Mal wieder alle Kinder da, zwei studieren. Inter-Generationen-Dialog im Blumschen Familienrat vor der Kirche. #Migration spielt keine Hauptrolle, sondern eher der wachsende Druck #Arbeit , #Kosten, #Lebensplanung. Ansage:

"Früher konnten Familien mit einem Gehalt ein Haus bauen. In eurer Generation ging es noch mit zwei Gehältern. Jetzt hast du fast gar keine Chance mehr auf Wohneigentum, wenn du nicht geerbt hast!"

Was meinst du: Realistisch oder übertrieben?

Stimmt nicht.
3.7%
Stimmt teilweise.
23.9%
Stimmt leider.
71.2%
Andere / keine Meinung.
1.2%
Poll ended at .

@BlumeEvolution

Rechnen wir das doch mal durch: Laut Immowelt liegen die mittleren Hauspreise bei 2.800 €/m². Bei 140 m² macht das ca. 400k Kaufpreis. Gesamtpreis bei 80% Fremdfinanzierung und 4% Zinsen über 30 Jahre sind dann 630k. Median-Nettoeinkommen liegt laut dem IW bei 2.800 €, also kostet ein mittleres Haus aktuell 225 Monats- oder 18,75 Jahresgehälter.

Mit einschlägigen Indizes können wir das auch mit anderen Jahren vergleichen. 2005 lag der Kaufpreis bei 180k, bei 4,5% Zinsen landen wir insgesamt bei 300k. Nettolöhne bei 1500 €, also 200 Monats- oder 16,67 Jahresgehälter.

Für 1985 haben wir 120k Kaufpreis, bei 8% (!) Zinsen sind es insgesamt 210k. Nettolöhne sind schwierig zu ermitteln, ausgehend von den Bruttolöhnen mussten das aber etwa 840 € gewesen sein. Macht dann insgesamt 250 Monats- bzw. 20,83 Jahresgehälter.

Da scheint mir, dass die Vergangenheit doch sehr verklärt wird. Regional mag es aber Unterschiede geben, gerade der Großraum Stuttgart scheint mir da trotz höherer Gehälter ziemlich unattraktiv zu sein.

@hweimer

1/2
Abgesehen davon das deine Berechnungen so nicht stimmen, betrachtest Du nur das Haus und nicht das Umfeld.

Die ganze Familie (inkl Tanten, Neffen..) hat beim Hausbau geholfen

Oma und Opa haben vor Ort gearbeitet.
Daher keine lange Arbeitsfahrten. Hatten nicht mal ein Auto

Somit viel Zeit für die #selbstversorgung.
Schweine, Hühner, Garten und mit der ganzen Familie wurden hunderte Gläser eingemacht.
Somit waren die Lebensmittelkosten der Familie recht gering

@BlumeEvolution

@hweimer

2/2
Das Haus war auch anders als heute gebaut wird.

Einfach ein Schuhkarton mit Dach ohne #SchnickSchnack und ner Tür funzel

Die Küche bestand aus lauter Einzelteilen.

Gelebt wurde in der erweiterten Küche.
Ein Raum mit TV, Sessel für Oma und Küchentisch.
Das war auch der einzig beheizte Raum.

Wohnzimmer und co wurde nur zu besonderen Anlässen geheizt.

Es gab auch nicht an jeder Ecke im Zimmer eine Steckdose wie heute....

@BlumeEvolution

@hweimer

Total vergessen.

Es war auch nur 2x im Jahr Kirmes.

Das waren die einzigen "Ausflüge" die unternommen wurden.

Geschenke und co waren auch bescheiden.

Hier ein Abo, da ein Abo etc. gab es nicht.

@BlumeEvolution

@hweimer

Noch was vergessen und je länger ich darüber nachdenke fällt mir immer mehr ein.

Egal welche Anschaffungen getätigt wurde.

Es wurde dafür gespart.
Selbst dann wenn man es sofort bezahlen konnte.

So wurde einem mehr als einmal bewusst ob man DAS wirklich brauchte.

So halte ich das seit #Merz auch wieder.

Und heute:
Ich brauche das, selbst an einem Sonntag kann Online bestellt werden und wird es auch.

@BlumeEvolution

@maexchen1 @hweimer @BlumeEvolution Wann soll das gewesen sein? Mein Elternhaus ist 60 Jahre alt, hat *deutlich* höheren Standard als die von Dir beschriebene Hundehütte, wurde (Fertighaus) ohne nennenswerte Eigenleistung gebaut und mit <1.5 Angestelltengehältern finanziert.
Auf den 10 ar Grundstück wurden keine Nutztiere gehalten, Urlaub gab es auch und niemand hielt meine Eltern für reich.

@virbonus

Nunja, da das mit dem Endsieg nicht so klappte und als Flüchtling mit einem Handkarren und 3 Kinder auf dem Arm konnte man sich keine großen Sprünge leisten.

Alle Flüchtlingssiedlung Häuser wurden direkt mit einem kleinen Schweinestall für 3-4 🐖 gebaut zwecks Selbstversorgung

Und Opa war natürlich in Gefangenschaft.

Aber der Rest danach profitierte wegen den Lebensmitteln und dem Einwecken.

@hweimer @BlumeEvolution