Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Dank diesem #SZ - Fund von @HansZauner lernte ich einen neuen Begriff aus der #Demografie von #China: Als #Heterofatalismus wird die Absage an #Männer bezeichnet, die sich in der patriarchalen #Traditionalismusfalle eingerichtet haben. Das Ergebnis ist ein resigniert trennender Mann - Frau - #Dualismus, wie er auch in #Südkorea eskaliert. Auch als Widerlegung rechter #Reaktanz lesens- & bedenkenswert. #Cosplay https://www.sueddeutsche.de/panorama/china-dating-frauen-cosplay-heterofatalismus-li.3337432

Heterofatalismus in China: Frauen daten lieber Cosplayerinnen als Männer

Weil sie so abgeturnt sind von chinesischen Männern, buchen viele Chinesinnen andere Frauen für Dates. Die dann einfühlsame Männer spielen.

Süddeutsche Zeitung

@BlumeEvolution @HansZauner Die Frauen handeln hier recht rational, wozu sich unnötig in ein "konservatives Ehegefängnis" begeben, mit hohem Potenzial an partnerschaftlicher Gewalt für sich selbst und die Kinder.

Hat ja auch andere Vorteile, Kinder kann man auch ohne Mann bekommen. Eine Samenspende reicht, die Eizelle steuert man selbst bei.
Bei einer lesbischen Beziehung kann man sich das auch teilen, was noch ein Vorteil ist.

@Maik73

In Zukunft brauchen Frauen dazu vermutlich nicht mal mehr einen Samenspender. Es wird biotechnisch möglich sein, aus de-differenzierten Körperzellen Spermien herzustellen, die das Erbgut einer der beiden Frauen tragen (die Kinder sind dann alle weiblich).

Im Prinzip wäre eine männerlose Gesellschaft denkbar, die sich trotzdem wie gewohnt durch genetische Rekombination fortpflanzt (also keine Klone). Könnte man drüber nachdenken.😉


@BlumeEvolution

@HansZauner Klar, Spermien aus Blutzellen zu gewinnen, wäre ein Fortschritt auch für Männer, die sonst nicht zeugungsfähig wären.
Langfristig müssten Männer ihre Rolle in der Gesellschaft überdenken, weil Frauen dann nicht mehr auf ihre Biologie und dauerhafte Anwesenheit angewiesen wären.
@BlumeEvolution

@Maik73

Ja, könnte durchaus sein, dass sich Männer für ihre Existenz rechtfertigen müssen, wenn Frauen in der Zukunft dank IVG männerlose Familien mit genetisch verwandtem Nachwuchs bilden können.

Der @BlumeEvolution liebt ja Begriffsbildungen. Analog zu Theodizee und Anthropodizee würde ich dafür den Begriff #Androdizee vorschlagen - die Frage nach der Rechtfertigung des Mannes.

Edit: Androdizee müsste der Begriff wohl lauten, ohne -po.

@HansZauner @Maik73 @BlumeEvolution Merkwürder Unterton hier. M.E. muss sich niemand für seine Existenz durch einen gesellschaftlichen Nutzen rechtfertigen - vor allem nicht durch Arterhaltung. Das würde das Existenzrecht steriler Menschen oder gewollt kinderloser in Frage stellen.

@Njoerdr

Gebe dir da schon recht. Aber so ist Rechtfertigung bei den "-dizee"-Fragen allerdings nicht unbedingt gemeint. Z.B. geht es bei der #Anthropodizee darum, mit welcher Rechtfertigung man eigentlich Menschen in die Welt setzt - und es gibt eine Bewegung, den Antinatalismus, die sagt: So eine Rechtfertigung gibt es nicht, man sollte es bleiben lassen.

Siehe:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-oder-weniger-kinder-in-die-welt-setzen-anthropodizee-systemtheorie-religionsdemografie/

@Maik73 @BlumeEvolution

Mehr oder weniger Kinder in die Welt setzen? Anthropodizee, Systemtheorie & Religionsdemografie

Kein System kann sich aus sich selbst heraus begründen. Das gilt auch für das menschliche Leben. Daher sei der Antinatalismus – die Ablehnung weiterer Geburten von Menschen – geboten. Dies zumindest behauptete etwa Karim Akerma …

Natur des Glaubens

@Njoerdr

Und analog könnte man ja mal durchdenken - NB: ich gebe hier den Advokatus Diaboli , - ob eine hypothetische Welt ohne Männer nicht mit weniger Leid verbunden wäre.

@Maik73 @BlumeEvolution