Da das Krankenhaus in #Flensburg ab 1. März 2026 von religiösen Fanatikern übernommen wird, haben schwangere Menschen in Flensburg keine Möglichkeit mehr einen #Schwangerschaftsabbruch in einer Klinik in ihrer Stadt vornehmen zu lassen. Das ist meiner Meinung nach eine Unverschämtheit. Hier geht es zu einer #Petition in der der Landtag Schleswig-Holsteins dazu aufgefordert wird, dafür zu sorgen das im Flensburger Krankenhaus weiterhin Abtreibungen vorgenommen werden dürfen.

#Selbstbestimmung #Abtreibung

landtag.ltsh.de/petitionen/fr-…

Auf der Seite vom NDR finden sich auch noch mehr Informationen zu dem Thema:
Diako-Verkauf sorgt für Unruhe: Kritik an Plänen und Sorge um Versorgung
Debatte um Verkauf der Diako-Klinik in Flensburg

Der geplante Verkauf des evangelischen Diako-Krankenhauses an die katholischen Malteser wurde bei einer kirchlichen Veranstaltung diskutiert. Auch im Sozialausschuss des Landtags war der Trägerwechsel Thema.

ndr.de
Schwangerschaftsabbrüche: SPD will Krankenhäuser zu Schwangerschaftsabbrüchen verpflichten

Öffentliche Krankenhäuser sollen Schwangerschaftsabbrüche nicht unterlassen dürfen, fordert die SPD. Sie will auch konfessionelle Kliniken in die Pflicht nehmen.

DIE ZEIT
Hier mal was zum gleichen Thema aus #Lippstadt. Es ist einfach unfassbar das auch im 21. Jahrhundert religiöse Fundamentalisten über das Leben und die Gesundheit anderer Menschen entscheiden können.
Arbeitsrecht: Klinik verbietet Schwangerschaftsabbrüche
Arbeitsrecht: Klinik verbietet Schwangerschaftsabbrüche

Eine katholische Klinik verbietet einem Chefarzt, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen. Religion im Arbeitsverhältnis: Wie viel ist zu viel?

Legal Tribune Online
Oh, sehr schön, das Quorum ist mehr als erreicht. Mindestens 2.000 Unterschriften wären nötig gewesen, fast 10.000 sind es aktuell.

@montag hej. Ich finde das wichtig und würde gern teilen. Geht aber nicht solang der Post so binär ist (an der Petition können wir Nix ändern).

Magst du im ersten Satz Frauen durch zb Schwangere oder Menschen ersetzen? (Denn nicht nur Frauen können schwanger werden und auf einen sicheren Abbruch angewiesen sein.)

@Peng_oh_Peng

Ja, bitte anpassen. Unbedingt,
@[email protected] .

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"Bitte erteilen Sie Ihre Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten UND die Veröffentlichung."

weiter: "Es werden nur Ihr vollständiger Name und Ihr Wohnort veröffentlicht."

ach, so ein Kack... ich habs jetzt zwar gemacht, wohlwissend, dass Gegner*innen das beobachten und mich dann direkt als Feind markieren werden. Hmpf... finde das bei der Bundesregierung besser gelöst.

@nocci

Oh krass. Ich war ja direkt abgeschreckt durch die Formulierung.

Sowas das Name und Wohnort veröffentlicht darf eins doch nicht ohne Warnung teilen.

@montag

@Peng_oh_Peng

Das "UND" hab ich jetzt zwar selber nur in großen Lettern geschrieben, aber so wirklich fein bin ich damit nicht, auch wenn ichs gezeichnet habe.

Ich hab auch eine Mail an den Ausschuss geschrieben, dass die Veröffentlichung bei solch brisanten Themen echt Probleme verursachen kann.

@[email protected]

@nocci

Ich hab die Info jetzt ergänzt in den örtlichen Gruppen in denen der Aufruf geteilt wird. („Zufällig“ alles Gruppen von eher marginalisierten Menschen und da ist das ja nochmal eine schlechtere Idee.)

Danke das du direkt weiter denkst und arbeitest.

@montag

@Peng_oh_Peng

Sehr gerne. Ist letztendlich alles, was 1 tun kann.

@nocci ich habe da jetzt beides angekreuzt, war aber der Meinung das beim Veröffentlichen nicht zugestimmt werden muss, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Das persönliche Daten erfasst werden, finde ich hingegen normal, geht ja nicht anders.

@Peng_oh_Peng

@[email protected]

Klar... darum ging es ja auch nicht.
Sondern um die Veröffentlichung, die man nicht abwählen kann. Es reicht mMn, dass der Ausschuss die Daten bekommt.

@Peng_oh_Peng

@montag @Peng_oh_Peng
Der Veröffentlichung von Name und Wohnort muss zugestimmt werden, sonst zählt die Mitzeichnung nicht.

Ja, ist scheiße. Nicht nur bei solch brisanten Themen.

