Ich hatte aus meinem Gedächtnis geholt „< 100 sind erlaubt“.

Genauer steht es jedoch in der #VwVStVO und siehe da „> 100 ist erlaubnispflichtig“ wäre korrekt gewesen.

9 Erlaubnispflichtig sind

a) Radrennen, Mannschaftsfahrten und vergleichbare Veranstaltungen,

b) Radtouren, wenn mehr als 100 Personen teilnehmen oder wenn mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen (i. d. R. erst ab Landesstraße) zu rechnen ist,

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c) Volkswanderungen und Volksläufe, wenn mehr als 500 Personen teilnehmen oder das überörtliche Straßennetz (ab Kreisstraße) beansprucht wird,

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d) Umzüge bei Volksfesten und Ähnlichen (z. B. stationäre Veranstaltungen), es sei denn, es handelt sich um ortsübliche Prozessionen und andere ortsübliche kirchliche Veranstaltungen sowie kleinere örtliche Brauchtumsveranstaltungen.

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e) Nicht erlaubnispflichtig sind Versammlungen und Aufzüge im Sinne des § 14 des Versammlungsgesetzes.

https://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26012001_S3236420014.htm

@fuesstest @Flo_Rian @exil_inselette @anufea @barkasse_karin @leipoa @Schrecke

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)

@thomas_cm

Oha, das war mir gar nicht bewusst. Danke!

Moin @leipoa,

wer liest auch schon Verwaltungsvorschriften.

Ich kannte es auch nur, weil wir vor vielen Jahren im Fahrradverein mal ein Problem „bei der Zusammenarbeit mit den Behörden“ hatten.

Die ursprünglich geplante RTF musste deshalb abgesagt werden. Irgendjemand hat dann im voraus eine öffentliche Radtour einer Partei in der Kreisstadt ausfindig gemacht, die am gleichen Tag geplant war.

Also wurde Werbung für die Tour mit den Politikern gemacht, mit dem Ziel diese Tour über die 100er Marke zu hieven und mal zu gucken, wie sich die Polizei dann gegenüber den Politikern verhält.

Es hat auf jeden Fall funktioniert Aufmerksamkeit für unser Problem zu erzeugen. Die Politiker waren anfangs sehr verwundert über die vielen Rennräder bei ihrer gemütlichen Tour und die Polizei brauchte eine Weile um zu begreifen, dass ihr neuer „Gegner“ nicht der Fahrradverein, sondern Politiker waren.