicht schlechter) als ihre alkoholhaltigen Pendants. Aber das Guiness 0,0 hat genauso wie die normale Variante aus der Dose geschmeckt.
Werde mal einen Blindtest machen müssen, aber scheinbar gibts hier wirklich gar keinen Grund mehr die Variante mit Alkohol zu kaufen.
Aber das Guiness 0,0 hat genauso wie die normale Variante aus der Dose geschmeckt.
Kann ich bestätigen. Mag Dosen-Guinness aber nicht … obwohl viele darauf schwören und ich Guinness vom Fass, das ja auch mit Stickstoff statt Kohlensäure ist, sehr mag, schmeckt das aus der Dose für mich einfach nur schal.
deutlich ungesünder
Jetzt brich mir doch nicht das Herz :-(
Ich bin wohl dem Irrtum erlegen, dass Malzbier eh besser sei, hab das aber ehrlich gesagt nie geprüft. Danke für den Hinweis!


Ich hab zu Weihnachten einen schönen Sixer je 0,33l bekommen, zu Silvester jeweils zwei mit meinem Schwiegervater getrunken. Eins noch irgendwann Abends als mir danach war. Ein liegt immernoch im Kühlschrank und wartet auf meine Zuwendung. Das ist glaub mein gesamter Bierkonsum der letzten drei Monate. Einmal war ich davor mit nem Freund im Brauhaus und hab deren Hausmarke probiert, aber auch das wird das erste Mal seit Monaten gewesen sein. Also in über einem halben Jahr anderthalb Liter. Meine Frau trinkt gar keins.
Irgendwer kompensiert hart für uns und ich hoffe er/sie/es/they (gibt es eigentlich ein “they” im Deutschen?) kriegt die Hilfe, die sie brauchen.
gibt es eigentlich ein “they” im Deutschen?
Als Lehnwort, ja. Manche Leute schreiben online tatsächlich, dass sie als Pronomen “they” oder als eingedeutsche Variante “dey” nutzen.
Finde es aus ästhetischer Sicht furchtbar, solche Anglizismen zu verwenden, aber ich verstehe schon, warum Leute das machen.