Wir haben hier gerade vorhin »Riefenstahl« von Konserve geschaut. Ein Dokumentarfilm von Sandra Maischberger über die Regisseurin Leni Riefenstahl, die insbesondere mit Propaganda-Arbeiten während des Dritten Reichs bekannt wurde. Und später wieder und wieder betonte, von KZs und Genozid nichts gewusst zu haben. Ich fand den Film gut, eine absolute Einordnung der Person Leni Riefenstahl finde ich aber weiterhin schwierig. Noch bis Mitte Mai in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/riefenstahl/riefenstahl/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtOWU3NGEyNjMtNzY1Ni00YmY5LTg5ODQtZDM2NmFlMDg4OTll #riefenstahl
Riefenstahl - hier anschauen

Als Regisseurin schuf sie ikonographische Bilder. Ihre ideologische Nähe zum NS-Regime hat sie nach dem Zweiten Weltkrieg stets zu leugnen versucht. Leni Reifenstahl hat nur eine Darstellung ihrer Biografie zugelassen: Ihre eigene. Der Nachlass einer der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts erzählt etwas anderes. Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihre ikonografischen Bildwelten von 'Triumph des Willens“ und 'Olympia“ stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen. Und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: Die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, der Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – und damit auch ihre Botschaft?

@stiefkind Danke für den Tip, hab's schon lange auf meiner TODO-Liste.

Ein Mensch hat ihn mir indirekt empfohlen mit der Klage, dass es unerträglich anzusehen wäre, wie innerlich leer Leni Riefenstahl gewesen wäre.

Und das fand ich einen interessanten Twist, um ihn doch anzuschauen, nachdem ich dachte, schon alles über sie und von ihr gelesen und gesehen zu haben.

Vielleicht ist es ja doch auch nur die "Banalität des Bösen".

Bin gespannt.

@steve Das mit der innerlichen Leere kann ich nachvollziehen.