#wildeThese

Viele sehen die Digitalisierung nur als Werkzeug, aber es ist viel mehr.

Die Digitalisierung ist eine Kulturtechnik. So wie Lesen eine Kulturtechnik ist, und Schreiben ebenfalls.

Wenn Digitalisierung als Werkzeug gesehen wird, dann vielfach mit der Meinung, dass es ja nur technische Fragen sind, die unpolitisch zu betrachten sind. "Das Werkzeug alleine ist nicht Schuld, es kommt auf die Benutzer*innen an".

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Das ist genau der Unterschied zwischen dem Verständnis als Werkzeug und dem Verständnis als Kulturtechnik.

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Die Digitalisierung ist eine Kulturtechnik. Sie ist politisch, sie nimmt sozial und kulturell (starken) Einfluss. Sie ist bereits in ihrer Anlage, in der Art und Weise, wie sie geschaffen wird, vorbelastet mit unseren unfairen, teilweise unmenschlichen sozialen Strukturen. Die erste Aufgabe für alle Stakeholder der Digitalisierung ist diese Erkenntnis, die nächste Aufgabe ist es, diese Erkenntnis entsprechend zu nutzen.

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Ein immenses Problem ist, dass wir einen Großteil der Menschen nicht mitgenommen haben. Wir haben, um im Vergleich mit Lesen und Schreiben zu bleiben, quasi sehr viele Analphabet*innen. "Digitale Analphabet*innen" (Digital Iliteracy) [über die Begrifflichkeit kann gestritten werden].

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@johnnythan
Jedes Wort.
Und korrespondierend spreche ich dann auch gern vom #Digitalfeudalismus.
Eine kleine Gruppe von Menschen hat durch die Beherrschung der digitalen Werkzeuge fast vollständige Macht über die große Mehrheit.

@Chaotica Ich möchte gerne #Digitalfeudalismus als Hashtag etablieren. :)

Das drückt viel von dem aus, was ich meine und aufzeigen möchte.

@Chaotica Du hast den Vergleich mit dem Lesen und Schreiben ja schon früher gebracht. Das konnte ich jetzt mit dem Hashtag finden. Und habe es gleich geboostet. :)

<3 #IloveFediverse

@johnnythan
Ich glaube historisch ist es nicht 100% korrekt. Aber dafür eingängig. 😁

Leider sehe ich nicht, dass darüber an den verantwortlichen Stellen ernsthaft diskutiert wird.