Heute tagt ab 7:30 Uhr die Arbeitsgemeinschaft #Suizidassistenz. Heute mit dem #BMJV.

Wir arbeiten für ein gutes Gesetz, das von einem sehr breiten Konsens getragen wird und die verfassungsrechtlichen Vorgaben beachtet. Es zeichnet sich aber ab: das wird schwer! #Suizid

@AwetTesfaiesus
Ein wirklich befriedigendes Gesetz kann es imho nicht geben. Das hängt auch damit zusammen, dass die Strukturen insbesondere pflegerischer Versorgung in D so schlecht sind. Das veranlasst Menschen zum Suizid, die bei guter Versorgung ihren natürlichen Tod abwarten würden.

Vermische ich hier Themen? Ja, weil ich finde, dass wir beides im Blick halten müssen. Hilft für deine Fragestellung nicht weiter, ich weiß. Ich möchte trotzdem dafür sensibilisieren.

@LThiry sensibilisiert. Am Schluss sollte es eine Lösung geben, die für sehr viele akzeptabel ist (und die Lage insbesondere nicht auch noch unabsichtlich verschlechtert).

@AwetTesfaiesus
Das Thema berührt mich, denn ich habe in den letzten 5 Jahren eine Schulfreundin und zwei nette Bekannte durch Suizid verloren.

Aus dieser Sichtweise möchte ich vor allem, dass die Unterstützung für unsere Mitmenschen mit Suizidgedanken besser wird. Dazu gehört erst einmal, die Verfügbarkeit von professioneller¹ psychologischer Beratung zu verbessern. Ja, wie jede Prävention kostet das Geld.

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¹ Bitte keine Wochenendseminar-Heilpraktiker*innen.

@AwetTesfaiesus
Ohne diesen Ausbau der Versorgung kann ich mir aber auch keine vernünftige Regelung für den assisstierten Suizid denken. Wer begleitet Mensch denn sonst bis ans Ende? Hoffentlich auch Familie und Freunde, aber die allermeisten dürften überfordert sein.

Eine Zwangsberatung, wie beim Schwangerschaftsabbruch, halte ich aber hier wie dort für falsch. Ja, ohne den oben geforderten Versorgungsausbau geradezu für kontraproduktiv.

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