@Peng_oh_Peng alles klar, habe ich geändert.
@montag
Ich schrieb gerade an den Landtag:
》Hallo, ich habe gerade die Petition "Für Schwangerschaftsabbrüche im Flensburger Krankenhaus" unterschrieben.
Die Mitzeichnung war nur möglich, wenn ich der Veröffentlichung meines Namens und meiner Adresse zustimme. Ich bin sicher, dass das so nicht zulässig ist. Gerne stehe ich mit meinem Namen für Freiheitsrechte ein*, doch die Veröffenrtlichung meiner Adressdaten in diesem Zusammenhang stellt bei einem solchen Thema m.E. eine unzuläsdige Gefährung meiner Person dar.
Ich bitte Sie hiermit, die Veröffentlichung der Adresse optional zu machen.
Der Veröffentlichung meiner gesamten Adressdaten widerspreche ich hiermit aus oben genannten Gründen.
Die Zeichnung der Petition darf dadurch nicht ungültig werden, weil das meine Rechte unzuläsdig einschränken würde.
Mit freundlichen Grüßen《

@EngelMichelmann @montag

Genau das ist mein Problem bei Petitionen (auch und gerade vom Bundestag). Mir kann niemand garantieren, dass die Faschos diese Daten NICHT in die Finger bekommen.

@EngelMichelmann @montag Jo, das haben sie nicht bedacht - dieser Fehler gefährdet alle Mitzeichner.
@dazzr Das ist doch Quatsch. Die Mehrheit der Deutschen ist für Abschaffung von Abtreibung als Straftat, aber wenn für ein paar Monate "Hans Petersen, Elmshorn" unter dieser Petition steht, dann ist er plötzlich gefährdet? @EngelMichelmann @montag
@MBrandtner @dazzr @montag Da das Thema in den letzten Jahren zunehmend von ultrarechten Kräften vereinnahmt wird, ist die Sorge m.E. berechtigt.

@EngelMichelmann @MBrandtner @montag
That!

Die Meinung der Mehrheit ist nicht mehr relevant, wenn sich ein einziger, radikaler Abtreibungsgegner die Mitzeichnerliste zieht und anfängt, Leute zu belästigen oder zu bedrohen. Auch Michael Brandtner kann das Risiko nicht abstellen, seine Argumentation ist Quatsch.

Das Vorgehen des Landtags ist ein Verstoß gegen das Gebot der Datensparsamkeit. Für die Handhabung der Petition ist es nicht ERFORDERLICH, dass Namen und Wohnorte der Mitzeichner ins Internet gestellt werden. Der Deutsche Bundestag bekommt exakt das mit seiner ePetitionsplattform hin - damit hat S-H keine Ausrede, den Fehler nicht abzustellen.

Ich habe dem Petitionsausschuss auch geschrieben, mal sehen, was die antworten.

@EngelMichelmann @montag
Ob meine Mitzeichnung Daten in die Hände von zukünftig regierenden Faschos kommen, finde ich persönlich relativ belanglos. Da finde ich es schlimmer, dass ich schon in zu vielen anderen öffentlichen Karteien auftauche, zb als psychisch krank, mich schon Jahrzehnte antifaschisisch äußere, in einer Gewerkschaft bin.....
Bin sogar polizeilich bekannt, zwar nur als Zeugin, aber das ist eh wurscht...

@EngelMichelmann Nein, nur die Stadt wird veröffentlicht, nicht die Adresse. Das kann man doof finden, aber gegen geltendes Recht verstößt es nicht.

@montag

@montag

"Religiöse Fanatiker" - endlich mal beim Namen genannt. Danke.

Klar, wie soll man die sonst nennen, das sind nun mal Fanatiker.

@montag

Ich mag die Französische Lösung: Ärzt:innen, die aus Gewissensgründen keine Abtreibungen vornehmen, sind verpflichtet, eine andere geeignete Anlaufstelle zu nennen.

@jakob_thoboell das ist dort aber nicht das Problem. In Flensburg ist das Problem das es das einzige Krankenhaus in der Stadt ist. Das bedeutet das Menschen die für eine Abtreibung in ein Krankenhaus gehen möchten oder müssen, das in einer anderen Stadt tun müssen. In dem Krankenhaus gibt es auch einen Belegarzt der Abtreibungen durchführt, es aber ab März nicht mehr darf, auch nicht mehr in seiner Praxis, wenn er weiterhin in dem Krankenhaus arbeiten möchte.

Und das ist in meinen Augen ein absolutes no go, dass das einzige Krankenhaus einer Stadt einige Eingriffe aus ideologischen Gründen nicht durchführt.

@montag Müssen Mitzeichnende zwingend in SH gemeldet sein? Ich wohn jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr in Flense, aber das Problem war bekannt und ich würd gern mitzeichnen - find dazu aber nix.

Edit: Es haben auch schon andere Menschen außerhalb SH mitgezeichnet, dann mok I dat mol.

@[email protected] @lumiukko meine Mitzeichnung aus NDS wurde scheinbar akzeptiert, wobei ich es befremdlich finde, dass meine persönlichen Daten dafür veröffentlicht werden Oo
@montag Was für ein Kackscheiß! Ich kann nur unterzeichnen, wenn ich einwillige, dass mein Name und mein Wohnort verÖFFENTLICHT werden.